Gesundheitsministerin Köpping macht's vor: Sie hat sich mit AstraZeneca impfen lassen!

Leipzig - Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) hat ihre erste Spritze gegen das Coronavirus erhalten. Sie ließ sich mit dem Impfstoff von AstraZeneca impfen!

Jannik Winckler, Impfarzt im Impfzentrum Leipzig, impft Petra Köpping (62, SPD), Gesundheitsministerin in Sachsen, mit dem Impfstoff von AstraZeneca gegen das Coronavirus.
Jannik Winckler, Impfarzt im Impfzentrum Leipzig, impft Petra Köpping (62, SPD), Gesundheitsministerin in Sachsen, mit dem Impfstoff von AstraZeneca gegen das Coronavirus.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Den Sachsen ein Vorbild! Die SPD-Politikerin gehört mit ihren 62 Jahren zu der Personengruppe, welche sich seit dem vergangenen Donnerstag im Freistaat gegen Covid-19 impfen lassen kann.

Am heutigen Montag erhielt sie im Impfzentrum Leipzig ihre erste Schutzimpfung.

In einer Pressemitteilung gab sie bekannt, dass es für sie eine "Selbstverständlichkeit" gewesen wäre, den Impfstoff, sobald es möglich sei, zu erhalten.

Köpping betonte: "Die sehr gute Wirksamkeit des Impfstoffes ist bestätigt, er schützt zuverlässig vor schweren Covid-19-Krankheitsverläufen. Die Nebenwirkungen sind sehr selten."

Derzeit gebe es noch viele freie Impftermine für das Vakzin. Daher rief die Gesundheitsministerin dazu auf, sich auch für AstraZeneca zu entscheiden.

"Das Impfen ist der entscheidende Schritt auf dem Weg aus der Pandemie".

Pharmazeutin Dräger betont: Nutzen des AstraZeneca-Impfstoffs ist vielfach höher als das Impfrisiko!

Köpping wartet nach ihrer Impfung mit AstraZeneca 15 Minuten im Warteraum, bis sie beschwerdenfrei das Impfzentrum verlässt.
Köpping wartet nach ihrer Impfung mit AstraZeneca 15 Minuten im Warteraum, bis sie beschwerdenfrei das Impfzentrum verlässt.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Mit ihr ließen sich auch die Rektorin der Universität Leipzig, Prof. Dr. med. Beate A. Schücking (65), sowie die Kanzlerin der Hochschule, Prof. Dr. Birgit Dräger, selbst Pharmazeutin, mit AstraZeneca impfen. Auch sie sind über 60 Jahre alt.

Schücking hofft, dass der AstraZeneca-Impfstoff die notwendige Akzeptanz findet. "Impfungen mit diesem Vakzin sind trotz aller Bedenken richtig und gut", sagte die Rektorin.

Auch Pharmazeutin Dräger fand deutliche Worte: "Der AstraZeneca-Impfstoff birgt Risiken wie viele andere Impfstoffe, aber nach den bisher bekannten Daten auch nicht mehr als ein durchschnittlich hohes Risiko".

Das Coronavirus ist nach wie vor eine gefährliche Infektion. In Deutschland starben bislang 2,5 bis 3 Prozent der Infizierten.

Dräger dazu: "Der Nutzen des Impfstoffs, das Infektionsrisiko zu senken, ist vielfach höher als das Impfrisiko".

Inzidenz in Sachsen steigt wieder

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in gesamt Deutschland aktuell bei 136. In Sachsen ist die Situation verschärfter. Am Montag lag der Wert im Freistaat laut Robert-Koch-Institut bei 203,6.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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