Notfall auf der Nordsee! Fischkutter läuft auf Grund, Rauch an Bord

Wangerland - Heftige Szene: In der Nacht auf Montag sorgte ein Fischkutter vor der niedersächsischen Küste für einen aufwendigen Rettungseinsatz. Das rund 15 Meter lange Fischereiboot "Zenit" lief im Seegebiet Nordergründe auf Grund. Gleichzeitig meldete der Kapitän Rauchentwicklung im Maschinenraum. 

Ein Fischkutter ist in der Nach von Sonntag auf Montag in der Nordsee auf Grund gelaufen. Die Seenotretter rückten aus.  © Die Seenotretter – DGzRS

Kurz vor Mitternacht setzte die Besatzung einen Notruf ab. Die "Zenit" war im nördlichen Bereich der Nordergründe festgekommen – etwa 26 Kilometer nordwestlich von Cuxhaven.

Sofort alarmierte die Rettungsleitstelle gleich mehrere Seenotrettungskreuzer. Auch das Zollschiff "Helgoland" und der Fischkutter "Wangerland", die sich in der Nähe befanden, nahmen Kurs auf den Havaristen. Letzterer erreichte gegen 0.45 Uhr als Erstes die havarierte "Zenit".

Zunächst wurde eine Schleppleine übergeben. Doch die weiteren Rettungsmaßnahmen gestalteten sich schwierig. Der Grund: Der Wasserstand war noch zu niedrig, um das festgefahrene Schiff freizubekommen.

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Rund eine halbe Stunde später traf schließlich auch eines der Seenotrettungskreuzer am Einsatzort ein und übernahm die Einsatzleitung. Wenig später tauchte auch der nächste Kreuzer zur Rettung auf.

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Die Rettung gestaltete sich schwierig. Die beiden Fischer an Bord blieben jedoch unverletzt.  © Archivfoto: Die Seenotretter – DGzRS

Nach ersten Kontrollen gaben die Seenotretter schließlich Entwarnung: Weder weitere Rauchentwicklung noch Wassereinbruch wurden an der "Zenit" festgestellt. Anschließend ließ die Besatzung eines Seenotrettungskreuzers ihr Tochterboot zu Wasser und stellte eine eigene Leinenverbindung zum Fischkutter her.

Gegen 2 Uhr gelang schließlich die Befreiung des Havaristen von der Untiefe. Doch damit war der Einsatz noch nicht beendet. Auf dem Weg Richtung Weser geriet der Schleppverband in raue See. Bis zu zwei Meter hohe Wellen brachten den Kutter ins Schwanken.

Besonders problematisch: Das wegen des Maschinenschadens nicht vollständig eingeholte Fanggeschirr schlug in den Wellen gegeneinander. Die Seenotretter reagierten auch in dieser Situation schnell und ergriffen einen nördlicheren Kurs, um ruhigeres Fahrwasser zu erreichen.

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Auch die Einfahrt in den Hafen gestaltete sich schwierig. Das Fanggeschirr erschwerte das sichere Festmachen erheblich. Deshalb wurden gegen kurz nach 6 Uhr zusätzlich die freiwilligen Seenotretter der Station Horumersiel alarmiert. Mit ihrem Seenotrettungsboot unterstützten sie die letzten Manöver.

Rund 8 Stunden nach Absetzen des Notrufs konnte die Rettungsaktion erfolgreich beendet werden. Die Seenotretter brachten die "Zenit" samt Besatzung sicher in den Hooksieler Hafen. Die beiden Fischer an Bord blieben unverletzt.

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