Vor einem Jahr im Einsatz gestorben: Gedenkstein erinnert an getöteten Polizisten

Lauchhammer - Vor einem Jahr endete das Leben des Dresdner Polizisten Maximilian Stoppa (†32) in der Bockwitzer Straße im brandenburgischen Lauchhammer. Ein polnischer Autodieb (27) hatte ihn dort totgefahren, muss sich nächste Woche wegen Mordes vor Gericht verantworten.

Zahlreiche Polizisten gedachten des verstorbenen Kollegen.
Zahlreiche Polizisten gedachten des verstorbenen Kollegen.  © Holm Helis

Am Mittwoch wurde vor Polizisten, Angehörigen und Politikern ein Gedenkstein für den jungen Polizisten enthüllt.

Außer der Sonne strahlte gegen 11 Uhr am Tatort nichts mehr: "Wir stehen heute hier zusammen, um einen Menschen zu ehren, der sein Leben voll und ganz in den Dienst unserer Gesellschaft gestellt hat und dafür mit dem Höchsten zahlte", sagte Dresdens Polizeipräsident Lutz Rodig (62) vor Ort.

"Er war hier, weil er anderen helfen wollte, anderen, denen Unrecht widerfahren war." Rodig zollte der Entscheidung des Beamten der Gemeinsamen Fahndungsgruppe, den gestohlenen Wagen zu stoppen, höchsten Respekt.

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"Dieser Stein ist ein Zeichen dafür, dass sein Dienst an der Gesellschaft nicht vergessen wird", so Rodig.

Maximilian Stoppa (32) kam bei einer Autokontrolle ums Leben.
Maximilian Stoppa (32) kam bei einer Autokontrolle ums Leben.  © Facebook Polizei Sachsen
Der junge Familienvater starb vor einem Jahr in Lauchhammer.
Der junge Familienvater starb vor einem Jahr in Lauchhammer.  © Robert Michael/dpa

Der Gedenkstein besteht aus Sandstein

Politiker und Polizeiführungskräfte enthüllten den Gedenkstein an den verstorbenen Beamten.
Politiker und Polizeiführungskräfte enthüllten den Gedenkstein an den verstorbenen Beamten.  © Sebastian Kahnert/dpa

"Maximilian Stoppa war einer von uns", sagte anschließend Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (50, CDU). "Ein Staatsbürger, ein Freund, ein Vater, ein Kamerad der Freiwilligen Feuerwehr. Jemand, der sich für dieses Gemeinwesen, dieses Land engagiert hat. Und deswegen ist sein Tod ein Angriff auf uns alle."

Nach den Reden wurde der Gedenkstein enthüllt. Er besteht aus Sandstein, um an die Dienststelle in der Dresdner Schießgasse zu erinnern, mit einer Menschenkette, in der eine Person fehlt.

Um 11.34 Uhr, dem Tatzeitpunkt, erfolgte eine Schweigeminute nicht nur vor Ort, sondern auch in zahlreichen Dienststellen. Danach legten unter anderem Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (64, SPD), die sächsische Gewerkschaft der Polizei und auch eine Ersthelferin Gestecke ab.

Lutz Rodig (62) hielt am Mittwoch ebenfalls eine Rede.
Lutz Rodig (62) hielt am Mittwoch ebenfalls eine Rede.  © Holm Helis

Viele Polizisten und auch Stoppas Angehörige versahen den Stein mit weißen Rosen. Sachsens Innenminister Armin Schuster (64, CDU) sprach ihnen Mut zu. Das Rathaus bot anschließend noch Getränke und einen Ort zum Aufwärmen.

Titelfoto: Bildmontage: Facebook Polizei Sachsen, Sebastian Kahnert/dpa

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