Büsum - Großer Schreck für 50 Passagiere: Bei einem Ausflugskutter riss plötzlich das Fangnetz. Die Seenotretter eilten dem Schiff kurz vor der schleswig-holsteinischen Westküste zur Hilfe.
Gegen 12 Uhr meldete sich am Mittwoch der ehemalige Krabbenkutter "Hauke" bei den Seenotrettern, teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit.
Auf einer Fangreise mit 50 Passagieren an Bord gelang es der dreiköpfigen Besatzung nicht, das volle, schwere Netz an Bord zu bringen.
Schließlich stellte sich beim Wiederaufholen des Netzes heraus, dass dieses gerissen war und nun unter dem Schiff hing. Daraufhin nahm der Seenotrettungskreuzer "THEODOR STORM" sofort Kurs auf den umgebauten Kutter. Denn das Schiff trieb antriebslos gut eine Seemeile auf der Nordsee vor dem Büsumer Hafen.
"Angesichts von etwa zehn Metern Länge bestand die Gefahr, dass das Netz in den Propeller des Kutters gerät, das Schiff damit manövrierunfähig wird und auf eine Untiefe treibt", erklärte Jörg Lüdtke, Vormann des Seenotrettungskreuzers.
Doch das Wetter spielte den Rettern in die Karten: Bei bestem Sommerwetter und ruhiger See nahmen sie den ehemaligen Krabbenkutter auf den Haken. Die Seenotretter schleppten die "Hauke" samt Passagieren und Besatzung in den sicheren Hafen von Büsum.
Laut den Angaben der Seenotretter bestand für die insgesamt 53 Menschen an Bord zu keinem Zeitpunkt Gefahr.