Buckelwal "Timmy" soll gerettet werden: Schwimmt das Tier sich doch selbst frei?
Niendorf/Wismar/Poel - Wochenlang versuchten Rettungskräfte, einen gestrandeten und zwischendurch wieder befreiten Buckelwal in der Ostsee zurück ins offene Meer zu führen - ohne Erfolg. Seit fast drei Wochen liegt der Ozeanriese nun schon vor der Insel Poel, doch nun wird tatsächlich nochmal ein neuer Rettungsversuch unternommen. TAG24 berichtet im Liveticker.
Nachdem der Buckelwal am Montag, dem 23. März, auf einer Sandbank vor Niendorf (Schleswig-Holstein) gestrandet war, scheiterten mehrere Rettungsversuche. Obwohl sich der Ozeanriese zwischenzeitlich doch befreien konnte, strandete er kurz darauf mehrfach vor Wismar (Mecklenburg-Vorpommern). Auch hier konnte er sich lösen.
Das Tier schwamm daraufhin in verschiedene Richtungen, strandete schließlich am 31. März kurz vor der Insel Poel. Erneut versuchten mehrere Boote, ihn zum Schwimmen zu animieren - jedoch ohne Erfolg.
Da der Ozeanriese tagelang an der gleichen Stelle lag, lautete die Expertenmeinung, dass der Wal an dieser höchstwahrscheinlich auch sterben würde. Es folgte jedoch eine erstaunliche Wendung: Eine Privatinitiative will den Buckelwal in ihre Obhut nehmen und das Tier befreien!
Am Donnerstag startete die geplante Aktion, die auch am Sonntag fortgesetzt werden soll.
19. April, 16.31 Uhr: Umweltminister lobt Initiative
Umweltminister Till Backhaus äußert sich zur aktuellen Rettungsaktion. Die Zusammenarbeit würde seit Samstag besser laufen.
Backhaus bestätigte, dass es dem Wal den Umständen entsprechend gut gehe. "Ich bin der Initiative dankbar, dass sie sich engagieren", so Backhaus.
Die Rolle des Umweltministeriums bestehe darin, die Rettungsaktion zu begleiten, Hinweise zu geben und zu überwachen. Die Verantwortung des Tieres liege allerdings nicht mehr bei ihnen.
Der Umweltminister hofft, dass die Wetterumstände das schönste Szenario fördern würden und dass sich der Wal von selbst freischwimmt. "Der Wal lebt, er ist aktiv, er vokalisiert, er aktiviert sich immer wieder." So bewege er die Flipper, wie die Brustflossen auch genannt werden. Das deute nicht darauf hin, dass er bald sterbe.
Auch ob ein GPS-Sender am Wal befestigt werden kann, werde derzeit überprüft, um ihn im Fall eines Freischwimmens orten zu können.
19. April, 15.55 Uhr: Wetterbedingungen verändern sich – Plan B ist vorbereitet
Jeder möchte, dass die Rettungsaktion noch schneller gehe, doch momentan müsse auch auf die veränderten Witterungsbedingungen eingegangen werden, hieß es von den Initiatoren.
Der Wasserpegel würde in den nächsten Stunden weiter ansteigen. Auch der Wind nehme zu, was zu mehr Beweglichkeit beim Wal führen könnte.
Dadurch würde die Möglichkeit bestehen, dass der Wal von alleine losschwimmen könnte. Momentan wäre noch alles möglich. Täglich stünden lange Besprechungen an. Seit heute sei der Plan B aktiviert.
"Das bedeutet, falls der Wal durch die veränderten Witterungsbedingungen von alleine losschwimmt, stehen DLRG-Boote auf Standby, um ihn bis in die Nordsee, im besten Fall bis in den Atlantik, zu begleiten", so die leitende Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert.
19. April, 15.45 Uhr: Initiatoren können keinen Zeitplan bekannt geben
Die Initiatoren melden sich aus Kirchdorf zu Wort. Das Team erklärte: "Wir gehen bis an die Grenzen unserer Leistungsfähigkeiten heran, doch unsere Arbeit ist noch nicht zu Ende."
Immer wieder würden auch Gespräche im Hintergrund laufen. "Wir sind auf einem sehr guten Weg", so die Rechtsanwältin Constanze von der Meden. Die Saugarbeiten kämen gut voran. Von der Fahrrinne aus wird zum Wal hin gebaggert, sodass der Wal noch nicht so beeinträchtigt werde.
Der Buckelwal habe tolle Reaktionen in den Morgenstunden gezeigt. Alle drei Tierärzte waren draußen und haben den Wal untersucht. Das Tier atmete deutlich tiefer ein. Außerdem sei der Atem des Wals freier. Durch die entstandene Kuhle und den angestiegenen Wasserstand habe sich der Wal bereits bewegt.
"Er will nach draußen, er will frei sein. Wir sind uns einig, er hat die Chance verdient, draußen weiterzuleben", so die Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert.
Zudem sei der Buckelwal empathisch und reagiere auf die Saugroboter nicht aufgeregter als auf das Einsatzteam. Laut dem Rettungsteam merke das Tier, dass sie ihm helfen wollen. Einen konkreten Zeitplan konnten die Helfer nicht nennen.
19. April, 15.23 Uhr: Umweltminister lädt zu eigener Pressekonferenz
Nachdem gemunkelt worden war, dass auch Umweltminister Till Backhaus beim Statement der Retter das Wort ergreifen könnte, steht nun fest: Der Politiker wird sprechen, aber nicht bei dieser Gelegenheit.
Stattdessen lädt Backhaus für 16 Uhr zu einer Pressekonferenz an einem anderen Ort ein. Er wolle "häufig gestellte Fragen, die die Rolle des Landes betreffen, beantworten", hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums.
19. April, 14.36 Uhr: Saug-Bagger im Einsatz, Statement angekündigt
Der Saug-Bagger auf der schwimmenden Plattform ist seit dem Morgen in einiger Entfernung zum Wal im Einsatz, um Schlick zu entfernen und den Weg für den Ozeanriesen frei zu machen. Auch zwei Schwimmer, die seit Stunden im Wasser sind, sind an den Arbeiten beteiligt.
Die Initiatoren haben für circa 15.45 Uhr ein weiteres Presse-Statement vor Ort angekündigt. Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert und die Rechtsanwältin Constanze von der Meden sollen sich demnach äußern.
19. April, 13.59 Uhr: Rettung des Wals könnte auch im Dunkeln stattfinden
Wie Initiator Walter Gunz (80) der Deutschen Presse-Agentur sagte, könnte der Transport des Wals auch spätabends oder nachts stattfinden. Es spiele nach seinen Kenntnissen keine Rolle, ob es hell oder dunkel sei.
"Tatsache ist, dass wir einen Tag verloren haben durch unsägliche bürokratische Maßnahmen", so der MediaMarkt-Gründer. Es gehe jetzt darum, möglichst schnell voranzukommen und keine Zeit mehr zu verlieren.
Zum Zustand des Tieres äußerte sich Gunz positiv. "Man hat den Eindruck, dass der Wal aufgrund seiner Empathie erkennt, dass man ihm Gutes will und dass die Kraft ausreicht", erklärte der Unternehmer.
19. April, 13.03 Uhr: Seemann sicher: "Wir werden einen Weg finden"
Der Rettungsschlepper ist da! Die "Robin Hood" ist mittlerweile vor Ort eingetroffen. Der Steuermann des Schiffes gab gegenüber NEWS5 Einblick in das geplante Vorhaben.
Demnach werde das Schiff während des "Abschleppens" des Wals nicht mehr als zehn Kilometer pro Stunde zurücklegen können. Da es sich am Ende um ein Wildtier handele, sei "unberechenbar, was passiert", betonte der Seemann.
Ein Problem könne das bescheidene Wetter werden. Möglicherweise müsse auf Besserung gewartet werden. Aber: "Wir werden einen Weg finden", so der Steuermann.
19. April, 12.14 Uhr: Schlepper soll zeitnah vor Ort eintreffen
Wie ein NEWS5-Reporter vor Ort berichtet, berate sich derzeit noch mal ein Team aus Tierärzten zu den geplanten Maßnahmen. Die Rettung sei weiter für den heutigen Tag angesetzt, auch wenn der genaue Zeitplan weiter unklar sei.
Mittlerweile stehe auch fest, welcher Schlepper die Konstruktion samt Wal am Ende aufs offene Meer ziehen soll. Die "Robin Hood" werde demnach zeitnah eintreffen und für die Aktion vorbereitet.
19. April, 10.55 Uhr: Wal entscheidet, ob die Rettung starten kann
Ob die Aktion am Sonntag so richtig starten kann, entscheidet der Wal selbst.
Wie ein Mitglied des Rettungsteams gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, soll die für den Transport notwendige Plane an das Tier herangeführt werden. Anschließend müsse man schauen, wie der Buckelwal darauf reagiere.
19. April, 10.21 Uhr: Bagger hat seine Arbeit wieder aufgenommen
Der Bagger hat inzwischen wieder seine Arbeit aufgenommen und ist dabei, den Schlick in einiger Entfernung des Tieres abzusaugen. Aktuell halten die Arbeiter aber noch Abstand zum Tier.
Die DLRG ist mittlerweile auch mit mehreren Schlauchbooten auf dem Wasser, um bei etwaigen Zwischenfällen schnell eingreifen zu können.
19. April, 9.54 Uhr: Schwimmende Plattform samt Bagger auf dem Wasser
Zwar ist mittlerweile die schwimmende Plattform samt Bagger und Arbeitern an Bord auf dem Wasser, die geplante Rettung des Wals verzögert sich aber weiter.
Nach TAG24-Informationen sollte die Aktion eigentlich gegen 9 Uhr starten, so richtig vorwärts geht es vor Ort aber noch nicht.
19. April, 9.11 Uhr: DLRG-Boot nähert sich Buckelwal "Timmy"
Vor einigen Minuten war ein Boot der DLRG mit einigen Personen an Bord in der Nähe des Buckelwals. Offenbar wollten sich die Kräfte einen Überblick über seinen Zustand machen.
Darüber hinaus ist es vor Ort weiterhin ruhig. Etwaige Rettungsmaßnahmen haben noch nicht begonnen.
19. April, 7.53 Uhr: Gestrandeter Buckelwal liegt weiterhin an Ort und Stelle
Buckelwal "Timmy" liegt auch am Sonntagmorgen noch vor der Insel Poel. Im Livestream ist sein mit lindernder Zinksalbe eingeriebener weißer Rücken zu sehen, der aus dem Wasser ragt.
In der Nacht und am frühen Morgen zeigte er Aktivität, bewegte unter anderem seine Schwanzflosse hin und wieder stark.
Im Hafen ist es noch ruhig. Die DLRG und die Polizei sind aber bereits vor Ort.
18. April, 17.53 Uhr: Wohl kein Transport mehr am Samstag
Laut Tierärztin Janin Bahr-van Gemmert wird der geplante Transport Timmys mithilfe von Pontons wohl nicht mehr am Samstag stattfinden. "Heute wird er nicht mehr transportiert, das können wir sagen."
Näheres wollte die Medizinerin nicht sagen. Intern gibt es aber wohl durchaus einen Zeitplan. "Wir sind jetzt gut dabei", erklärte sie, auch wenn sie gestand: "Wir wären gerne noch schneller."
18. April, 17.44 Uhr: Ozeanriese Timmy hat laut Tierärztin "reelle Chance" zu Überleben
Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert verteidigt den Rettungseinsatz der privaten Initiative trotz Kritik. Timmy habe eine reelle Chance zu Überleben. "Wir sind zum Wohle des Wals da. Wir machen das Beste für den Wal. Er versucht, sich da raus zu kämpfen. Er hat eine super Aktivität."
Am Samstag habe man versucht, in das Maul des Tieres zu schauen - bislang allerdings ohne Ergebnis. "Wir versuchen, wenn da etwas ist, das rauszuholen", so Bahn-van Gemmert, die ergänzt: "Das Wichtigste ist. Wir müssen ihn da rausholen."
Zum Zeitplan will sie keine Auskünfte geben, sondern sagt nur: "Es gibt einen Plan, wir sind gut dabei."
18. April, 17.19 Uhr: Haut von Timmy wird weiter behandelt
Timmys Haut wird auch am Samstag weiterhin behandelt: Auf Bildern vom Ort des Geschehens ist zu sehen, wie fast der gesamte Körper des Ozeanriesen mit nassen Laken bedeckt ist, um die kranke Haut zu versorgen.
Die Tücher sind nicht nur in Salzwasser getränkt, sondern zudem auch mit entzündungshemmender Zinksalbe bestrichen, wie die leitenden Tierärztin Janine Bahr-van Gemmer am Freitag erklärte.
18. April, 16.15 Uhr: Darum zieht sich der Rettungsversuch in die Länge
Der Rettungsversuch des in der Ostsee gestrandeten Buckelwals zieht sich weiter in die Länge. Seit drei Tagen laufen die Arbeiten einer privaten Initiative, die das Tier lebend zurück ins offene Meer transportieren möchte.
Details zum Fortschritt nannten die beiden Geldgeber der Aktion, Mediamarkt-Gründer Walter Gunz und Unternehmerin Karin Walter-Mommert, am Samstag zunächst nicht – auch damit das Team in Ruhe arbeiten kann. Er könne nicht ständig vor Ort anrufen, das würde zu viel Unruhe in die Aktion bringen, so Gunz.
Walter-Mommert sagte der dpa: "Glauben Sie mir, wir müssen unserem Team im Moment den Rücken freihalten, damit die in Ruhe arbeiten können." Sie verwies auf nach ihrer Aussage aufwendige Abstimmungen mit den zuständigen Behörden. Das sorge intern für viel Arbeit.
18. April, 15.26 Uhr: Hat die Unterspülung begonnen?
Der Bagger soll mithilfe einer aufgesetzten Saugglocke mit der Unterspülung des Wales begonnen haben. Dies geht zumindest aus den Live-Aufnahmen vom Einsatzort hervor. Gesicherte Informationen liegen hierzu bislang nicht vor.
Zwischenzeitlich sollen Helfer zudem versucht haben, den Wal dazu zu bewegen, sein Maul zu öffnen, um mögliche Reste des eingesetzten Netzes zu überprüfen. Es wurde vermutet, dass sich Teile davon noch im Schlund befinden könnten und dadurch die Nahrungsaufnahme beeinträchtigt sein könnte. Auch diese Angaben sind bislang nicht offiziell vom Einsatzteam bestätigt worden.
18. April, 14.30 Uhr: Würden wir auch einen Hai retten?
Die große Aufmerksamkeit für den Wal erklärt Schlögl-Flierl auch mit einem gesellschaftlichen Bedürfnis nach Handlungsmöglichkeiten in Krisenzeiten: "Es lässt uns das Gefühl geben, hier noch etwas machen zu können, etwas tun zu können", während andere große Krisen oft ein "Ohnmachtsgefühl" auslösten.
Zugleich verweist sie auf eine Widersprüchlichkeit im menschlichen Umgang mit Tieren und stellt eine grundlegende Frage: "Hätten wir dasselbe für einen Hai getan?"
"Es ist schon interessant, was es über uns als Menschen aussagt, dass wir den Wal so niedlich finden, dass wir alles dafür tun. Bei anderen Arten würden wir sagen, das interessiert uns nicht", so die Ethikerin. "Wir sind als Menschen doch sehr selektiv, mit wem wir Verbundenheit herstellen."
18. April, 14.20 Uhr: Was sagt der Ethikrat zu Timmy?
Prof. Dr. Kerstin Schlögl-Flierl (50) vom Ethikrat beschreibt den laufenden Rettungsversuch für den Wal in einem Interview mit NEWS5 als ethisch komplexe Abwägung. Dabei komme auch der menschlichen Verantwortung eine zentrale Rolle zu: "Der menschliche Eingriff in die Natur ist so stark, wir sind so invasiv, dass wir immer mehr moralische Verantwortung tragen, auch solche Arten zu retten."
Zugleich betont sie, dass es keine einfache Antwort darauf gebe, wie weit eine Rettung gehen sollte: "Ich würde immer sagen, maximal viel für das Tier, aber auch nicht unverhältnismäßig für den Menschen. Also es ist eine Abwägungsfrage." Entsprechende Entscheidungen müssten immer wieder neu getroffen werden.
Auch die große emotionale Anteilnahme in der Öffentlichkeit spiele eine Rolle. Gleichzeitig rät Schlögl-Flierl sich bei der Bewertung vor allem an fachlicher Expertise zu orientieren: "Ich würde immer die Meeresforscher, die sich mit den Walen auskennen, fragen, weil die können es am besten beurteilen."
18. April, 13.30 Uhr: Initiator: "Es läuft soweit ganz gut"
Über den erneuten Rettungsversuch ist weiter wenig bekannt. Die Initiatoren halten sich bewusst mit Details zum aktuellen Stand zurück. Das Team solle ungestört arbeiten können, hieß es. "Es läuft eigentlich soweit ganz gut", sagte der MediaMarkt-Gründer Walter Gunz am Samstag der Deutschen-Presse-Agentur. Zugleich betonte er, man wolle durch häufige Nachfragen keine Unruhe in die Aktion bringen.
Auch Mitinitiatorin Karin Walter-Mommert unterstrich, wie wichtig es sei, dem Team den Rücken freizuhalten. Gleichzeitig verwies sie auf aufwendige Abstimmungen mit den Behörden. So müsse etwa das Auftragen von Tüchern mit Zinksalbe zur Behandlung der Hautprobleme des Wals täglich neu genehmigt werden.
Nach Angaben des Schweriner Umweltministeriums bemühen sich die Behörden um schnelle Lösungen. Für die aus Hawaii angereiste Tierärztin Jenna Wallace wurde demnach kurzfristig eine Sondergenehmigung erteilt, da sie ursprünglich keine Berufserlaubnis in Deutschland hatte.
18. April, 12.30 Uhr: Dixi-Klo aus Fischernetzen
Gut sichtbar auf der schwimmenden Plattform steht ein Dixi-Klo für die Helfer, das der Aufschrift zufolge aus alten Fischernetzen recycelt wurde.
Eine gewisse Ironie: Timmy soll sich in der Vergangenheit mehrfach in sogenannten Geisternetzen verfangen haben, Teile davon sollen sich sogar noch in seinem Maul befinden.
18. April, 12 Uhr: Bagger beim Wal angekommen
So richtig voran geht es offenbar doch noch nicht. Zwar ist das schwimmende Ponton mit dem Bagger inzwischen in beim Wal angekommen, und weitere Tücher bedecken seine Haut – doch darüber hinaus passiert derzeit wenig.
Auch Timmy zeigt bislang noch keine größeren Regungen.
18. April, 11.20 Uhr: Es kommt Bewegung rein
Die Besprechung scheint zu Ende zu sein – und zum ersten Mal an diesem Tag kommt wieder Bewegung in das Geschehen. Helfer sind am Wal und bedecken ihn erneut mit den feuchten Tüchern zum Schutz seiner Haut.
Auch das schwimmende Ponton mit dem Bagger an Bord macht sich langsam auf den Weg zu Timmy.
18. April, 10.45 Uhr: Rettungsmaßnahmen verzögern sich erneut
Zwar sind die DLRG-Boote inzwischen auf dem Wasser. Doch ansonsten herrscht vor Ort Stillstand. Nach TAG24-Informationen verzögern sich die Rettungsmaßnahmen aufgrund einer aktuell laufenden Besprechung mit dem Helfer-Team und dem Umweltminister Till Backhaus (67, SPD).
Hintergründe der Besprechung sind nicht bekannt.
18. April, 10.20 Uhr: Schaulustige reisen teils Stunden für den Wal an
Wie schon an den vergangenen Tagen haben sich erneut mehrere Schaulustige im Hafen versammelt. Das Gebiet ist zwar für Autofahrer gesperrt, für Fußgänger jedoch weiterhin zugänglich. Einer von ihnen ist Ali T. (38) aus Hannover, der eigens für den Wal fünf Stunden angereist ist.
Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte er: "Ich habe das im Fernsehen gesehen, und ich finde das irgendwie spektakulär", so der 38-Jährige. "Mich fasziniert, dass der Wal eigentlich schon totgeglaubt wurde und dass sich jetzt doch noch etwas tut."
18. April, 9.30 Uhr: DLRG macht sich bereit
Im Livestream ist zu sehen, wie sich ein Team der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) an Land auf den Einsatz vorbereitet und seine sechs Boote startklar macht, die am Freitag im Hafen von Kirchdorf eingetroffen sind.
Die Besatzungen sollen Informationen vor Ort zufolge den Einsatz der Wal-Retter unterstützen und absichern.
18. April, 8.08 Uhr: 9 Tage bis zur Nordsee
Angaben vor Ort zufolge würde es im Erfolgsfall rund neun Tage dauern, den Wal überhaupt in die Nordsee zu geleiten.
18. April, 7.20 Uhr: Startet die Rettung heute?
Ob die Rettung am Samstag starten kann, hängt vom Zustand des Wals ab. Am Freitag reagierte Timmy zunächst heftig auf einen Taucher, beruhigte sich jedoch schnell wieder.
Geplant ist, den rund zwölf Tonnen schweren Buckelwal mithilfe einer Plane zwischen zwei Pontons Richtung Nordsee zu transportieren. Dafür soll er mit Luftkissen angehoben werden, nachdem zuvor Schlick entfernt wurde, und anschließend in einer freien Fläche zwischen den Pontons liegen.
Viele Fachleute sehen die Rettung kritisch und halten den Wal für zu geschwächt und orientierungslos. Die leitende Tierärztin der privaten Initiative um den Media-Markt-Gründer Walter Gunz (80), Janine Bahr-van Gemmert, sprach am Freitag von einer "reellen Chance" für Timmy: "Er spürt unsere Energie und dass wir ihm helfen wollen, davon bin ich überzeugt!“
Zudem wird am Samstag eine weitere Tierärztin aus Hawaii erwartet, die bereits für Freitag angekündigt war.
18. April, 7 Uhr: Fontänen am Morgen
Timmy hat eine weitere Nacht überstanden und zeigt sich am Morgen von Tag 19 in der Bucht vor der Insel Poel deutlich lebendig. Im Livestream ist zu sehen, wie er immer wieder Fontänen in die Luft bläst.
Erste Helfer sind bereits auf dem Wasser, halten jedoch noch Abstand.
17. April, 19.40 Uhr: Tag 26 neigt sich dem Ende
Es wird ruhiger um den Wal. Menschen sind bereits seit längerem nicht mehr im Wasser. Es werden nun offenbar die letzten Vorbereitungen getroffen, sodass am Samstag die Rettungsmaßnahmen fortgesetzt werden können. Auch die DLRG unterstützt die Rettungsaktion am Samstag mit Booten, die noch am Freitagabend eingetroffen sind.
17. April, 18.30 Uhr: Eigentlicher Rettungsversuch verzögert sich
Bei den Spülungen am Freitag handelte es sich um eine Probe, so der Chef des von einer privaten Initiative beauftragten Tauchunternehmens, Fred Babbel. Im nächsten Schritt solle alles auf Position gebracht werden und alles abendfest gemacht werden, sodass es am Samstagmorgen mit dem eigentlichen Rettungsversuch weitergehen kann.
Technisch gesehen sei der Plan, die Fläche freizuspülen, vor die später die Pontons gesetzt werden sollen. Diese sollen dann so angeordnet werden, dass innen eine Freifläche von sechs mal zwölf Metern entsteht. Darin werde sich der Wal dann aufhalten. Babbel habe den Eindruck, dass es dem Tier im Moment ganz gut gehe.
17. April, 18.20 Uhr: Experte kritisiert die Rettungsmaßnahmen scharf
Die aktuellen Rettungsmaßnahmen sieht Ritter kritisch. Er finde es "befremdlich", dass sich kurzerhand doch noch dazu entschieden wurde, dem Wal zu helfen. Auch, dass die Experten, die das Tier in den ersten Tagen kurz nach der Strandung begleiteten, nun nicht mehr informiert oder mit einbezogen werden, findet Ritter zweifelhaft.
Der Meeresbiologe hat die vermehrte Aktivität des Wals von heute beobachtet. "Meine Deutung wäre, dass er gestresst ist", so Ritter über die sich immer wieder bewegenden Seitenflossen. Demnach wisse der Buckelwal nicht, was die Menschen bei ihm im Wasser mit ihm vorhaben. Sowohl die Menschen als auch den Bagger würde der Wal hören und dadurch in Stress versetzt werden.
Auch hinsichtlich seiner Krankheit befürchte Ritter, dass die aktuellen Maßnahmen dem Tier nicht guttun würden. Dass Timmy tatsächlich bis zur Nordsee geschleppt werden soll, halte der Experte für unrealistisch. "Er ist alles andere als ein guter Kandidat dafür, so eine Maßnahme jetzt durchzuführen."
17. April, 18.03 Uhr: Meeresbiologe macht auch auf andere betroffene Wale aufmerksam
Nach knapp einer Stunde sind die Retter, die den Buckelwal mit einem Gerät von Sand und Schlick freigespült haben, vorerst wieder abgerückt. Auch die Laken auf dem Tier werden aktuell wieder entfernt.
Während sich am Vormittag einige Retter zu den Maßnahmen äußerten, nimmt nun Meeresbiologe Fabian Ritter aus Berlin Stellung. "Es ist eine Situation, die an Sonderlichkeit kaum zu überbieten ist", so der Experte im Gespräch mit NEWS5 kritisch.
Die Entscheidung der Experten zunächst festzulegen, dass dem Wal nicht mehr geholfen werden könne, hielt auch Richter für legitim. Er zeigt sich bestürzt über die darauf folgenden Reaktionen der vergangenen Tage, darunter kritische Kommentare bis hin zu Morddrohungen im Netz.
"Wir müssen schauen, dass das Wohl des Wals im Mittelpunkt steht und auch das dahinterliegende viel größere Problem des Beifangs von Meeressäugern", so Ritter. "Seitdem der Wal Ende März in Timmendorf gestrandet ist, sind bis zum heutigen Zeitpunkt viele tausend Wale und Delfine in ähnlicher Weise umgekommen."
17. April, 16.56 Uhr: Meeressäuger wird offenbar von Schlick befreit
Immer wieder ist zu sehen, dass Rettungskräfte direkt neben dem Wal ein Gerät unter Wasser halten. Offenbar handle es sich dabei um ein Gerät, dass den Schlick am Meeressäuger entfernen könne.
Das Freispülen hat damit offenbar begonnen. Wird der Sand und Schlick unter Timmy entfernt, kann schließlich Platz für die Luftkissen geschaffen werden, die den Wal anheben sollen.
17. April, 16.30 Uhr: Timmy zeigt jetzt auch seine Seitenflossen
Es scheint, als ob der Buckelwal immer aktiver wird. Während bislang nur die Fluke des Tiers zu sehen war, bewegt er nun auch deutlich sichtbar seine Flipper - also die Seitenflossen. Die Bewegung des Tier ist so heftig, dass selbst die Tücher auf dem Rücken des Wals teilweise verrutschen.
17. April, 16.10 Uhr: Buckelwal soll mit Salbe behandelt werden
Neben den Tüchern, die der Haut des Wals gut tun, soll Timmy nun auch mit einer Salbe behandelt werden. Diese soll Risse in der Haut minimieren. Dadurch soll auch ein später geplantes Anheben des Tiers so schonend wie möglich stattfinden können. Das Anheben werde vermutlich erst morgen erfolgen.
Zudem sei nach Angaben von NEWS5 auch ein Taucher im Wasser gewesen, der mit dem Wal kommuniziert hat. Dieser habe dazu Wal-Geräusche imitiert, woraufhin das Tier offenbar Reaktion zeigte.
17. April, 15.56 Uhr: Wal-Rettungsmaßnahme nur geduldet, nicht genehmigt
Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat sich mitten im Wal-Drama mit einer juristischen Erläuterung an die Öffentlichkeit gewandt. "Das Land hat keine Genehmigung für die Rettungsmaßnahme erteilt – und konnte eine solche auch nicht erteilen, da hierfür keine rechtliche Grundlage besteht", teilte Backhaus im Gespräch mit dpa mit.
Das vorgelegte Konzept der privaten Rettungsinitiative sei rechtlich als Anzeige einer Inobhutnahme zu bewerten. "Unsere Aufgabe war es daher, dieses zu prüfen und zu entscheiden, ob es untersagt werden muss oder geduldet werden kann", so der Politiker weiter.
"Entscheidend war die Frage, ob dem Tier durch die geplanten Maßnahmen unzumutbare zusätzliche Leiden entstehen." Das vorgelegte Konzept verfolge einen vorsichtigen Ansatz. Nach rechtlicher Prüfung sei deshalb entschieden worden, die Maßnahme zu dulden.
17. April, 15 Uhr: Timmy bewegt sich wieder
Aktuell sind keine Helfer mehr am Wal. Lediglich drei größere Laken liegen weiterhin auf dem Tier, um die Haut zu vor der Sonne zu schützen. Plötzlich ist erneut zu sehen, wie sich der Buckelwal bewegt! Zwar ist seine Schwanzflosse diesmal nicht in der Luft. Doch es ist zu erkennen, dass Timmy diese unter Wasser bewegt. Dadurch hat er einen kleinen Satz nach vorne gemacht.
Ein Schwimmbagger hatte den Hafen von Kirchdorf auf der Insel am Mittag verlassen und am frühen Nachmittag auf dem Meer in der Nähe des Meeressäugers Position bezogen. Ob tatsächlich noch heute mit dem Freispülen begonnen wird und die Luftkissen zum Einsatz kommen, ist nicht bekannt.
17. April, 13.45 Uhr: Mehrere Helfer wieder beim Wal
Aktuell sind wieder mehrere Helfer beim Wal im Einsatz. Der Ponton näherte sich zwischenzeitlich bis auf etwa 20 Meter Timmy, stoppte jedoch, als der Wal erneut seine Fluke aus dem Wasser hob.
17. April, 12.20 Uhr: Rettungsversuch verzögert sich
Was bereits vor Ort gemunkelt wurde, bestätigte Media-Markt-Gründer Walter Gunz, der zusammen mit der Unternehmerin Karin Walter-Mommert die erneute Rettungsaktion finanziert, jetzt gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Man sei "einen Tag hinten dran", da am ersten Einsatztag nicht alle geplanten Maßnahmen umgesetzt werden konnten.
Der ursprüngliche Zeitplan - Freispülen des Tieres am Donnerstag und Abtransport Richtung Atlantik am Freitag - ist damit nicht mehr haltbar.
Geplant sei weiterhin, den Wal auf einer Plane zwischen zwei Pontons zu transportieren. Dafür muss das Tier zunächst mit Luftkissen angehoben werden, nachdem zuvor Schlick unter ihm entfernt wurde. Anschließend sollen die Pontons von einem Schlepper ins offene Meer gezogen werden.
17. April, 12.09 Uhr: Weitere Details nicht bekannt gegeben
Wie genau es nun weitergeht, bleibt auch nach der Pressekonferenz unklar. Das Helferteam bat um Verständnis, dass derzeit nur eingeschränkt Informationen nach außen gegeben werden. Oberste Priorität habe es, die Maßnahmen vor Ort sorgfältig umzusetzen und die Einsatzkräfte zu schützen.
Zugleich betonten die Verantwortlichen, grundsätzlich transparent arbeiten zu wollen. Einblicke seien etwa über die Livestreams möglich, weitere Details sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.
17. April, 12 Uhr: Tierärztin kritisiert frühere Maßnahmen
Weiter betonte die Tierärztin, dass bestimmte Maßnahmen wie das Abdecken mit den nassen Tüchern "schon längst hätte passieren müssen […] schon von Anfang an". Diese Maßnahmen seien entscheidend, denn: "Diese Haut regeneriert sich wieder im Salzwasser." Weswegen man aktuell auch mit einer bestimmten Salzwasser-Mischung den Wal benetzte.
Trotz ungewissem Ausgang zeigt sich das Team vorsichtig optimistisch: "Wir wissen alle nicht, wie es ausgeht", aber man sei "momentan guter Hoffnung" und habe "nach bestem Wissen gehandelt für das Tier".
17. April, 11.50 Uhr: Tierärztin: "Das ist kein In-Ruhe-sterben-Lassen!"
Bei der Pressekonferenz betonte die leitende Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert, dass das Tierwohl oberste Priorität habe. Kritik, man verlängere das Leiden des Wals, weist sie zurück: "Das hier ist kein In-Ruhe-sterben-Lassen, wie immer behauptet wird, gerade bei all den Lärmeinflüssen."
Im Gegenteil, die Tierärztin spricht von einem "Gefängnis" für Timmy in der Bucht vor der Insel Poel. Zumal der Wal laut ihr weiterhin "eine reelle Chance" habe.
Davon habe sie sich selbst überzeugt. "Ich war gestern und heute beim Wal. Er spürt unsere Energie und dass wir ihm helfen wollen, davon bin ich überzeugt!"
17. April, 11.22 Uhr: Schwimmender Bagger macht sich auf den Weg zum Wal
Wie im Livestream zu sehen ist, legt der schwimmende Bagger ab.
Langsam bewegt sich die Plattform (Ponton) in Richtung Wal.
17. April, 11.19 Uhr: Statement von Helfern angekündigt
Für 11.30 Uhr wurde ein Statement von Seiten des Helfer-Teams angekündigt. Laut Pressesprecherin mit der leitenden Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert und der Rechtsanwältin Constanze von der Meden an.
17. April, 10.48 Uhr: Wal wird mit nassen Tüchern bedeckt
Die Taucher bedecken Timmy wieder mit nassen Tüchern, die seine Haut vor der Sonne schützen sollen. Derzeit bewegt er sich nicht.
17. April, 10.15 Uhr: Alles wieder ruhig
Nach den kurzen Schrecksekunden und dem Aufbäumen von Timmy hat sich die Lage vor Ort wieder beruhigt. Der Wal bewegt sich derzeit nicht mehr. Ein Reporter berichtet, dass er nun etwas weiter links in Richtung Fahrrinne liegt.
Es wird vermutet, ob das Tier möglicherweise durch die Nähe der Rettungskräfte verunsichert wurde, die sich mit einem Stand-up-Paddleboard sehr nah an ihn herangewagt hatten. Nachdem sich die Einsatzkräfte zunächst zurückgezogen hatten, nähern sich nun erneut drei Taucher auf einem Stand-up-Paddleboard dem Wal.
17. April, 9.43 Uhr: Timmy schwimmt ein Stück
Befreit der Wal sich doch noch selber? Timmy zeigt aktuell starke Bewegungen, schlägt mehrfach mit der Fluke und bläst Fontänen und kommt sogar ein Stück vorwärts! Die Helfer, die noch am Wal waren, nehmen Abstand und beobachten das Ganze.
17. April, 9.15 Uhr: Rettung doch erst Samstag?
Nach Informationen von vor Ort könnte sich die eigentliche Rettung nun doch bis Samstag verschieben. Das ursprünglich geplante Rettungskonzept sei noch einmal überarbeitet worden, konkrete Details dazu sind bislang nicht bekannt.
Als möglicher Grund für die Verzögerung werden weiterhin laufende bürokratische Verfahren genannt. So muss die aus Hawaii eingeflogene Tierärztin derzeit im Eilverfahren von den zuständigen Behörden in Mecklenburg-Vorpommern noch anerkannt werden.
17. April, 8.48 Uhr: Taucher auf dem Weg zu Timmy
Erste Aktivitäten bei Timmy: Wie schon am Donnerstag wird die stark mitgenommene Haut des Wals mit Tüchern vor der Sonne geschützt. Aktuell sind sechs Taucher bei ihm, die kontrollieren sollen, wie es dem Wal geht, wie im Livestream von "NEWS5" zu sehen ist.
Laut TAG24-Informationen soll der Wal "gut" auf die Helfer reagiert haben.
17. April, 8.15 Uhr: Umweltminister ist vor Ort
Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) ist am Hafen in Kirchdorf eingetroffen. "Wir sind zu der Überzeugung gekommen, dass es diese Chance gibt, dass dieses Projekt erfolgreich sein wird", sagte er in einem Statement vor Ort. Es gelte aber weiterhin, dass der Wal "ein schwer kranker Patient" sei.
Dennoch sei der Wal in "einem besseren Zustand als bisher erwartet". Der Umweltminister betonte auch noch mal, dass das Umweltministerium den erneuten Rettungsversuch "nur begleite". Die Verantwortung trage das Team rund um Karin Walter-Mommert und Walter Gunz, deren Rettungsversuch lediglich "geduldet" und nicht "genehmigt" worden sei.
17. April, 7 Uhr: Timmy soll heute gerettet werden
Nachdem am Donnerstag umfangreiche Vorbereitungen getroffen wurden - unter anderem brachten mehrere Lastwagen Material, darunter zwei Pontons in den Hafen von Kirchdorf -, soll am heutigen Freitag der erneute Rettungsversuch starten.
Geplant ist, den Wal mithilfe von Luftkissen anzuheben. Da der Wal seit mehr als zwei Wochen auf dem Meeresboden liegt, muss zunächst Sand unter ihm weggespült werden. Anschließend soll Timmy auf einer Plane zwischen zwei Pontons gelagert und von einem Schlepper in tiefere Gewässer gezogen werden - im Idealfall bis in den Atlantik.
Unterstützt werden soll die Aktion laut BILD-Informationen von einer spezialisierten Tierärztin aus Hawaii, die am Freitag eintreffen und den Einsatz begleiten soll. Dr. Jenna Wallace soll von den Initiatoren der neuen Rettungsaktion, Karin Walter-Mommert und Walter Gunz, angefragt worden sein.
16. April, 19.45 Uhr: Tücher vom Rücken des Wals entfernt
Die feuchten Tücher, die den Buckelwal kühlen und gleichzeitig vor der Sonneneinstrahlung schützen sollten, sind am Abend vom Rücken des Tieres entfernt worden.
Inzwischen halten sich auch keine Schwimmer mehr in seiner unmittelbaren Nähe auf.
16. April, 19 Uhr: Vorbereitungen im Hafen offenbar abgeschlossen
Die für den morgigen Rettungsversuch notwendigen Vorbereitungen im Hafen sind offenbar abgeschlossen worden. Die Pontons, mit deren Hilfe der Wal ins offene Meer gezogen werden soll, liegen bereit.
Am Freitag dürfte die Aktion damit beginnen, das Tier vom Schlick zu befreien. Anschließend soll der Wal mit einem Luftkissen angehoben und auf einer Plane zwischen den Pontons transportiert werden.
Entgegen der Ankündigung, dem Tier für den Rest des Tages Ruhe zu gönnen, befinden sich derzeit allerdings gleich sechs Mitglieder des Rettungsteams auf Stand-up-Paddeln in seiner unmittelbaren Nähe.
16. April, 18.26 Uhr: Wal soll bis morgen in Ruhe gelassen werden
Wie eine Sprecherin des Rettungsteams der Deutschen Presse-Agentur sagte, sollen die Maßnahmen vor Ort für heute unterbrochen und morgen fortgesetzt werden. Man wolle dem Wal Ruhe gönnen.
Aktuell ist allerdings noch ein Mitglied des Rettungsteams bei dem Tier im Wasser, wie im Livestream von NEWS5 zu sehen ist.
16. April, 17.43 Uhr: Erneut sind Schwimmer beim Wal
Wie schon mehrfach am heutigen Tag sind derzeit erneut mehrere Personen in unmittelbarer Nähe des Wals im Wasser.
Die Mitglieder des Rettungsteams versuchen, eine Verbindung zu dem Tier aufzubauen und es vor der Sonneneinstrahlung zu schützen - mithilfe von feuchten Tüchern und viel Wasser soll die Haut gekühlt werden.
16. April, 17.01 Uhr: Wal soll positiv auf Schwimmer reagiert haben
Jens Schwarck-Köhnke, Mitglied des Rettungsteams, erklärte vor Ort gegenüber NEWS5, dass der Wal positiv auf die Besucher im Wasser reagiert habe. Zwar seien seine bereits bekannten Verletzungen sichtbar, das Blasrohr sei aber nicht entzündet.
Der Sprecher bestätigte, dass die Tücher, die auf der Oberseite des Wals abgelegt wurden, der Kühlung und Befeuchtung dienten.
Zum weiteren Ablauf sagte Schwarck-Köhnke, dass man nicht mehr im ursprünglichen Zeitplan liege. Die Maßnahmen müssten im weiteren Verlauf auch immer auf das Verhalten und die Reaktionen des Wals abgestimmt werden.
16. April, 16.44 Uhr: Nabu-Experte glaubt nicht an erfolgreiche Rettung
Kim Detloff, Leiter der Abteilung Meeresschutz beim Naturschutzbund Deutschland (Nabu), glaubt nicht an eine erfolgreiche Rettung des Wals. Von der geplanten Aktion zeigt er sich überrascht.
"Ich hoffe, dass der Ehrgeiz einer Rettungsaktion nicht über dem Wohl des Tieres liegt", unterstrich er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Im Zweifel müssten die Beteiligten auch den Mut haben, die Aktion abzubrechen.
Dass das Tier nach so langer Zeit immer noch am Leben sei, sei nicht zu erwarten gewesen. "Wir müssen mit Indizien arbeiten, und da sind Prognosen einfach sehr schwierig", räumte Detloff ein.
16. April, 16.12 Uhr: Eigentlicher Rettungsversuch erst am Freitag
Was sich bereits abgezeichnet hatte, steht nun fest: Der eigentliche Rettungsversuch soll erst am morgigen Freitag durchgeführt werden.
Die Vorbereitungen laufen zwar bereits auf Hochtouren, die Luftkissen und Pontons werden aber am Donnerstag noch nicht am Wal zum Einsatz kommen.
16. April, 16.04 Uhr: Im Hafen herrscht Hochbetrieb
Während der Buckelwal laufend von einem Schwimmer des Rettungsteams mit Wasser benetzt und beäugt wird, herrscht im Hafen in Poel Hochbetrieb.
Mehrere Arbeiter sind derzeit dabei, das für die Rettung nötige Equipment vorzubereiten und teilweise schon ins Wasser zu lassen.
Gut für den Wal, schlecht für die Arbeiter: Aktuell gibt es einen Wolkenbruch über der Insel Poel, es schüttet wie aus Eimern.
16. April, 15.21 Uhr: Die Hintergründe zum tollkühnen Rettungsversuch
Der aktuelle Rettungsversuch ist vermutlich die letzte Chance für den gestrandeten Buckelwal. Mithilfe von Luftkissen und Pontons soll ihm zur Freiheit verholfen werden.
Alle Details zu dem Versuch, den Hintergründen und den Initiatoren lest Ihr im Artikel: "Waghalsige Rettung: Wal soll lebend in Freiheit gelangen".
16. April, 15.04 Uhr: Buckelwal bekommt regelmäßig Besuch
Immer wieder sind Beteiligte aus dem Rettungsteam beim Buckelwal. Sie benetzen seine stark beanspruchte Haut mit Wasser.
Zudem legten sie mehrere Tücher auf das Tier.
16. April, 14.39 Uhr: Meeresbiologe hält Versuch für vielversprechend
Der Meeresbiologe Boris Culik schätzt den aktuellen Rettungsversuch als sehr vielversprechend ein. "Also, man kann ihn damit auf jeden Fall aufschwimmen", erklärte er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
Fraglich bleibe allerdings, ob der Wal die Maßnahmen tatsächlich überlebe. Hauptproblem sei das Netz, das sich mutmaßlich noch im Maul des Tieres befindet.
"Wenn man ihn nicht davon befreit, wie soll er sich dann ernähren und wieder zu Kräften kommen? Dann ist es letztlich der Abtransport eines sterbenden Tieres in andere Gewässer", verdeutlichte Culik.
16. April, 13.40 Uhr: Schwere Gerätschaften treffen im Hafen ein
Für wenige Minuten waren erneut zwei Experten mit nur einem Stand-up-Paddel beim Wal im Wasser. Und auch im Hafen tut sich etwas! Insgesamt drei LKWs und ein Kran sind angekommen.
Die Plane für den Transport des Buckelwals soll dort nämlich vorbereitet und auch zu Wasser gelassen werden.
16. April, 13.10 Uhr: Experten haben das Wasser wieder verlassen
Nach rund 45 Minuten im Wasser sind die Taucher nicht mehr in der Nähe des Wals. Was bleibt, ist ein kleines Tuch, das nun auf dem Rücken des Tieres in der Nähe seines Kopfes platziert ist.
Hin und wieder bewege er die Flossen, atme regelmäßig und kommuniziere auch durch Rufe. "Ich habe immer gesagt, ich werde diesen Wal bis zum Ende begleiten, in die Freiheit fürs Leben oder auch andersrum. Und dazu stehe ich", merkt Umweltminister Backhaus an.
16. April, 12.41 Uhr: Taucher benetzen "Timmy" weiter mit Wasser
Noch immer sind die Taucher direkt neben dem Wal und benetzen das Tier per Hand mit Wasser. Auch die Sprinkleranlage besprüht "Timmy" zusätzlich mit Wasser. Zudem wurde ein kleines Tuch auf den Wal gelegt. Die Hintergründe dazu sind bisher noch nicht ganz klar.
16. April, 12.14 Uhr: Erste Personen im Wasser
Es geht los: Sechs Personen befinden sich nun mit zwei Stand-up-Paddeln im Wasser direkt neben dem Wal.
Was geplant ist: Taucher sollen sich einen Überblick verschaffen. Außerdem soll noch heute damit begonnen werden, die Brustflossen freizuspülen. Ob diese Maßnahme jetzt direkt passiert, ist jedoch noch nicht ganz klar.
Immer wieder geben die Taucher Wasser auf den Rücken des Tieres. Es sind die ersten Annäherungsversuche des Rettungs-Teams.
16. April, 12 Uhr: Greenpeace unterstützt Rettungsaktion nicht
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace beteiligt sich nicht an der geplanten Rettungsaktion für den Buckelwal. "Nach allen uns vorliegenden Informationen ist dieser Wal krank und stark geschwächt", so die aktuelle Einordnung von Daniela von Schaper, Meeres-Expertin von Greenpeace, auf Nachfrage von TAG24.
"Laut wissenschaftlichen Gutachten des Deutschen Meeresmuseums und des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung sind die Erfolgsaussichten des Tieres bei einer Lebendbergung sehr gering und gehen mit einem hohen Verletzungsrisiko einher."
Von einer Lebendbergung sollte daher nach Auffassung von von Schaper abgesehen werden. Zuvor hatte sich Greenpeace über mehrere Tage an den Rettungsversuchen beteiligt. Jetzt wolle sich die Organisation darauf konzentrieren, den Schutz der Meere voranzubringen.
16. April, 11.41 Uhr: Rettungsteam ist vor Ort
Derzeit bereitet sich das Rettungs-Team ganz in der Nähe des Wals am Ufer vor - darunter auch der technische Leiter der Aktion. Die Vorbereitungen sollen noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis es letztendlich raus aufs Wasser geht.
16. April, 10.52 Uhr: Polizeischiff in der Nähe des Wals
Wie zuvor bereits angekündigt, wird auch die Polizei die Maßnahmen begleiten. Dazu ist nun das Polizeischiff "Uecker" aufs Wasser ausgerückt, das sich aktuell in der Nähe des Wals befindet.
Der Wal wird weiterhin mit Wasser benetzt. Taucher machen sich am Ufer bereit und ziehen ihre Neoprenanzüge an.
16. April, 10.06 Uhr: Backhaus erwartet weitere Wal-Strandungen
Umweltminister Backhaus geht von weiteren künftigen Wal-Strandungen an deutschen Küsten aus. "Der nächste Wal kommt bestimmt", erklärte er noch vor Beginn der Rettungsaktion am Donnerstag. Er verwies auf einen Beluga-Wal, der vor Flensburg gesichtet worden sei. "Das heißt, wir werden uns mit dem Thema weiter auseinandersetzen müssen."
Für den Umgang mit künftigen Strandungen forderte Backhaus eine überregionale Koordination. Dafür gebe es mit dem Havariekommando, das vom Bund und den Küstenländern für Schiffsunglücke gebildet wurde, eine geeignete Einheit.
16. April, 9.40 Uhr: Bislang keine Personen im Wasser
Die anfängliche Besprechung zwischen den Beteiligten auf der Insel Poel ist abgeschlossen. Dennoch sind bislang keine Maßnahmen im Wasser erkennbar. Die Aktion verzögert sich weiter.
Geplant war, dass ähnlich wie am Tag zuvor zunächst ein Taucher in die Ostsee steigt, um sich dem Tier vorsichtig zu nähern und zu beruhigen.
16. April, 8.35 Uhr: Umweltminister vor Ort eingetroffen
Umweltminister Till Backhaus (SPD) ist eingetroffen. Dieser hatte die weiteren geplanten Maßnahmen am Mittwoch in einer Pressekonferenz verkündet. Der Politiker hat große Hoffnung, dass die Rettung gelingt. Die Verantwortung für die Aktion liege allerdings komplett bei den Initiatoren, auch finanziell.
Die Besprechung mit allen Beteiligten ist nun abgeschlossen. "Wir werden alle Maßnahmen genau überwachen", so Backhaus im Gespräch mit NEWS5. "Wir haben gestern entschieden, dass wir die Aktion dulden. Auch im Sinne des Tierwohls. Jetzt warten wir auf die weiteren Maßnahmen."
Auch an Tag 17 vor der Insel Poel lebt das Tier weiter. "Deswegen glauben wir, dass er eine Chance hat. Und diese Chance wollen wir nutzen", so der Politiker. Der Gesundheitszustand des Tiers habe sich nicht verändert. Er atmet alle zwei bis fünf Minuten.
16. April, 8.05 Uhr: Auch internationale Verstärkung soll eintreffen
Nachdem der Start für die Rettungsaktion eigentlich für 6 Uhr geplant war, gibt es bislang noch immer keine bedeutenden Entwicklungen vor Ort.
Neben Experten aus Deutschland sollen auch internationale Profis eingeflogen sein, um den Prozess zu begleiten.
16. April, 6.50 Uhr: Erste Besprechungen gestartet
Es geht los! Die ersten Maßnahmen für die Vorbereitung der Rettungsaktion am Donnerstag werden getroffen. So sind unter anderem bereits einige Einsatzkräfte der Polizei vor Ort, die das Vorhaben begleiten.
Auch Besprechungen zum weiteren Vorgehen der Beteiligten vor Ort laufen. Am Mittwoch war zur Vorbereitung bereits ein Taucher im Wasser, um den Zustand des Buckelwals zu überprüfen.
Am heutigen Donnerstag sollen jedoch nur erste Maßnahmen zur Rettung vollzogen werden. Das eigentliche Anheben des Tiers soll offenbar frühestens am Freitag erfolgen. Ziel ist es, den Ozeanriesen aus dem Gebiet vor der Insel Poel herauszuführen und ihn schließlich in der Nordsee oder besser noch dem Atlantik freizulassen.
16. April, 6.34 Uhr: "Timmy" hat eine weitere Nacht überstanden
Während der Beginn der Rettungsaktion noch immer auf sich warten lässt, ist eine Sache jedoch klar: Der Buckelwal lebt weiterhin! Immer wieder ist zu sehen, wie das Tier kleine Fontänen ausstößt.
16. April, 6.09 Uhr: Geplante Rettungsaktion verzögert sich
Am Mittwoch hatte Umweltminister Till Backhaus (SPD) erklärt, dass die angekündigte und teils bereits vorbereitete Rettungsmaßnahme am Donnerstag ab 6 Uhr starten soll. Bislang haben die Maßnahmen allerdings nicht begonnen.
Zuständige Experten waren am Morgen für TAG24 bislang ebenfalls noch nicht zu erreichen. Auch im Livestream von NEWS5 sind keine Retter zu erkennen. Alles deutet darauf hin, dass sich der Beginn der Aktion noch etwas verzögert.
Umgesetzt werden soll das Konzept von einer privaten Initiative, die für die Aktion laut Umweltministerium die Verantwortung trägt. Dazu sollen Luftkissen unter das Tier gebracht werden, um es schonend anzuheben. Dabei soll Schlick unter dem Wal weggespült werden. Dieser solle dann auf einer Plane zwischen zwei Pontons gelagert und transportiert werden.
15. April, 20.32 Uhr: Gunz spricht von "Operation am offenen Herzen"
MediaMarkt-Mitgründer Walter Grunz sprach im Interview mit NEWS5 von dem sorgfältig ausgearbeiteten Plan und dem fachlich starken Team der privaten Rettungsinitiative.
Gleichzeitig verglich er die aktuelle Situation mit einer "Operation am offenen Herzen".Seiner Meinung nach sei es entscheidend, dass dem Tier möglichst nichts geschehe, auch wenn der Ausgang offen bleibe.
Laut Gunz habe man nun "alle Voraussetzungen geschafft" und er blicke hoffnungsvoll auf den nächsten Tag. Doch er warnte auch davor, nicht zu euphorisch zu werden, da Leben und Tod weiter nicht in menschlicher Hand liegen würden.
15. April, 17.57 Uhr: MediaMarkt-Gründer meint Rettungsversuch werde "schon nicht hundert Millionen kosten"
Zu den erwarteten Kosten der Aktion, die Gunz und die Unternehmerin Karin Walter-Mommert übernehmen, gab der MediaMarkt-Gründer an, die Dimension nicht abschätzen zu können.
Das Ganze werde "schon nicht hundert Millionen kosten", sagte er. "Die Leute denken immer zu viel an Geld. Man darf sich da nicht verkrampfen. Geld ist eine Energie und man muss sorgfältig damit umgehen." Geld, Kraft und Energie müsse man für das Richtige und Gute einsetzen.
Er selbst sei von Bekannten gefragt worden, ob man für den Wal nicht etwas tun könne, erzählt Gunz. "Dann bin ich plötzlich als der Retter der Nation erschienen, obwohl ich vom Typ her eigentlich überhaupt kein Held bin."
Der Unternehmer betonte, es sei nicht garantiert, dass der Versuch gelinge – zumal der Wal gesundheitlich angeschlagen sei und es unklar sei, ob man ihn ausreichend aktivieren könne. "Wenn Sie 14 Tage im Krankenhaus liegen, können Sie auch nicht losrennen", so Gunz.
15. April, 17.30 Uhr: Wal-Retter Gunz: "Mehr als einmal sterben kann er ja nicht"
MediaMarkt-Gründer Walter Gunz hat mit seinen Mitstreitern überraschend grünes Licht für einen privat finanzierten Rettungsversuch des in der Ostsee gestrandeten Wals bekommen – und zeigt sich kämpferisch.
"Mehr als einmal sterben kann er ja nicht", sagte Gunz der Deutschen Presse-Agentur. Ohne die Aktion werde Wal Timmy in jedem Fall sterben. "Wenn man was versucht, dann hat man zumindest die Chance, dass man ihn rettet."
Zuvor waren Pläne für Rettungsaktionen abgelehnt worden, weil sie Fachleuten zufolge noch mehr Stress und Leid für den Wal bedeutet hätten. Die Experten empfahlen, den Wal in Ruhe sterben zu lassen. Gunz ist der Ansicht, mit einem "großartigen Team" samt Wal-Spezialisten das Risiko für Stress und Leid ausgeräumt zu haben.
Organisationen wie Greenpeace oder das Deutsche Meeresmuseum gaben nach der Erlaubnis der Aktion an, nicht in die Vorbereitungen eingebunden worden zu sein.
15. April, 17.25 Uhr: Meeresmuseum wurde nicht in Wal-Rettungspläne einbezogen
Das Deutsche Meeresmuseum war nach eigenen Angaben nicht in das neue Konzept zur Rettung des vor der Ostsee-Insel Poel gestrandeten Wals eingebunden.
"Das Deutsche Meeresmuseum teilt mit, dass es nicht in die Vorbereitungen der aktuell geplanten Lebendbergung des Buckelwals vor Poel einbezogen wurde", hieß es in einem Statement des in der Hansestadt Stralsund beheimateten Museums.
Auch das gesamte Konzept liege dem Museum nicht vor. "Die Fachleute erfuhren davon aus der Pressekonferenz", teilte die Einrichtung nach dem Auftritt von Till Backhaus vor der Presse am Nachmittag mit.
"Eine neue Lagebewertung gibt es seitens der Stiftung Deutsches Meeresmuseum nicht", hieß es in der Mitteilung.
15. April, 16.14 Uhr: Donnerstag beginnt die erste Phase der Rettung
Der Minister verdeutlichte zudem, dass das Unternehmer-Duo die Rettungsaktion selbst finanziere.
Dabei gehe alles relativ schnell: Schon am Donnerstag ab 6 Uhr soll die erste Phase beginnen. Diese beinhaltet vorsichtiges Spülen, um den Schlick unter dem Wal wegzuspülen. Zusätzlich sollen die ersten Luftkissen unter das Tier eingebaut werden, um es schonend anzuheben.
Am Freitag soll, wenn alles gut läuft, schon der Transportversuch des Wals starten. Ziel ist es, den Ozeanriesen aus dem Gebiet herauszuführen und ihn schließlich in der Nordsee oder besser noch dem Atlantik freizulassen.
Geplant und finanziert wird das Vorhaben den Angaben zufolge den Unternehmern Karin Walter-Mommert und Walter Gunz.
15. April, 15.46 Uhr: Die ersten Rettungsmaßnahmen haben schon begonnen
Der Zeitplan ist kurzfristig: Die ersten vorbereitenden Maßnahmen haben bereits begonnen. Um 17.30 Uhr sollen die Tauchgänge für den heutigen Tag beendet sein.
Die private Rettungsinitiative schicke zunächst Taucher ins Wasser, die Kontakt zu dem Tier aufnehmen und es beruhigen sollen. "Tierwohlstützende und leidlindernde Maßnahmen" sind demnach vorgesehen, so der Minister. Auch der Untergrund soll dabei untersucht werden.
Außerdem bat der Umweltminister um Verständnis, die zuständigen Leute in Ruhe zu lassen, damit sie arbeiten können. Es sollen regelmäßige Informationen zum Zustand des Wals veröffentlicht werden.
Der Wal sei die ganze Zeit über beobachtet worden: "Der Wal zeigt, dass noch Leben in ihm drinsteckt. Der Beweis, dass Wissenschaft sich auch mal irren kann", so der Minister.
Zwar habe der Wal schwere Schäden davongetragen, aber die Hoffnung bleibe, dass das Tier zurück in seinen Lebensraum kommt.
15. April, 15.35: Umliegende Länder sollen über Rettungsversuch informiert werden
Wenn das Prozedere beginnt, würden auch die umliegenden Länder Bescheid bekommen: Schleswig-Holstein, Dänemark, Norwegen - der Minister wird die entsprechenden Einrichtungen informieren.
Seit 12 Uhr sei das Konzept bestätigt. Die eigenen Experten vom Umweltministerium und vom ITAW haben das Konzept bewertet.
Die komplette Verantwortung liegt nun bei der Privatinitiative, stellte der Minister klar. Bei der Rettungsaktion sollen sowohl Meeresbiologen, Veterinärmediziner als auch technische Experten mit an Bord sein.
Backhaus kenne solch ein System bislang noch nicht und natürlich sei auch immer eine gewisse Unsicherheit dabei, so der Minister.
15. April, 15.26 Uhr: Schlepper sollen den Ozeanriesen bis in die Nordsee bringen
Mit Pontons und Luftkissen sowie einer Plane unter dem Buckelwal soll der Meeressäuger möglichst schonend geführt werden.
Außerdem soll dem Wal bei dieser Methode genügend Wasser zur Verfügung stehen. Die Pontons sollen in ausreichendem Abstand von Schleppern gezogen werden, sodass die Geräusche das Tier nicht stressen.
Genauere Details zur Rettungsmethode sollen in den nächsten Stunden veröffentlicht werden.
Er soll bis mindestens in die Nordsee geführt werden. Das Ziel sei, den Wal bis hin in den Atlantik zu begleiten.
15. April, 15.16 Uhr: So sieht der neue Rettungsversuch der Privatinitiative aus
Es soll bei der Rettung mit Luftkissen gearbeitet werden. Das Umweltministerium ist nicht mehr selbst dafür verantwortlich, was mit dem Wal passiert. Die Privatinitiative trägt die alleinige Verantwortung, stellte Backhaus klar.
"Das Kriterium erfüllt das Konzept der mildesten geeigneten Mittel und ist mit den wenigsten Eingriffen verbunden", so der Minister.
Die Rettungsaktion soll den Wal vorsichtig in tieferes Wasser bringen. Vorne am Kopf soll der Wal unterspült werden und dann würde er mithilfe einer Plane zwischen zwei Pontons befördert werden. Diese Methode soll vor allem sehr schonend und auch möglichst ruhig sein.
15. April, 15.10 Uhr: Umweltministerium gibt Verantwortung ab
Eine Privatinitiative möchte den gestrandeten Wal vor der Insel Poel in seine Obhut nehmen, um den Ozeanriesen zu retten. In einer Pressekonferenz nimmt Umweltminister Till Backhaus Stellung dazu.
"Es tritt eine Situation ein, über die ich ziemlich glücklich bin", so Backhaus. Seit gestern Abend liege ein Konzept vor, dass vom Umweltministerium und verschiedenen Experten geprüft wurde.
Mit der rechtlichen Situation sei es vereinbar, dass das Tier in Obhut genommen und gepflegt werden können. "Wir nehmen alle wahr, dass der Wal nach wie vor aktiv ist." Allerdings sei das Tier trotzdem schwer krank.
Ziel ist es in dem Konzept, dass der Wal sehr schnell geborgen werde und bis in die Nordsee und in den Atlantik begleitet werden soll. "Eine Lebendbergung hat es in Mecklenburg-Vorpommern bis jetzt noch nicht gegeben", erklärte der Minister.
15. April, 13.09 Uhr: Ausflugsschiff in der Nähe des Tiers von Polizei begleitet
Die Polizei hält Menschen weiter auf Abstand - sowohl an Land als auch auf dem Wasser. Nachdem eine Frau in der Nähe des Buckelwals am Wochenende von der Wasserschutzpolizei aus dem Wasser geholt wurde, begleiten Beamte derzeit ein in dem Bereich fahrendes Ausflugsschiff teilweise per Schlauchboot.
Auch die Einschätzung von Experten, die derzeit keine Rettungsmaßnahmen planen, sorgt weiterhin für Zorn. Wie ein Polizeisprecher erklärte, seien bereits weitere Proteste angekündigt - nicht nur auf Poel. Zuletzt waren Demo-Teilnehmende an Land in einen Sperrbereich eingedrungen.
15. April, 10.06 Uhr: "Timmy" wird mit Wasser benetzt
Ein kleiner Teil des Wals ragt wie an den Tagen zuvor ein Stück aus dem Ostsee-Wasser heraus.
Um seine Haut vor der Sonneneinstrahlung zu schützen und zu kühlen, wird der Buckelwal auch heute wieder mit Wasser von der Feuerwehr benetzt.
15. April, 6.50 Uhr: Buckelwal hat weitere Nacht überstanden
23 Tage ist es nun her, dass der Buckelwal auf einer Sandbank vor Niendorf strandete. Der Ozeanriese sitzt seit dem 31. März in der Kirchsee vor der Insel Poel fest. Auch am heutigen Mittwoch lebt das Tier noch immer und hat damit eine weitere Nacht überstanden.
Im Livestream von NEWS5 sind hin und wieder Fontänen über dem Wal zu erkennen.
14. April, 16.47 Uhr: Nach Sturm von Demonstranten - Absperrzaun wird verstärkt
Am Dienstagnachmittag verstärkten Behörden den Zaun, der den Bereich um den Buckelwal herum absperrt.
Unter anderem wurden dafür mehrere mit Wasser gefüllte Behälter zum Zaun transportiert, berichtete NEWS5.
Dadurch soll das Eindringen auf das abgesperrte Gelände erschwert werden. Zusätzlich brachten Einsatzkräfte einen Sichtschutz an den Zaun an.
14. April, 15.15 Uhr: Umweltminister warnt vor falschen Spendenaufrufen
Momentan kursieren in den sozialen Medien nach Angaben des Umweltministeriums Falschinformationen und Spendenaufrufe zu dem gestrandeten Wal.
"Diese Inhalte sind irreführend und missbrauchen die aktuelle Situation rund um den gestrandeten Wal", kritisierte Umweltminister Till Backhaus.
Bei den Aufrufen handle es sich nicht um offizielle Maßnahmen oder genehmigte Spendenaktionen. Die Beiträge seien emotional aufgeladen und würden die Betroffenheit über den gestrandeten Wal ausnutzen.
Der Umweltminister stellte klar, dass es keine Spendenkampagne des Umweltministeriums gebe und dass verdächtige Inhalte sofort der Polizei gemeldet werden sollten.
Außerdem seien im Internet manipulierte Dokumente, gefälschte Unterschriften sowie KI-generierte Videos, in denen Falschinformationen über die Rettung des Wals behauptet werden, im Umlauf.
14. April, 12.36 Uhr: PixelHelper zieht Antrag auf Rettungsversuch zurück
Das kommt unerwartet: Die Tierrechtsorganisation PixelHelper hat ihren Eilantrag auf einen Rettungsversuch des gestrandeten Wals zurückgezogen. Das teilten die Verantwortlichen bei Instagram mit.
Das Tier sei zum "Gegenstand politischer Instrumentalisierung geworden". Diese Entwicklung stehe im klaren Widerspruch eines "humanitären und tierethischen Handelns", das sich die Organisation auf die Fahne geschrieben habe. Deshalb habe man den Eilantrag zurückgezogen.
"Die Rettung von Tieren in Not darf niemals Bühne für politische Narrative sein.Wir stehen künftig für eine strikt unabhängige, schnelle und ausschließlich am Tierwohl orientierte Hilfe frei von ideologischen Interessen", schrieben die Verantwortlichen.
PixelHelper war am Montagvormittag mit einem Amphibienfahrzeug vor Ort aufgetaucht, später kam ein Tieflader samt Baggerschiff dazu. Ohne offizielle Erlaubnis durften die Beteiligten allerdings nicht tätig werden.
14. April, 8.38 Uhr: So geht es mit "Timmy" am Dienstag weiter
Der gestrandete Buckelwal "Timmy" hat die Nacht schadlos überstanden. "Die Lage ist unverändert. Die Streifen konnten in der Nacht nicht feststellen, ob der Wal noch atmet. Aber über den Stream sieht man, dass er noch atmet", erklärte ein Sprecher des Umweltministeriums am Dienstagmorgen.
Im Laufe des Tages soll es verschiedene Runden und Lagebesprechungen geben. Details nannte der Sprecher dazu nicht. Seit einigen Tagen planen aber private Initiativen die Rettung des Wales, bislang scheiterten sie aber vor dem Schweriner Verwaltungsgericht. Drei Eilverfahren sind allerdings noch offen.
Nachdem Demonstranten am Montagabend versucht hatten, zu dem Wal vorzudringen, war es in der Nacht zu keinen weiteren Versuchen gekommen. "Danach ist über Nacht alles ruhig geblieben", sagte der Sprecher.
13. April, 21 Uhr: Demonstranten dringen in Sperrbereich ein
Am Montag kam es im Umfeld des gestrandeten Wals erneut zu einem Zwischenfall.
Laut des Umweltministeriums seien etwa zehn Demonstranten durch eine Absperrung gebrochen und in einen Sperrbereich eingedrungen. Sie wurden von der Polizei zurückgedrängt, wie ein Sprecher erklärte.
Bereits in den vergangenen Tagen waren die Absperrungen mehrfach durchbrochen worden.
13. April, 19.31 Uhr: Umweltminister wehrt sich gegen Vorwürfe
In einer Mitteilung erklärte Umweltminister Backhaus, dass sich die Atmung des Tieres verändert habe. "Inzwischen gehen unsere wissenschaftlichen Berater davon aus, dass sich Wasser in der Lunge des Wals sammelt. Dies wäre dann ein Hinweis, dass seine Organe schwer geschädigt sind. Dies mitansehen zu müssen, fällt allen Beteiligten schwer."
Der Politiker wehrte sich darüber hinaus gegen "wüste Verschwörungstheorien und Falschdarstellungen", wie er er bezeichnete. So sei es zum Beispiel nicht richtig, dass das Land verpflichtet sei, alles zu tun, um den Wal zu retten.
Zwar sei der Staat zum Schutz der Tiere verpflichtet, dies begründe jedoch "keine konkrete Handlungspflicht im Einzelfall". Auch aus Tierschutz- und Artenschutzgründen gebe es diese Handlungspflicht bei Wildtieren in der Wildnis nicht.
Ebenfalls falsch sei der Vorwurf, man verstoße gegen den Tierschutz, wenn nichts unternommen werde. Vielmehr sei es verboten, einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen. Ein Eingreifen sei demnach nur zulässig, wenn es dem Tier tatsächlich helfe. Maßnahmen ohne Erfolgsaussicht seien rechtswidrig, so Backhaus.
13. April, 17.24 Uhr: Polizei begleitet Fähre zur Überwachung mit Boot
Eine Reaktion auf die Vorkommnisse der vergangenen Tage: Nachdem zuletzt mehrere Personen ins Wasser gesprungen waren und zum Wal schwimmen wollten, schaut die Polizei nun ganz genau hin.
Wie Claus Tantzen, Sprecher des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommerns, gegenüber TAG24 bestätigte, wird die Fähre zwischen Wismar und Poel nun von einem Boot der Wasserschutzpolizei begleitet.
So soll überwacht und gegebenenfalls verhindert werden, dass weitere Personen von Bord der Fähre springen und zum Tier gelangen.
13. April, 12.40 Uhr: Tierrechtsorganisation mit Amphibienfahrzeug eingetroffen
Wird es noch einen Rettungsversuch für den gestrandeten Buckelwal geben? Die Tierrechtsorganisation PixelHelper ist am Montagvormittag mit einem Amphibienfahrzeug eingetroffen.
"In den nächsten vier bis fünf Stunden trifft zusätzlich der Tieflader mit dem Baggerschiff ein und wird sich ebenfalls hier positionieren", heißt es auf dem Instagram-Account der Organisation.
Das Team sei bereit, sofort loszulegen, wenn es grünes Licht bekomme. "Alles steht. Alles ist vorbereitet. Jetzt entscheidet das Gericht, ob wir helfen dürfen", schreiben die Aktivisten.
Das Fahrzeug wurde bereits bei der ersten Rettung vor Niendorf genutzt und wurde von der Organisation nun beim Ökologischen Gewässerdienst Wandhoff gebucht. Geschäftsführer Hannes Wandhoff verriet im Gespräch mit TAG24 allerdings, dass es noch keine konkreten Pläne gäbe.
"Die haben die Hoffnung, dass der Wal dort gerettet werden darf und wollten dann auf Nummer sicher gehen und schon mal Fahrzeuge und dergleichen da stehen haben. Ich glaube nicht, dass das zustande kommt. Aber gut, wir werden es sehen", so Wandhoff.
13. April, 9 Uhr: Wal hat eine weitere Nacht überstanden
Auch am Morgen von Tag 22 seit der Strandung vor Niendorf ist der Buckelwal noch am Leben. Wie Claus Tantzen, Sprecher des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommerns gegenüber TAG24 bestätigte, sei die Lage unverändert.
Der Ozeanriese sitzt seit dem 31. März in der Kirchsee vor der Insel Poel fest.
12. April, 19.06 Uhr: Frau behauptet, Wal liege nicht im Sterben
Nach ihrer versuchten Kontaktaufnahme mit dem Wal sprach die Schwimmerin vor Ort über ihre Beweggründe.
Sie habe für "mediale Aufmerksamkeit" sorgen wollen, damit das Tier nicht einfach vergessen werde, erklärte die Frau, die laut eigener Aussage Nicola heiße und eigentlich Eisbachsurferin in München sei.
Nach ihrer Einschätzung sei der Wal "topfit" und es stimme nicht, dass er im Sterben liege, behauptete die Frau. Das Tier habe auf ihre Annäherung reagiert und sich "gefreut", urteilte sie zudem.
Den Verantwortlichen warf sie vor, "kein Mitleid, Herz und Empathie" zu haben.
12. April, 18.11 Uhr: Frau will zum gestrandeten Wal schwimmen
Wie schon am Samstag gab es auch am Sonntag einen kleinen Zwischenfall: Eine Frau soll im Neoprenanzug ins Wasser gestiegen sein, um offenbar zum gestrandeten Wal zu schwimmen. Das berichtet NEWS5.
Mit einem Polizeiboot seien Einsatzkräfte daraufhin zu der Frau gefahren, um sie aufzuhalten. Sie sei schließlich an Bord geklettert und zurück an Land gebracht worden.
12. April, 13.35 Uhr: Weiterer Protest in Kirchdorf
Auch am Sonntag sollte von 12 bis 16 Uhr wieder eine Versammlung am Hafen in Kirchdorf stattfinden.
Gegen Mittag seien 80 Menschen vor Ort gewesen, wie die Polizei mitteilte.
12. April, 13.25 Uhr: Erneuter Rettungsversuch scheiterte
Auf einen spontanen Mobilisierungsversuch am Samstag, bei dem unter Wasser die eigenen Walgesänge des Tiers abgespielt wurden, habe der Buckelwal nicht reagiert.
Der Versuch, den Wal so zu ermutigen, sich selbst zu befreien, sei zuvor mit dem deutschen Meeresmuseum abgestimmt worden.
Die letzten Rettungsversuche wurden am 1. April aufgrund des Gesundheitszustandes des Tiers eingestellt, um den Wal in Frieden gehen zu lassen, wie Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) mitteilte.
Man habe sich jedoch aufgrund der starken Walgesänge in den Nächten zuvor am Samstag für einen erneuten Versuch entschieden.
12. April, 13.15 Uhr: Gestrandeter Buckelwal atmet schwächer
Der vor der Insel Poel gestrandete Wal atmet im Vergleich zu den vergangenen Tagen schwächer.
Es werde zudem untersucht, ob eine neu beobachtete Zwischenatmung ein Anzeichen eines nahen Ablebens sein könnte, wie eine Sprecherin des Umweltministeriums mitteilte.
Es gebe keine Hinweise auf eine Stabilisierung des Gesundheitszustandes.
Zwar seien leichte Bewegungen der Schwanzflosse beobachtet worden, nach fachlicher Einschätzung sei das jedoch kein Hinweis auf eine gesundheitliche Verbesserung.
12. April, 8.10 Uhr: Buckelwal hat eine weitere Nacht überstanden
Auch am Sonntagmorgen atmet Meeressäuger "Timmy" noch.
Der Ozeanriese hat die Nacht zu Sonntag überstanden. Im Livestream von NEWS5 sind in regelmäßigen Abständen Fontänen über dem Wal zu erkennen.
11. April, 15.52 Uhr: Zahlreiche Menschen protestieren für Wal-Rettung
Am Samstag versammelten sich etwa 170 Menschen zunächst in Wismar und zogen schließlich weiter nach Kirchdorf auf der Insel Poel.
Dabei hielten die Demonstrierenden einige Plakate in die Luft und forderten lautstark unter anderem Hilfe für den gestrandeten Buckelwal.
Auch die Polizei war vor Ort. Insgesamt sei der Protest zwar emotional, aber friedlich abgelaufen, berichtete NEWS5.
Doch einige Teilnehmende der Demo hatten die Polizeiabsperrungen sogar durchbrochen, um weiter zum Ufer und damit in die Nähe des Wals zu kommen. Dort bildeten sie eine Menschenkette, um für die Rettung des Wals einzutreten.
Nachdem sie bemerkt hatten, dass gerade ein erneuter Mobilisierungsversuch zur Rettung des Wals zugange war, haben sie die Zone wieder verlassen, wie die Sprecherin des Umweltministeriums sagte. Nach dem Vorfall sei die Walwacht nun personell verstärkt worden.
11. April, 13.56 Uhr: Wal ist keine Gefahr für die Umwelt
Der vor Wismar gestrandete Buckelwal hat aktuellen Erkenntnissen zufolge keinen Einfluss auf die Wasserqualität in der Wismarbucht in der Ostsee.
Wie das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns mitteilte, geht von dem sterbenden Tier keine Gefahr für die Umwelt oder öffentliche Gesundheit aus. "Die Proben wurden ausgewertet, und ich kann sagen, dass das Wasser bei dem Wal Badewasserqualität hat", sagte der zuständige Minister Till Backhaus (SPD) in der Pressemitteilung.
Demnach sind keine Grenzwerte überschritten worden. Zuvor war das Landesamt für Gesundheit beauftragt worden, den Zustand des Wassers bei dem Wal vor der Insel Poel zu untersuchen.
11. April, 10.15 Uhr: "Timmy" wird weiterhin mit Wasser benetzt
Der vor Wismar gestrandete Wal zeigt weiterhin Lebenszeichen.
Das Tier liege noch an der gleichen Position und gebe Geräusche von sich, berichtet ein dpa-Reporter vor Ort. Demnach stoße der rund zwölf Meter lange Meeressäuger auch regelmäßig Luft aus.
Die aufgebauten Wassersprenger benetzen das verletzte Tier zudem weiter mit Wasser.
11. April, 8.54 Uhr: Buckelwal hat die Nacht überstanden
Im Livestream von NEWS5 vor Ort ist zu sehen, wie der Buckelwal "Timmy" atmet.
Auch die Nacht zu Samstag hat der Ozeanriese überstanden. In gleichmäßigen Abständen sind Fontänen über dem Wal zu erkennen.
10. April, 18.30 Uhr: MediaMarkt-Mitgründer will "Timmy" retten
Auch MediaMarkt-Mitgründer Walter Gunz (80) hat sich zum gestrandeten Wal geäußert. Warum er das Tier nicht aufgeben will, obwohl Experten keine weiteren Rettungsaktionen angekündigt haben? "Ich habe mir schon immer gedacht: Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen", erklärt er im Gespräch mit NEWS5.
"Wenn man es nicht versucht, ist es eine Unterlassung", so der Unternehmer über das im Sterben liegende Tier. Er ist der Meinung, dass es die Verantwortung des Menschen ist, dem Wal zu helfen. Zudem hat er angeboten, die Kosten für eine Rettung zu tragen, sofern es dem Tier helfen würde.
So habe Gunz mit seinen Kontakten nach eigenen Angaben sogar versucht, über juristische Wege eine neue Chance für den Buckelwal zu bekommen. "Ich kann nicht verstehen, warum man nicht von Anfang an versucht hat, mehr zu tun", gesteht der Unternehmer. Dennoch räumt er immer wieder ein, dass er selbst nicht vom Fach sei und kein Biologe ist.
Die Pläne von Gunz zur Rettung des Tiers wurden am Freitag von den Experten diskutiert und abgelehnt. Der Millionär habe unter anderem vorgeschlagen, dem Buckelwal ein Antibiotikum in die Schwanzflosse zu spritzen, mit dem die Abwehrkräfte des Tieres gestärkt werden sollen.
Ein Bagger sollte schließlich ein Loch vor dem Wal graben, damit er langsam ins Wasser rutschen könne. Minister Backhaus sowie weitere Experten sind sich jedoch weiterhin einig: Jede weitere Rettungsaktion wäre eine Quälerei für das Tier.
10. April, 17.04 Uhr: Umweltminister über Anfeindungen "tief traurig"
Drohungen gegen Behörden, Wissenschaftler und Helfer häufen sich. Umweltminister Till Backhaus (SPD) zeigt sich dazu "tief betroffen". "Diese aufgeheizte Stimmung, die in Teilen von Social Media abläuft sowie in anderen Bereichen, macht mich traurig, tief traurig", so der Politiker zu dpa.
Er mache den Job seit vielen Jahren, "aber eine solch extreme Situation auch von Anfeindungen und von Vorwürfen, die schlicht und ergreifend unwahr sind, so etwas habe ich in meinem Leben noch nicht erlebt".
Backhaus betonte, dass alle versuchen, dem Wal zu helfen und er lasse sich dazu auch extern wissenschaftlich beraten. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehe aktuell die Begleitung des Wals "bis zur letzten Minute". Er sei dankbar für den Einsatz der freiwilligen Helfer rund um die Strandung.
10. April, 14.20 Uhr: Demonstrierende fordern weitere Rettungsmaßnahmen
Am Freitag versammelten sich erneut einige wenige Demonstrierende an der Sperrzone auf der Insel Poel und forderten unter Parolen wie "Helft jetzt!" eine Rettung des Wals. Das Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern bekräftigte jedoch, dass keine weiteren Rettungsaktionen stattfinden werden.
Eine Rettung wurde aus Tierschutzgründen ausgeschlossen, da der Wal zu schwach sei und weitere Maßnahmen ihn zusätzlich belasten würden. Gestern waren auf Live-Übertragungen Flossenschläge des Wals zu sehen, ein Zeichen für die Demonstrierenden, dass der Wal noch Leben wolle.
10. April, 12.45 Uhr: Bürgermeisterin spricht von Morddrohungen
Die Gemeinde Ostseebad Insel Poel weist Kritik und Vorwürfe rund um den gestrandeten Buckelwal zurück. Via Instagram äußerte sich die scheidende Bürgermeisterin der mecklenburgischen Ostsee-Insel Poel, Gabriele Richter (parteilos), am Donnerstag zu Vorwürfen und Schaulustigen.
Sie stellt klar: "Der Ort, an dem der Wal derzeit liege, gehöre zu einer Bundeswasserstraße, die nicht Teil des Gemeindegebietes sei."
Zugleich kritisiert die Gemeinde Anfeindungen scharf: "Mit großer Sorge beobachten wir jedoch das Verhalten einzelner Personen, die ohne jegliche fachliche Qualifikation den zuständigen Stellen ein vorsätzliches, kriminelles Handeln zum Nachteil des Tieres vorwerfen oder sogar Morddrohungen gegen einzelne Personen aussprechen." Weiter heißt es: "Die Gemeinde distanziere sich ausdrücklich davon."
Richter stellt klar, dass die Gemeinde nicht für die Betreuung von Meeressäugetieren zuständig ist und keine verlässlichen Aussagen zum Zustand des Wals oder zu Maßnahmen der Behörden treffen kann. Gleichzeitig unterstützt sie vor Ort Maßnahmen, um den Wal zu schützen und Schaulustige fernzuhalten, und verweist für weitere Informationen an das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern.
10. April, 9.30 Uhr: Weiteres Vorgehen soll besprochen werden
Der vor der Insel Poel gestrandete Buckelwal "Timmy" hat eine weitere Nacht überlebt. Das bestätigte Claus Tantzen, Sprecher des Schweriner Umweltministeriums. Laut ihm sei die Lage des Tieres unverändert.
Am Freitagvormittag soll besprochen werden, wie die weiteren Pläne aussehen. "Ich gehe davon aus, dass wir das Tier weiter in Ruhe lassen, wie wir es die letzten Tage gemacht haben", so Tantzen.
Experten sind sich mittlerweile einig, dass der Wal im Sterben liege, da er schon nicht mehr auf Boote reagiere und das ein eindeutiges Zeichen sei.
9. April, 15.22 Uhr: Internationale Experten äußern sich zum Buckelwal
Klare Worte! Die bekannte Tierrettungsorganisation British Divers Marine Life Rescue hat sich in einer Stellungnahme zum Fall des gestrandeten Wals geäußert.
Die internationalen Experten teilen die Einschätzung der Verantwortlichen vor Ort: Weitere Rettungsversuche seien demnach sinnlos und nicht mit dem Tierschutz vereinbar - vor allem, da Buckelwale für alle infrage kommenden Maßnahmen viel zu schwer seien.
"Somit bleibt nur eine Option: die palliative Versorgung bzw. das Tier auf natürliche Weise sterben zu lassen. Dies ist eine weltweit in allen Ländern mit Strandungen großer Wale anzutreffende Situation und somit kein Einzelfall in Deutschland", hieß es in der Stellungnahme.
9. April, 7.35 Uhr: Wal liegt immer noch an selber Stelle
Nachdem sich der Buckelwal am Mittwochabend wohl mehrere Meter bewegt hatte, ist die Lage am Donnerstagmorgen unverändert.
Laut einem Sprecher des Umweltministeriums liegt das Tier noch immer an derselben Stelle vor der Insel Poel, an der er bereits seit mehr als einer Woche festsitzt.
8. April, 19.45 Uhr: Wal schiebt sich mehrere Meter Richtung Küste
Ist das ein letztes Aufbäumen? Nachdem seine Aktivitäten in den vergangenen Tagen deutlich zurückgegangen waren, zeigte der Buckelwal am Mittwoch noch einmal deutlich erkennbare Bewegungen.
Laut NEWS5 soll er sich mit kräftigen Schlägen seiner Schwanzflosse sogar ein paar Meter in Richtung Küste geschoben haben.
Dass er sich noch einmal komplett freischwimmen kann, gilt angesichts des aktuellen Wasserstands und seines Zustands allerdings als ausgeschlossen.
8. April, 17.06 Uhr: Fall des gestrandeten Buckelwals gilt als einzigartig
Noch immer ist die Situation rund um den gestrandeten Buckelwal unverändert. Nach Einschätzung internationaler Experten gilt dieser Fall als einzigartig.
So sei zuvor noch nie beobachtet worden, dass ein Wal innerhalb weniger Tage mehrfach an einer Küste strandet und weiterlebt, so Umweltminister Till Backhaus (SPD).
In Mecklenburg-Vorpommern kamen Strandungen bisher selten vor. In der gesamten Ostseeregion handelt es sich allerdings um kein seltenes Ereignis. So strandeten in der Ostsee in der Vergangenheit bereits zahlreiche verschiedene Arten wie Buckelwale oder Finnwale.
Im Falle des aktuell gestrandeten und noch lebenden Buckelwals handle es sich in Mecklenburg-Vorpommern um die erste Lebendstrandung eines Großwals der vergangenen zehn Jahre.
8. April, 13.37 Uhr: Möglichkeiten der aktiven Tötung sind ausgeschlossen
Der gestrandete Buckelwal liegt den Experten zufolge im Sterben. Wie lange der Sterbeprozess dauert, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die beiden wichtigsten Faktoren sind dabei das Gewicht des Tieres sowie die geringe Wassertiefe.
Auch die geschädigte Haut des Wals ist ein Problem. "Es bilden sich Blasen und die werden von Möwen angepickt", so Bianca König von der Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) Deutschland zu dpa. Dadurch könnten Bakterien auf den ganzen Organismus wirken und das Tier zusätzlich schwächen.
Ähnlich wie die anderen Experten bestätigt auch König, dass es keine Option ist, den Wal von seinem Schicksal zu erlösen. Zu wenig sei bisher über die Einschläferung von großen Säugetieren in der Praxis bekannt. So bestehe die Gefahr, dass die sedierenden Medikamente, die vor der Tötung verabreicht werden, zu gering dosiert werden.
"Man kann nicht ausschließen, dass er die Tötung bei vollem Bewusstsein miterlebt", erklärt die Expertin. Auch eine Überdosierung könne zu Komplikationen führen. Das Erschießen des Wals ist ebenfalls keine Option, weil nur schwer abzuschätzen wäre, wohin der Schuss gesetzt wird.
Eine wirksame Methode wäre nach Angaben der Expertin, einen Sprengsatz unter den Kopf des Tieres zu legen und den Kopf zu sprengen. Ethisch gesehen sei diese Option jedoch keinesfalls vertretbar. "Alle drei Möglichkeiten der aktiven Tötung wurden ausgeschlossen, und entschieden, den Wal auf natürliche Weise sterben zu lassen", stellt die Expertin klar.
8. April, 11.28 Uhr: Lage des gestrandeten Buckelwals ist unverändert
Seit mehr als einer Woche sitzt der gestrandete Buckelwal nun in der Ostsee vor Wismar fest. Auch am Mittwoch ist die Lage nach Angaben der Wasserschutzpolizei unverändert.
Noch am Dienstag erklärten Experten, dass sich der Gesundheitszustand des Tieres zunehmend verschlechtert. Ein Grund dafür, weshalb der Meeressäuger nicht lebend geborgen werden soll. Auch ein selbstständiges Freischwimmen wurde ausgeschlossen.
7. April, 18.01 Uhr: Konzept für das Bergen des Wals
Ein Konzept für eine spätere Bergung des Buckelwals ist nach den Worten von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus fertiggestellt.
Momentan befinde sich das Konzept noch in der Endabstimmung, erklärte Backhaus bei einer Pressekonferenz auf der Insel Poel.
Nach Angaben des Ministers müsse das Bergen zwei Tage lang vorbereitet werden, die Bergung selbst würde einen Tag lang dauern. Backhaus betonte: "Die Würde dieses Tieres werden wir sehr genau beobachten und beachten."
Wann die Bergung stattfinden soll, ist bislang nicht bekannt. Sowohl Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern als auch Dänemark stünden dafür unter Vertrag.
Bei der Bergung seien Hebezeuge und Schiffe dabei. "Man muss ihn ja irgendwie rauskriegen", betonte der Umweltminister.
7. April, 16.30 Uhr: ITAW schließt aus, den Wal lebend zu bergen
Generell habe sich der allgemeine Gesundheitszustand des Tiers verschlechtert, erklärt Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW). "Das Tier erscheint vermehrt geschwächt." Auch auf die Annäherung des Bootes am Vormittag hat der Buckelwal, anders als zuvor, kaum reagiert.
Dennoch ist die Atmung weiterhin regelmäßig. Doch auch die Hautveränderungen haben sich verschlechtert, so die Expertin. "Die Haut fängt an, auf der Oberfläche einzureißen." Unter anderem ein Grund, weshalb ein Versuch, das Tier mit Gurten anzuheben, nicht geplant ist. Zu hoch ist das Risiko, dass der Wal dadurch noch mehr verletzt wird.
"Deshalb würden wir davon ausgehen, dass dieses Tier nicht transportfähig ist." Aufgrund der Gewichtseinwirkung sind auch Organschäden mittlerweile nicht mehr auszuschließen. "Deshalb würden wir davon abraten, dieses Tier lebend bergen zu wollen", so Groß.
Auch eine Sterbehilfe für das Tier ist ausgeschlossen, stellt Umweltminister Till Backhaus (SPD) klar. Wie es nun weitergeht? "Die Option ist, das Tier in Ruhe zu lassen", erklärt der Politiker.
7. April, 16 Uhr: Selbstständiges Freischwimmen des Wals ist ausgeschlossen
Burkard Baschek (55), Meeresbiologe und Direktor des Deutschen Meeresmuseums, begleitet den gestrandeten Buckelwal ähnlich wie seine Experten-Kollegen nun seit einigen Tagen. Ein Gutachten zum Gesundheitszustand des Tieres werde derzeit weiterhin erstellt und solle schon bald finalisiert werden.
So sind Verletzungen der Haut durch Fischernetze und offenbar auch durch Schiffsschrauben mittlerweile deutlich zu erkennen. "Wenn das Tier sich aus eigener Kraft freischwimmen wollen würde, bräuchte es einen Wasserstand, der noch einmal 60 Zentimeter höher ist als heute", erklärt der Experte.
Das Problem: Die Prognose für die nächsten vier Tage gebe steigenden Wasserstand nicht her, eher im Gegenteil. Auch die Kraft des Tieres schätzen die Experten als nicht ausreichend ein, sodass ein selbstständiges Freischwimmen des Wals als ausgeschlossen gilt.
Angenommen, das Tier wäre schlagartig in der Nordsee, dann wären die Aussichten weiterhin nicht gut, so Baschek weiter. "Es hatte einen Grund, dass das Tier viermal gestrandet ist. Es hat immer noch Seilreste im Maul. Es hat einen geschwächten Gesundheitszustand inklusive Hauterkrankung." Es sind Faktoren, die nach Angaben des Experten dafür sprechen, dass es dem Tier auch im Wasser mit mehr Salzgehalt nicht unbedingt besser gehen würde.
7. April, 15.15 Uhr: Experten waren erneut mit Boot unterwegs
Ein Expertenteam war am Vormittag erneut mit einem Schlauchboot beim Wal, um sich ein aktuelles Bild zu verschaffen. Taucher hätten zudem die Lage und Position des Tieres überprüft, um gegebenenfalls Veränderungen zu erkennen.
Nach derzeitigem Stand ist der Meeressäuger krank und verletzt. Genauere Erkenntnisse sollen am Nachmittag auf der Insel Poel mitgeteilt werden.
Im Raum steht auch ein neuer Rettungsversuch mit einem Katamaran. Das Boot sei in Dänemark verfügbar und könne das zwölf Tonnen schwere Tier mit breiten Gurten hochheben und lebend transportieren.
7. April, 8.30 Uhr: Buckelwal lebt weiterhin
Die Situation ist auch am Dienstagmorgen unverändert, der gestrandete Buckelwal liegt weiterhin vor der Insel Poel. "Es gibt keine Neuigkeiten", sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Das Tier werde weiterhin von den Einsatzkräften beobachtet.
Der Dienstag wird allerdings mit großer Spannung erwartet. Ein gesundheitliches Gutachten von Meeresbiologen und Veterinären zum Gesamtzustand des Meeressäugers soll veröffentlicht werden. Es soll Aufschluss über die Überlebenschancen des Wales geben.
Anschließend soll eine finale Entscheidung getroffen werden, wie Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) erklärt hatte.
6. April, 17.25 Uhr: Robert Marc Lehmann kommt nicht nach Wismar
YouTuber Robert Marc Lehmann wird nicht Teil eines möglichen Rettungsversuches sein. Till Backhaus gab gegenüber News5 an, Lehmann "dringend eingeladen" zu haben.
Er habe mehrfach mit dem Influencer konferiert. Dieser habe schließlich eine Entscheidung getroffen. "Er hätte jetzt eine ganz große, andere wichtige Aufgabe und auf die möchte er sich konzentrieren", so Backhaus.
6. April, 17.10 Uhr: Finale Entscheidung steht bevor
Wie Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) am Montag gegenüber News5 bestätigte, werde am Dienstag final über das weitere Vorgehen entschieden.
Am Dienstag soll ein Gutachten von Veterinärmedizinern und Meeresbiologen vorliegen. Sollte das Gutachten darauf hindeuten, dass eine Lebendbergung möglich ist, stünde dem "rein theoretisch" nichts im Wege, so Backhaus.
Es müsse aber geprüft werden, ob das System nutzbar sei, um diesen "schwerstkranken Patienten" tatsächlich zu transportieren. "Tierwohl und Tierschutz spielen hier auch eine entscheidende Rolle", so der Umweltminister.
6. April, 12.50 Uhr: Warum wurde nicht früher über eine Rettung mit einem Katamaran nachgedacht?
Backhaus verteidigte am Ostermontag auch noch mal das Vorgehen der Experten und äußerte sich zu der Kritik, warum man nicht früher über den Rettungsversuch mit dem Katamaran oder anderen "schweren Bergungsgeräten" nachgedacht habe.
"Fakt ist: Anders als bei der Strandung vor Niendorf wurde in der Wismarbucht kein schweres Bergegerät benötigt. Der Wal hatte sich so positioniert, dass er sich nach Einschätzung der Fachleute nach einer Ruhephase und steigendem Wasserstand selbst würde befreien können", so der Minister.
Eine Einschätzung, die sich bestätigt habe. Erst mit der Strandung in der Kirchsee habe sich die Lage "extrem zugespitzt", eine Selbstbefreiung sei dort ausgeschlossen gewesen, weshalb nun eine Bergung geplant werde.
Eine Lebendrettung mit einem solchen Bergungsgerät wird aktuell aber ausgeschlossen: "Derzeit gibt es keinen Wissenschaftler oder Veterinär, der uns zu solch einem Vorgehen rät, da das Tier beim Versuch, es lebend zu retten, schweren Qualen ausgesetzt würde. Dass es solch einen Versuch überleben würde, ist nach Ansicht aller Experten, die wir dazu befragt haben, unwahrscheinlich."
Gleichzeitig betonen die Verantwortlichen, dass weiterhin alles getan werde, um dem Wal zu helfen, und eine aktuelle veterinärmedizinische Einschätzung erwartet wird. Das Tierwohl habe oberste Priorität.
"Wir geben den Wal nicht auf - bis zum letzten Atemzug. Das habe ich versprochen und dazu stehe ich auch", betonte Backhaus erneut.
6. April, 12.30 Uhr: Geht von dem Wal eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit aus?
Auch Umweltminister Dr. Till Backhaus erklärte gegen Mittag, dass die Lage "unverändert" sei. Das Tier atme noch, aber es ginge ihm sehr schlecht.
Nachdem gestern Wasserproben genommen wurden, um den Salzgehalt zu messen, soll nun die Wasserqualität untersucht werden. "Es soll damit geprüft werden, ob von dem sterbenden Tier Gefahren für die Umwelt oder die öffentliche Gesundheit ausgeht. Ich werde mir am Nachmittag erneut vor Ort ein Bild der Lage machen", so der Minister weiter.
6. April, 7.24 Uhr: Der Wal lebt noch
Auch in der sechsten Nacht in Folge vor der Insel Poel hat der Wal überlebt. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei am Montagmorgen bewegt sich das Tier derzeit nicht, gibt jedoch weiterhin Laute von sich.
Wie das Umweltministerium mitteilte, atmet der Wal noch immer regelmäßig alle zwei bis vier Minuten.
5. April, 16.10 Uhr: Wird der Wal doch noch gerettet?
Gibt es doch noch ein Wunder? Wie Umweltminister Till Backhaus am Sonntagnachmittag erklärte, werde derzeit die Option geprüft, den Wal mit einem Katamaran in die Nordsee zu bringen. "Der ist verfügbar und in Dänemark, da wird verhandelt", sagte er.
Bei der möglichen Rettungsaktion sollen Gurte unter dem Wal durchgespült und das Tier dann aufgenommen werden. Zunächst soll am Dienstag aber gesundheitliches Gutachten erstellt werden, ob überhaupt eine Überlebenschance bestehe.
"Dem Tier darf nichts passieren", machte Backhaus deutlich. "Und er muss die Chance zum Überleben haben." Der Politiker betonte erneut, dass es dem Wal "wirklich ganz schlecht" gehe.
5. April, 14.07 Uhr: Umweltminister Till Backhaus hat wieder ein wenig Hoffnung
Der Wasserspiegel ist in der Bucht vor der Insel Poel leicht angestiegen. Auf Videoaufnahmen sind vermeintliche Bewegungen des Buckelwals zu sehen.
Auf die Frage eines NEWS5-Reporters vor Ort, ob diese Bewegungen eine Bedeutung für den Zustand des Tieres haben, antwortete der Minister: "Seine Bewegungen zeigen, dass der Wal lebt. Wenn das Wasser weiter steigt, es ein Wunder gibt, was den Wal betrifft, wäre das ein Riesenglück."
Er verglich dieses "mögliche Wunder" zu Ostern mit der Auferstehung.
5. April, 13.55 Uhr: Umweltminister Till Backhaus ist auch am Ostersonntag vor Ort
"Wir werden eine Probe im direkten Umfeld des Wals entnehmen und dies mit den Wissenschaftlern noch einmal auswerten", sagte der Umweltminister Till Backhaus.
Am Dienstag möchte der Minister ein Guthaben vorliegen haben von verschiedenen international anerkannten Experten zum Gesamtzustand des Tieres. Die Gruppe aus Experten soll auch selbst vor Ort sein und den Wal begutachten. Anschließend würden daraufhin dann weitere Entscheidungen getroffen werden.
Am aktuellen Gesundheitszustand des Wales habe sich jedoch nichts Wesentliches verändert. "Was man sagen kann, er atmet in Abständen zwischen zwei und fünf Minuten", so Backhaus.
Der Umweltminister geht davon aus, dass das sowohl an äußeren Einflüssen wie dem Schiffsverkehr oder auch an seinen Schmerzen liegen könnte.
"Wir suchen den ganzen Tag nach Lösungen, wie wir dem Tier helfen können, deswegen glaube ich ganz fest daran, dass wir das mit bestem Wissen und einem reinen Gewissen tun", erklärte der Umweltminister.
5. April, 11.56 Uhr: Expertenteam soll Wasserproben entnehmen
Obwohl sich der Zustand des Buckelwals laut einem Sprecher des Umweltministeriums in Vergleich zu den vergangenen Tagen nicht verändert hat, sei nach Informationen von NEWS5 ein Expertenteam auf dem Weg zu der Insel Poel.
Diese sollen vor Ort möglichst nah am Tier Wasserproben entnehmen, um den Salzgehalt in der direkten Umgebung des Wals zu messen. Aufgrund dieser Erkenntnisse soll dann ein neues Gutachten erstellt werden.
Ob durch diese Informationen eine weitere Rettungsaktion im Raum steht, ist derzeit noch völlig unklar.
Auch Umweltminister Backhaus soll sich noch heute selbst ein Bild von der Situation vor Ort machen.
5. April, 9.07 Uhr: Lage des Tiers unverändert
Der Buckelwal atmet am Morgen des Ostersonntags noch. Wie die vergangenen Tage sei die Situation des Tieres vor der Insel Poel unverändert, erklärte ein Sprecher des Umweltministeriums.
Demnach laufe die Betreuung des rund zwölf Meter langen Ozeanriesen weiter wie geplant. Der Wal wird rund um die Uhr beobachtet und regelmäßig durch Feuerwehrleute mit Wasser benetzt.
"Die Positionierung der Wassersprenger muss aufgrund des Wetters gegebenenfalls angepasst werden", sagte der Sprecher. An der Ostseeküste rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Ostersonntag mit starken Windböen.
Nach Ostern soll der Wal erneut von Fachleuten begutachtet werden.
5. April, 7.40 Uhr: Wal hat die Nacht überstanden
Am Ostersonntag liegt der Buckelwal noch immer auf einer Sandbank vor der Insel Poel. Die Nacht von Samstag auf Sonntag hat das Tier überstanden.
Zum Zustand des Buckelwals: "Alles ist unverändert", bestätigte die Wasserschutzpolizei am Morgen gegenüber TAG24. Besondere Vorkommnisse habe es über Nacht nicht gegeben.
Titelfoto: Fotomontage: Stefan Sauer/dpa
