Zehn Meter langer Wal sorgt für Polizeieinsatz auf Ostsee

Steinbeck - Am Dienstagnachmittag hat eine Passantin bei Steinbeck (Mecklenburg-Vorpommern) einen Wal in Not entdeckt. Die Polizei eilte zu Hilfe.

Der Wal sorgte bereits Anfang März für Aufsehen im Hafen von Wismar.
Der Wal sorgte bereits Anfang März für Aufsehen im Hafen von Wismar.  © NEWS5 / N5 DESK

Gegen 14.30 Uhr alarmierte die Frau die Polizei, die daraufhin feststellte, dass sich der etwa zehn Meter lange Meeressäuger in einem Fischernetz verfangen hat.

Ein örtlicher Fischer bemerkte, dass es sich dabei um sein Netz handelte und holte es ein. Das Netz sei dabei durchtrennt worden und der Wal habe sich dadurch befreien können, teilte die Polizei mit.

Das Tier bewegte sich nach der Rettungsaktion seewärts und wurde dabei rund 35 Minuten vom Küstenstreifenboot "Hoben" begleitet.

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Die Beamten beobachteten, dass der Wal zügig schwamm und längere Perioden tauchte. Sie bemerkten allerdings auch, dass sich eine Leine am Körper des Meeressäugers verfangen hatte.

Die Vermutung liegt daher nahe, dass es sich um den gleichen Wal handelt, der bereits am 3. März in Wismar für Aufsehen gesorgt hatte.

Weitere Maßnahmen stimmten die Beamten mit der Verkehrszentrale Travemünde, dem Meereskundemuseum Stralsund und der Besatzung des Umweltschutzschiffs "Triton" von Sea Shepherd ab. Von einer Gefährdung der Schifffahrt geht die Polizei derzeit nicht aus.

Titelfoto: NEWS5 / N5 DESK

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