Probealarm für den Ernstfall auch in Sachsen-Anhalt

Magdeburg/Sangerhausen - Sachsen-Anhalt hat am Donnerstag beim bundesweiten Warntag seine Warnsysteme für den Ernstfall getestet.

Eine solche Warnmeldung haben viele Bürger in Sachsen-Anhalt auf ihrem Smartphone erhalten.
Eine solche Warnmeldung haben viele Bürger in Sachsen-Anhalt auf ihrem Smartphone erhalten.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Mit einem schrillen Ton um 11 Uhr sowie Vibration auf dem Handy, Warnungen per Rundfunk, Fernsehen oder Sirenen wurden Menschen über den Probealarm informiert.

Es sei getestet worden, wie die Menschen in Deutschland gut gewarnt werden können. Das sei auch in Mansfeld-Südharz getestet worden, sagte Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zieschang (52, CDU) beim Besuch der Integrierten Leitstelle in Sangerhausen. Im Landkreis Mansfeld-Südharz gibt es den Angaben zufolge 170 Sirenen, in Sachsen-Anhalt bisher rund 2000.

Die Ministerin betonte, wie wichtig es ist, Menschen rechtzeitig und auch über verschiedene Systeme zu warnen. Warnungen müssten zu jeder Tages- und Nachtzeit funktionieren, um Menschen auch aus dem Schlaf zu rütteln.

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Erstmals wurde bei dem bundesweiten Warntag auch die neue Technologie Cell Broadcast erprobt, die sich noch im Aufbau befindet. Dabei wird eine Warnmeldung an alle Handys mit Empfang in einem bestimmten Gebiet verschickt, eine App oder eine Internet-Verbindung wird nicht benötigt.

Ziel des Warntages war es, mit möglichst wenig Zeitverlust einen größtmöglichen Teil der Bevölkerung zu erreichen und diese mit Informationen zum Ereignis zu versorgen. Zudem sollte es eine Anregung für alle Menschen sein, sich mit den Warnmitteln und der Reaktion im Ernst- und Katastrophenfall zu beschäftigen.

Beim vormaligen Warntag hatte es bundesweit Pannen gegeben. Im Ernstfall wären Menschen zu spät und unzureichend über die akute Gefahr informiert worden.

Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

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