Alle Aufregung umsonst! Buckelwal "Hartwin" Richtung Nordsee unterwegs

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Aarhus (Dänemark) - Schafft er es doch noch aus eigener Kraft in die Nordsee? Buckelwal "Hartwin" wurde am Donnerstag bei Aarhus gesichtet.

Buckelwal Hartwin wurde bereits vor den Küsten Schottlands, Norwegens und der Niederlande beobachtet.
Buckelwal Hartwin wurde bereits vor den Küsten Schottlands, Norwegens und der Niederlande beobachtet.  © Linda Frølund Hansen/Bridgewalking/dpa

Nach der Tragödie um Buckelwal "Timmy" ahnten viele Schlimmes, als sich nun ein weiterer Ozeanriese in deutsche Gewässer verirrte.

Die Organisation "Stranded No More" dokumentierte eine Sichtung des Meeressäugers am Nachmittag des 5. Juli vor Holnis auf der deutschen Seite der Flensburger Förde.

Nun dürften die deutschen Behörden zumindest vorerst aufatmen können. Wie der dänische Sender TV2 berichtet, wurde an der Küste vor Aarhus ein Wal gesichtet.

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Der dänische Biologe Rune Kristiansen geht davon aus, dass es sich um das "Hartwin" genannte Tier handelt.

"Er weist eindeutige Merkmale auf: eine Hauterkrankung, bei der die Hälfte seines Rückens weiß und blasenartig verändert ist. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass ein weiterer Wal mit genau denselben Symptomen aufgetaucht ist. Deshalb handelt es sich höchstwahrscheinlich um ihn", so Kristiansen gegenüber TV2.

Die Aufregung hierzulande scheint also ganz umsonst gewesen zu sein. Meeresbiologe Robert Marc Lehmann (43) hatte bereits ein so dramatisches wie beleidigendes Video auf Instagram veröffentlicht, in dem er vor einer Wiederholung der "Timmy"-Rettung warnte.

Robert Marc Lehmann: "Ihr habt absolut keinen Plan"

Robert Marc Lehmann (43) kritisierte erneut die Rettung von Buckelwal "Timmy"
Robert Marc Lehmann (43) kritisierte erneut die Rettung von Buckelwal "Timmy"  © Daniel Bockwoldt/dpa

"Hört auf, Walexperte zu spielen. Hört auf, Meeresbiologe sein zu wollen. Ihr gefährdet diesen Wal. Ihr gefährdet andere Wale mit eurem Scheiß, den ihr fabriziert. Ihr habt absolut keinen Plan", polterte der 43-Jährige.

Deutschland habe niemanden, der sich mit Walen auskenne. "Es fehlt der Intellekt, es fehlt die Expertise, es fehlt das Verständnis für marine Operationen, es fehlt das Verständnis für Tierschutz, es fehlt das medizinische Verständnis, es fehlt das Verständnis für die Biologie, für das Verhalten der Tiere, für alles", so Lehmann.

"Ist euch nicht klar, was da passiert ist, was ihr gesehen habt in einem Livestream, 24 Stunden am Tag, welcher Dilettantismus da an den Start gegangen ist? Von allen Seiten. Ist euch das nicht klar? Und jetzt macht ihr weiter mit diesem Scheiß und gefährdet das nächste Tier. Das ist doch nicht euer Ernst", tobt der YouTuber, der an der Rettung vor Niendorf selbst beteiligt war.

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Gefahr droht dem verirrten Tier nun aber eher in Dänemark. Auf Videos aus Aarhus ist zu sehen, wie sich mehrere Boote dem Wal sehr weit nähern, während der Ozeanriese regungslos im Wasser liegt.

Kristiansen mahnt daher: "Das Tier braucht Ruhe. Wenn es krank ist, sollte es nicht zusätzlich dadurch gestresst werden, dass Menschen mit Booten auf es zufahren. Halten Sie mindestens 50 Meter Abstand."

Titelfoto: Linda Frølund Hansen/Bridgewalking/dpa

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