"Projekt X"-Party am Ostseestrand: Gemeinde mit Kampfansage an Feierwütige
Scharbeutz - Ein Aufruf in den sozialen Medien hat die Gemeinde Scharbeutz (Schleswig-Holstein) an der Ostsee in Alarmbereitschaft versetzt.
Rund 43.000 Aufrufe soll ein Post bei TikTok bekommen haben, der zu einer sogenannten "Projekt X"-Party am 15. August im beschaulichen Scharbeutz an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste aufruft.
Das Vorhaben der bislang unbekannten Aufrufer: die größte "Projekt X"-Party am Strand aller Zeiten zu schmeißen. Das Erreichen dieses Ziels soll durch kostenlosen Eintritt und Freigetränke befeuert werden.
"Stell dir vor ... 1500+ Menschen. Ein Strand. Eine Nacht", heißt es auf dem TikTok-Account "partyscharbeutz", der mittlerweile nicht mehr aufzufinden ist.
Die Vorstellung hat bei der Bürgermeisterin der Gemeinde, Bettina Schäfer, offenbar für eine Gänsehaut der unguten Sorte gesorgt.
"Diese Veranstaltung ist weder angemeldet noch genehmigt. Die Gemeinde Scharbeutz wird diese Veranstaltung gemeinsam mit der Polizei unterbinden", schreibt Schäfer in einer Stellungnahme auf Facebook.
"Anreise zwecklos": Bürgermeisterin will Veranstaltung unterbinden
Die Sicherheit der Bürger, Gäste und Einsatzkräfte habe höchste Priorität.
"Unkontrollierte Massenveranstaltungen am Strand stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar und werden von uns nicht geduldet. Unsere klare Bitte lautet deshalb: Folgen Sie diesem Aufruf nicht und reisen Sie zu dieser Veranstaltung nicht an", heißt es.
Die Bürgermeisterin bittet User darum, den Aufruf der Gemeinde zu teilen, "damit möglichst viele Menschen erfahren, dass die angekündigte Veranstaltung unterbunden wird und eine Anreise zwecklos ist".
Der Trend der sogenannten "Projekt X"-Partys geht auf eine erfolgreiche Komödie aus dem Jahr 2012 zurück. In dem Film gerät die Geburtstagsparty eines Jugendlichen komplett außer Kontrolle, weil dem Online-Aufruf zahlreiche Fremde folgen.
Seitdem versuchen Jugendliche weltweit, eine solche Party nachzuahmen. In Scharbeutz werden sie dabei wohl keinen Erfolg haben.
Titelfoto: Bodo Marks/dpa

