Eis auf Ostsee zwingt Seenotretter zum Umzug

Von Christopher Hirsch

Prerow (Vorpommern-Rügen) - Mit der Seebrücke Prerow ist nun auch die nach offiziellen Angaben längste Seebrücke im Ostseeraum komplett von Eis umschlossen.

Der Seenotrettungskreuzer "Nis Randers" musste wegen der Eisbedeckung auf der Ostsee von Prerow nach Rostock-Warnemünde verlegt werden. (Archivfoto)
Der Seenotrettungskreuzer "Nis Randers" musste wegen der Eisbedeckung auf der Ostsee von Prerow nach Rostock-Warnemünde verlegt werden. (Archivfoto)  © Jens Büttner/dpa

Erstmals seit seiner Inbetriebnahme sei auch der dortige Inselhafen wegen Vereisung nicht schiffbar, teilte das Schweriner Umweltministerium mit.

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) habe deshalb ihren Seenotrettungskreuzer "Nis Randers" zunächst auf See und dann nach Rostock-Warnemünde verlegt, erklärte Minister Till Backhaus (66, SPD).

Andere Häfen in der Region konnten demnach aufgrund der Eisbildung schon seit etwa vier Wochen nicht mehr angelaufen werden. "In der vergangenen Nacht bildete sich aber auch in der Prerow Bucht, in welcher der Inselhafen liegt, eine Eisdecke, die den Inselhafen derzeit umschließt."

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Laut Ministerium hat das Eis nun auch den etwa 700 Meter vor der Küste liegenden Inselhafen erreicht.

Der Inselhafen mit Funktionsgebäude und die Seebrücke würden aber weiterhin von Mitarbeitern des Nationalparks Vorpommern betreut und die sanitären Anlagen blieben nutzbar. Trotz der eisigen Temperaturen kämen täglich bis zu 300 wetterfeste Besucher.

Auch bei eisigen Temperaturen schlendern Besucher über die Seebrücke Prerow, die vollständig von Eis eingeschlossen ist.
Auch bei eisigen Temperaturen schlendern Besucher über die Seebrücke Prerow, die vollständig von Eis eingeschlossen ist.  © Philip Dulian/dpa

Am Ende der etwa 720 Meter langen Brücke wurde mit großen Steinen ein Ringwall aufgeschüttet, der für jeweils eine Nacht als Etappen- und Nothafen genutzt werden kann und als Liegeplatz für Schiffe der Seenotrettung dient.

Titelfoto: Philip Dulian/dpa, Jens Büttner/dpa (Bildmontage)

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