Lautes Vergnügen mit altem Russen-Ungetüm: Mit dem Panzer durch die Lausitz!

Hoyerswerda/Thüringen - Kleine Spritztour im Panzer gefällig? Das ist jetzt im Lausitzer Seenland möglich. Der frühere Panzerschlosser Uwe Berger (53) hat sich dafür einen Schützenpanzer aus dem "Westen" besorgt und ihn für Ausfahrten flottgemacht.

Uwe Berger (53) alias "Grigorij" lädt ein zum Panzerfahren im Lausitzer Seenland.
Uwe Berger (53) alias "Grigorij" lädt ein zum Panzerfahren im Lausitzer Seenland.  © Steffen Unger

Der BMP-Schützenpanzer (290 PS) sowjetischer Entwicklung ist ein West-Import.

"Den habe ich quasi aus Feindeshand wieder rübergeholt, aus einem Museum in Bayern", sagt Berger scherzhaft. Einheimischen und Freunden der Panzerszene ist er besser bekannt als "Grigorij", seinem zweiten Vornamen.

Sein russischer Vater war in Thüringen stationiert, wo Berger auch aufwuchs. Vor der Wende arbeitete er selbst bei der Roten Armee als Panzerschlosser, kennt sich auch mit anderen Kriegs-Gefährten aus.

Die Fahrten mit dem entmilitarisierten Panzer über Stock und Stein bietet er seit ein paar Monaten auf seinem großen Grundstück (2,6 Hektar), einem ehemaligen NVA-Stützpunkt, im Lohsaer Ortsteil Dreiweibern nahe Hoyerswerda an.

Bis zu 60 Stundenkilometer schafft das 13 Tonnen schwere Gefährt: "Man sollte schon ein wenig sportlich sein", rät Berger Mitfahrern.

Eine Fahrt für maximal elf Personen dauert rund 15 Minuten, kostet insgesamt 80 Euro. "Von Familien, Feuerwehr bis hin zu Reservisten der Bundeswehr hatte ich schon Mitfahrer", sagt Berger.

Ein Blick ins Innere des BMP-Schützenpanzers.
Ein Blick ins Innere des BMP-Schützenpanzers.  © Steffen Unger

In einer Halle stehen weitere Militär-Fahrzeuge, seinen Bunker bietet er als buchbare Feierstätte an. Interessenten können sich bei ihm melden unter Tel. 01777614943.

Titelfoto: Steffen Unger

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