"Timmy"-Retter hofft weiter auf ein Wunder und kritisiert deutsche Wissenschaftler

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Teneriffa - Während Buckelwal "Timmy/Hope" zu Biodiesel verarbeitet wird und Museen um das Skelett wetteifern, hofft Sergio Bambarén (65) noch auf ein Wunder.

Sergio Bambarén (65) war Teil der privaten Rettungsinitiative.
Sergio Bambarén (65) war Teil der privaten Rettungsinitiative.  © Philip Dulian/dpa

Einen Monat ist es nun her, seit ein toter Buckelwal vor der dänischen Insel Anholt auftauchte. Bambarén, der Teil der privaten Rettungsinitiative war, kann offenbar immer noch nicht loslassen.

"Jedes Mal, wenn ich an Hope denke - und das ist jeden Tag -, schmerzt mein Herz noch immer, in der Hoffnung, dass irgendein kleines Wunder beweisen wird, dass er endlich in den tiefen Gewässern des Nordatlantiks schwimmt", so der Autor spiritueller Meeresbücher in einem Instagram-Post am Montag.

Die Wochen, die er in Norddeutschland verbracht habe, seien tief in seinem Herzen und seiner Seele verankert.

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Der 65-Jährige ließ es sich nicht nehmen, auch noch mal gegen die deutschen Wissenschaftler zu schießen.

"Viele 'Experten' aus Museen und verschiedenen Organisationen sagten, es sei besser, ihn dort zu lassen und die Natur ihren Lauf nehmen zu lassen. Natürlich meinten sie damit, ihn sterben zu lassen – ein Prozess, der wahrscheinlich Wochen oder sogar Monate gedauert hätte", so Bambarén.

"Ist das für manche die Bedeutung von 'Menschlichkeit'? Einen Wal sterben zu lassen, der sich in Netzen verfangen hat, die von Menschen gemacht wurden? Ich verstehe das nicht. Wir richten den Schaden an, und dann wird uns gesagt, das Menschlichste sei es, ihn qualvoll sterben zu lassen und die Natur ihren Lauf nehmen zu lassen", schimpft der Botschafter des Vereins "Delfine therapieren Menschen".

Sergio Bambarén sieht den Wal als Lichtblick

Der Buckelwal auf der dänischen Insel Anholt wurde inzwischen obduziert und abtransportiert.
Der Buckelwal auf der dänischen Insel Anholt wurde inzwischen obduziert und abtransportiert.  © Marcus Golejewski/dpa

Wäre es die Natur gewesen, hätte der Buckelwal nie in der Ostsee stranden dürfen, meint er. "Das haben wir ihm angetan, nicht die Natur!", schreibt der Peruaner.

In einer von "Kriegen, Ungerechtigkeit, mangelnder Freundlichkeit und Empathie" geprägten Welt sei der Ozeanriese ein "Lichtblick" gewesen.

"Hope war nach Poel gekommen – mit einer Aufgabe und einer Botschaft, die das Leben von Millionen Menschen auf der ganzen Welt verändern könnte. Er wurde zu einem Symbol dafür, was wir Menschen erreichen können, wenn wir uns für eine gute Sache zusammenschließen", so Bambarén.

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Mit der guten Sache meint der 65-Jährige den Transport des Meeressäugers per Barge in die Nordsee. Eine Aktion, die von vielen Experten international kritisiert wurde.

Nach der Freilassung am 2. Mai überlebte der Buckelwal laut Trackerdaten noch bis zum 6. oder 7. Mai. Am 14. Mai strandeten die sterblichen Überreste vor der Insel Anholt.

Titelfoto: Bildmontage: Marcus Golejewski/dpa/Philip Dulian/dpa

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