Asiatische Hornisse hat es auf unsere Bienen abgesehen!

Dresden - Sind Sachsens Bienenvölker in Gefahr? Eine asiatische Hornissenart mit einer Vorliebe für Bienen-Snacks breitet sich aktuell in Europa aus.

Während die Europäische Hornisse als bedrohte Art gilt, vermehrt sich die eingewanderte Asiatische Hornisse rasant.
Während die Europäische Hornisse als bedrohte Art gilt, vermehrt sich die eingewanderte Asiatische Hornisse rasant.  © IMAGO/ingimage

"Im Gegensatz zu unserer heimischen Hornisse sind sie in der Lage, wie ein Hubschrauber in der Luft stehenzubleiben", erklärt Marion Loeper vom Dresdner Imkerverein vor dem heutigen Weltbienentag.

Die Räuber lauern so am liebsten voll beladenen Bienen auf. Als doppelten Leckerbissen sozusagen.

Anders als Europäische Wespen oder Hornissen macht die asiatische Art gezielt Jagd auf Bienen und wurde daher als invasiv eingestuft. Die Hornisse ist etwas kleiner als ihr europäisches Pendant, hat einen dunklen Körper mit schwarzem Kopf und gelber Vorderseite. Die Nester der Tiere ausfindig zu machen, sei am wichtigsten, so Loeper.

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Laien sollen sich mit einem Foto vom Fundort bei der sächsischen Umweltbehörde melden.

Für Loeper ist die Ausbreitung der sogenannten Vespa velutina in Sachsen unaufhaltsam. Wie gefährlich das Tier für die heimischen Bienenvölker ist, könne die Expertin noch nicht einschätzen.

Sie kennt sich aus: Bienen-, Wespen- und Hornissenexpertin Marion Loeper.
Sie kennt sich aus: Bienen-, Wespen- und Hornissenexpertin Marion Loeper.  © Robert Michael/dpa

"Die einen sagen, sie überfallen nur schwache Bienenvölker. Die anderen sagen, sie stellen eine Bedrohung für alle dar", erklärt sie. Eine Bekämpfungsstrategie gäbe es daher zunächst nicht.

Titelfoto: Bildmontage: IMAGO/ingimage & Robert Michael/dpa

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