Obduktion von Buckelwal "Timmy" beginnt: Kadaver wird zerlegt

Anholt - Seit dem Wochenende liegt der Kadaver von Buckelwal "Timmy" am Strand der Insel Anholt. Nun haben Experten mit der Autopsie begonnen.

Der Kadaver soll in Container geladen werden, die schon am Strand bereitstehen.  © Fotoreport-DB/dpa

Vor den Augen der Presse und einiger Schaulustiger hat gegen 16.30 Uhr die Obduktion des Buckelwals begonnen. Die Experten haben sich für die Arbeit an den sterblichen Überresten Schutzanzüge angezogen und mit der Vermessung begonnen.

Die Autopsie wird nach Angaben dänischer Behörden von einem Team aus Tierärzten, Walexperten und Wissenschaftlern durchgeführt.

Aus der Ferne blicken auch Greenpeace, das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns und das Deutsche Meeresmuseum auf das Geschehen am Strand der Insel Anholt.

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"Wir begrüßen ausdrücklich, dass nun weitere Erkenntnisse zum Zustand des Tieres gewonnen werden. Die Untersuchung kann helfen, offene Fragen zu seinem Gesundheitszustand, möglichen Vorerkrankungen und den Ursachen seines Verendens zu beantworten", so Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (67, SPD).

Nach Informationen von News5 wird der Kadaver des Buckelwals anschließend zerteilt und in drei Container geladen. Wann der Ozeanriese dann seine letzte Reise antritt, ist noch unklar.

Wie eine Sprecherin des Fährunternehmens Anholt Greena der Deutschen Presse-Agentur sagte, sei der für Donnerstag oder Freitag geplante Abtransport von der Insel auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

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Die Experten beginnen damit den Kadaver des Wals aufzuschneiden.  © Kai Moorschlatt/dpa
Mehrere Experten untersuchen von verschiedenen Seiten aus den Wal-Kadaver.  © Kai Moorschlatt/dpa

Tracker an private Initiative übergeben

Till Backhaus (67, SPD) verteidigte sein Vorgehen rund um den Buckelwal.  © Jens Büttner/dpa

Unterdessen wurde der am Wal befestigte Tracker nach Angaben des Umweltministeriums am Donnerstag Anne Herrschaft übergeben. Die Tierärztin war Teil der privaten Rettungsinitiative, die "Timmy" per Lastkahn in die Nordsee transportiert hat.

Ob die Daten veröffentlicht werden, liege nicht in der Hand des Ministeriums. "Der Tracker selbst sowie die zugehörigen Rohdaten stehen im Eigentum der Initiative", heißt es.

Zugleich gebe es eine Vereinbarung, dass der Behörde vollständigen Zugriff auf die Daten eingeräumt werde.

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"Beide Seiten können die Daten unabhängig voneinander sowie durch sachverständige Dritte oder wissenschaftliche Einrichtungen auswerten lassen. Ziel ist eine möglichst umfassende und wissenschaftlich fundierte Aufarbeitung der Ereignisse", teilte das Ministerium mit.

Backhaus verteidigte noch einmal das Vorgehen rund um das in der Wismarer Bucht gestrandete Tier.

"Die Entscheidung für einen Rettungsversuch war keine Absage an wissenschaftliche Expertise. Sie beruhte auf einer schwierigen Abwägung der zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Erkenntnisse. Niemand hat leichtfertig gehandelt", so der 67-Jährige.

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