Lebensgefahr! Marineflieger retten Segler aus Nordseesturm
Helgoland - Dramatischer Einsatz auf der Nordsee! Marineflieger und Seenotretter haben am Mittwoch einen norwegischen Segler vor Helgoland gerettet. Er befand sich in akuter Lebensgefahr.
Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Donnerstag mitteilte, hatte der Skipper gegen 13.45 Uhr einen Notruf abgesetzt. Seine gut neun Meter lange Yacht hatte mit Motorproblemen und einem beschädigten Mast zu kämpfen und war dem Sturm westlich von Helgoland ausgeliefert. Der Wind erreichte zu dem Zeitpunkt eine Stärke von bis zu 88 Kilometern pro Stunde, die Wellen türmten sich bis zu fünf Metern.
Dazu bereitete das Wetter Probleme. Aufgrund von Schnee und Hagel betrug die Sichtweite zum Teil unter 150 Meter.
Während die Segelyacht weiter nach Norden abtrieb, machten sich die Einsatzkräfte bereits auf den Weg. Nach rund einer Stunde fanden sie den Segler. Ein Marineflieger, der einen Übungsflug absolvierte, unterstützte die Seenotretter.
Mehrfach versuchte die Besatzung vom Wasser aus, dem erschöpften Segler eine Schleppleine zu übergeben, doch mehrere Versuche misslangen.
Schließlich übernahmen die Marineflieger und holten den Norweger per Seilwinde von der Yacht. Das Boot musste aufgegeben werden.
Der Segler wurde vom Hubschrauber sicher an Land gebracht. Dort wurde festgestellt, dass er den dramatischen Einsatz gut überstanden hatte. Nun wird geprüft, inwiefern die führerlose Yacht geborgen werden kann.
Titelfoto: Die Seenotretter – DGzRS
