Toter Buckelwal vor Dänemarks Küste gestrandet: Tierärztin der privaten Rettungsinitiative vor Ort

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Anholt (Dänemark) - Fast zwei Wochen ist es her, dass Buckelwal "Timmy" in der Nordsee freigelassen wurde. Wegen fehlender Senderdaten wird seitdem wild spekuliert, ob das Tier nun in Freiheit schwimmt oder womöglich bereits tot ist. Hat das Rätselraten nun ein Ende?

Fotos auf Facebook sollen den gestrandeten Wal vor der Küste Dänemarks zeigen.
Fotos auf Facebook sollen den gestrandeten Wal vor der Küste Dänemarks zeigen.  © Screenshot Facebook/OPSLAGSTAVLEN ANHOLT

Vor der Küste nahe der dänischen Insel Anholt ist ein toter Buckelwal gestrandet. Das bestätigte das dänische Umweltministerium. Seitdem wird gemutmaßt, ob es sich bei dem Tier um den entsprechenden Buckelwal handelt.

Morten Abildstrøm, der als Aufseher bei der Naturbehörde auf Anholt tätig ist, erklärte gegenüber dem dänischen Sender DRTV mittlerweile, dass sowohl dänische als auch deutsche Forscher davon ausgehen, "dass es sich höchstwahrscheinlich um den Buckelwal Timmy handelt". Eine offizielle Bestätigung steht allerdings aus.

Die Umweltbehörde Miljøstyrelsen teilte hingegen gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau mit, dass keine deutlichen Merkmale festgestellt worden seien, die bestätigen könnten, dass es sich um diesen Wal handle. "Andererseits kann diese Möglichkeit zu diesem Zeitpunkt auch nicht ausgeschlossen werden", hieß es weiter.

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Auch eine Tierärztin der privaten Rettungsinitiative habe am Freitag versucht, sich vor Ort ein Bild zu machen, so Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (67, SPD). "Ein klares Ergebnis hat dies nicht gebracht. Morgen sollen weitere Untersuchungen erfolgen", wird Backhaus in einer Mitteilung des Ministeriums zitiert.

Um Klarheit zu bekommen, wurde dem Tier eine Gewebeprobe aus der Schwanzflosse entnommen. Die Probe soll nach Deutschland geschickt und dort untersucht werden. Ein GPS-Sender, wie er bei Timmy angebracht worden war, wurde bislang nicht entdeckt.

Möwen haben sich bereits an dem Kadaver bedient.
Möwen haben sich bereits an dem Kadaver bedient.  © Jonas Walzberg/dpa
Tierärztin Anne Herrschaft war Teil der privaten Rettungsinitiative und begutachtete am Freitag den Kadaver vor der Insel Anholt.
Tierärztin Anne Herrschaft war Teil der privaten Rettungsinitiative und begutachtete am Freitag den Kadaver vor der Insel Anholt.  © Marcus Golejewski/dpa

Organisation "Stranded No More" glaubt nicht, dass es "Timmy" ist

Offenbar Buckelwal vor Dänemarks Küste gestrandet: Viele Fragen bleiben offen

"Timmy" wurde mit mehreren Begleitschiffen in einer Barge in Richtung Nordsee transportiert.
"Timmy" wurde mit mehreren Begleitschiffen in einer Barge in Richtung Nordsee transportiert.  © Bodo Marks/dpa

Laut Abildstrøm soll es sich bei dem Tier zu 95 Prozent um einen Buckelwal handeln, genau sagen, könne er es aber nicht, weil der verendete Meeressäuger auf der Seite und halb unter Wasser liege.

Abildstrøm betonte, dass man nicht versuchen werde, den Wal zu entfernen, solange er sich nicht näher an die Küste geschwemmt werde.

Der Meeressäuger habe vor allem bei den Inselbewohnern bereits für Aufsehen gesorgt. "Er ist ziemlich groß. Wenn man ihn mit dem Fernglas betrachtet, sieht man, dass er zehn bis 15 Meter lang ist", so Abildstrøm.

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Auch Bewohner der Insel waren sich schnell sicher: Das gestrandete Tier ist keine Robbe und kein Schweinswal. Laut Abildstrøm liege der Wal etwa 75 Meter vom Ufer entfernt. Auch auf Facebook kursieren Fotos des gestrandeten Wals vor Dänemark.

Es sollen circa 150 bis 200 Kilometer Entfernung zwischen dem Ort der Freilassung von "Timmy" und dem Ort der Wal-Strandung vor der Insel Anholt liegen.

Die Organisation "Stranded No More" geht indes nicht davon aus, dass es sich um Timmy handelt. In einem Facebook-Post erklärten die Tierschützer anhand eines Bildvergleichs, dass der gestrandete Wal eine andere Pigmentierung an der rechten Brustflosse aufweise als "Timmy".

Gleichzeitig betonte die Organisation, dass eine Untersuchung abgewartet werden müsse.

Erstmeldung am 14. Mai, 22.01 Uhr, zuletzt aktualisiert am 15. Mai, 20.44 Uhr.

Titelfoto: Jonas Walzberg/dpa

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