Marode Erzgebirgs-Brücke nur noch einspurig befahrbar, Ersatzneubau geplant

Olbernhau - In Olbernhau (Erzgebirgskreis) könnte bald ein Nadelöhr verschwinden. Die marode Flöhabrücke am Ortsausgang soll einen Ersatzneubau erhalten.

Die Flöhabrücke in Olbernhau ist ein Nadelöhr, kann nur noch einspurig befahren werden. (Symbolbild)
Die Flöhabrücke in Olbernhau ist ein Nadelöhr, kann nur noch einspurig befahren werden. (Symbolbild)  © kadmy/123 RF

Wie die Landesdirektion Sachsen mitteilte, wurde der Bau der Brücke, die sich am östlichen Ende von Olbernhau befindet, genehmigt. Die Brücke ist schon lange im schlechten Zustand und deshalb nur einspurig befahrbar.

"Gute Nachrichten für die Menschen im oberen Flöhatal: Die verschlissene und nur noch einspurig befahrbare Flöhabrücke oberhalb der Schweinitz-Mündung kann neu gebaut werden. Neben der Beseitigung des leidigen Engpasses können sich die Bürgerinnen und Bürger auf einen separaten Fuß- und Radweg freuen, der die Flöhaquerung für alle Verkehrsteilnehmer sicherer und komfortabler machen wird", so Regina Kraushaar, Präsidentin der Landesdirektion Sachsen.

Nun wurden der Abriss der bestehenden Brücke sowie die Errichtung eines Ersatzneubaus am selben Standort genehmigt. Die neue Brücke erhält einen separaten Geh- und Radweg.

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Während der Bauzeit soll der Verkehr über eine Behelfsbrücke rollen, die neben der bestehenden Flöhabrücke errichtet wird. Es kann aber trotzdem zu kurzzeitigen Vollsperrungen kommen. Aktuell wird in Olbernhau bereits die Marktbrücke saniert.

Wann die Bauarbeiten starten, ist noch unklar

Neben den Olbernhauern sind auch die Bewohner von Seiffen, Deutschneudorf und Heidersdorf von den Bauarbeiten betroffen.

Die S214, die über die Brücke führt, stellt zusammen mit der S211, die am südlichen Baubereich einmündet, eine wichtige Verbindung zwischen Mittel- und Osterzgebirge sowie Tschechien dar.

Wann die Bauarbeiten starten, steht noch nicht fest. Zunächst werden die Planungsunterlage den beteiligten Gemeinden und Einrichtungen zugeschickt und öffentlich ausgelegt. Die Baukosten werden bei rund einer Million Euro liegen, die vom Freistaat bereitgestellt werden.

Titelfoto: kadmy/123 RF

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