Mit Nazi-Äußerungen im Netz geprahlt: Schon wieder Polizeischüler suspendiert

Rothenburg/Oberlausitz - Schon wieder wurde ein Polizeischüler wegen Rechtsextremismus-Verdachts suspendiert.

An der Hochschule der Polizei in Rothenburg wurde schon wieder ein Polizeischüler suspendiert.
An der Hochschule der Polizei in Rothenburg wurde schon wieder ein Polizeischüler suspendiert.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Am Sonntag leitete die Görlitzer Kripo strafrechtliche Ermittlungen wegen des Vorwurfs der Beleidigung sowie der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gegen den angehenden Ordnungshüter in Ausbildung ein.

Der 18-Jährige soll andere Menschen mit sexuellen Äußerungen beleidigt und rechtsmotivierte Äußerungen mit Bezug zum Nationalsozialismus gemacht haben, diese gefilmt und in sozialen Netzwerken veröffentlicht haben.

"Dem 18-Jährigen wurde verboten, die Dienstgeschäfte auszuüben und somit an der Ausbildung weiter teilzunehmen", so Thomas Knaup, Sprecher der Polizeihochschule Rothenburg. "Gedankengut, das den Nationalsozialismus verherrlicht, hat in der sächsischen Polizei keinen Platz", erklärte Rektor Dirk Benkendorff (57).

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Der 18-Jährige war zum 1. September 2022 in den Polizeidienst eingestellt worden und hat seitdem die polizeifachliche Ausbildung an der Polizeifachschule Schneeberg absolviert.

Im Juli 2023 war zuletzt ein 22-jähriger Kommissaranwärter wegen Hitlergrüßen suspendiert worden. Im März 2023 mussten drei Polizeischüler wegen Nazi-Äußerungen ihre Uniform abgeben.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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