Zehn Menschen an Bord: Brand auf Schiff in der Ostsee ausgebrochen

Rügen/Møn - Schock auf der Ostsee: Am Ostersamstag ging gegen 9.25 Uhr bei den Seenotrettern ein Notruf ein. Ein deutsches Windparkschiff mit einer Länge von 18 Metern meldete einen Brand im Maschinenraum!

Die Seenotretter nahmen Kurs auf den Havaristen in der Ostsee. (Symbolfoto)  © Sina Schuldt/dpa

An Bord des Dampfers befanden sich zu diesem Zeitpunkt zehn Personen, heißt es in einer Mitteilung. Der Havarist hielt sich in der Nähe des Offshore-Windparks Baltic 2 im Seegebiet zwischen der dänischen Insel Møn und der deutschen Insel Rügen auf.

Die Koordination des Einsatzes übernahm die Rettungsleitstelle See der Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen. Von dort aus wurden gleich mehrere Einheiten informiert und in Richtung des Havaristen geschickt. Darunter ein Seenotrettungskreuzer, ein Bundespolizeischiff sowie ein ebenfalls im Seegebiet befindliches weiteres Windparkschiff.

Auch aus der Luft wurde Unterstützung organisiert: Ein Hubschrauber aus Dänemark, ein deutscher Marineflieger-Hubschrauber sowie ein Offshore-Rettungshubschrauber beteiligten sich an der Suche und Absicherung der Lage.

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Parallel dazu reagierte die Crew des Havaristen sofort, dichtete das Schiff ab und konnte den Brand mit eigenen Mitteln unter Kontrolle bringen. Dank einer zweiten Antriebsanlage blieb das Boot sogar weiterhin steuer- und manövrierfähig.

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Nach Brand im Maschinenraum: Windparkschiff macht an dänischem Hafen fest

Die Koordination lief über die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen. (Symbolfoto)  © Focke Strangmann/dpa

Alle zehn an Bord befindlichen Personen blieben unverletzt. In Begleitung des Einsatzschiffs der Bundespolizei nahm das Windparkschiff anschließend Kurs auf den dänischen Hafen von Klintholm. Nachdem sich die Lage stabilisiert hatte, zog die DGzRS ihre Kräfte zurück und entließ sowohl den Seenotrettungskreuzer als auch die eingesetzten Hubschrauber aus dem Einsatz.

Die weitere Einsatzkoordination wurde an das dänische Joint Rescue Co-ordination Centre (JRCC) in Karup übergeben. Gegen 13 Uhr erreichte das deutsche Windparkschiff schließlich sicher den Hafen von Klintholm und machte dort fest.

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