Im Erzgebirge blühen wieder die "Nackten Jungfern"

Drebach - Milde Temperaturen und viel Sonne vom blauen Frühlingshimmel. Solches Wetter lieben nicht nur wir Menschen, sondern auch die "Nackten Jungfern" in Drebach (Erzgebirgskreis).

Besucher sollten den Schildern folgen und nicht die Krokusflächen betreten.
Besucher sollten den Schildern folgen und nicht die Krokusflächen betreten.  © Uwe Meinhold

Der kleine Ort im Erzgebirge ist für seine prachtvollen Krokuswiesen bekannt, die jedes Frühjahr Tausende Besucher anlocken.

"80 bis 90 Prozent der Krokusse sind jetzt aufgeblüht. Aber viele Exemplare sind durch den Starkregen, den Sturm und den strengen Nachtfrost der letzten Tage schon umgefallen. Trotzdem sieht es auf den Wiesen jetzt richtig schön blau-lila aus", teilt die Gemeinde auf ihrer Homepage mit.

Wer die Krokuswiesen einmal erwandern will, für den lohnt sich aktuell ein Ausflug. In Drebach gibt es mehr als 40 Flächennaturdenkmale auf insgesamt sieben Hektar, wo die wild wachsenden Krokusse, je nach Witterung, zwischen Anfang März und Ende April blühen.

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Die Pflanzen sollen übrigens dank eines Pfarrers namens David Rebentrost (1648 – 1703) ihren Weg ins Erzgebirge gefunden haben. Der Geistliche war auch Heilpraktiker und Pflanzenzüchter.

Der Legende nach soll er Kurfürsten Johann Georg II. nach einem Jagdunfall behandelt haben und dafür durfte er sich aus dem kurfürstlichen botanischen Garten in Dresden drei Pflanzen aussuchen. Darunter war auch der Frühlingskrokus.

Achtung bei der Anreise, B101 gesperrt

Ein Meer aus violetten Blüten: In Drebach sind 80 bis 90 Prozent der Krokusse aufgeblüht.
Ein Meer aus violetten Blüten: In Drebach sind 80 bis 90 Prozent der Krokusse aufgeblüht.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Auch wenn sich die Pflanzen inzwischen zahlreich im Ort verbreitet haben, so sind sie doch sehr empfindlich. Deshalb wird auf der Gemeindeseite appelliert: "Bitte bleiben Sie beim Besuch in Drebach auf den Wegen, betreten Sie die Krokusflächen nicht. Graben oder stechen Sie keinesfalls Knollen aus."

In diesem Jahr gibt es für die Besucher außerdem ein Problem bei der Anreise zu beachten: "Die Straße durch das Heidelbachtal von der B101 ist gesperrt", warnt die Gemeinde.

Wer kann, sollte sich das Blüten-Spektakel lieber in der Woche anschauen. Das entspannt nicht nur die Parksituation, auch die Besucher können stressfreier über die Wiesen wandern und die Krokusse anschauen.

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

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