Vor einem Jahr im Einsatz gestorben: Gedenkstein erinnert an getöteten Polizisten
Lauchhammer - Vor einem Jahr endete das Leben des Dresdner Polizisten Maximilian Stoppa (†32) in der Bockwitzer Straße im brandenburgischen Lauchhammer. Ein polnischer Autodieb (27) hatte ihn dort totgefahren, muss sich nächste Woche wegen Mordes vor Gericht verantworten.
Am Mittwoch wurde vor Polizisten, Angehörigen und Politikern ein Gedenkstein für den jungen Polizisten enthüllt.
Außer der Sonne strahlte gegen 11 Uhr am Tatort nichts mehr: "Wir stehen heute hier zusammen, um einen Menschen zu ehren, der sein Leben voll und ganz in den Dienst unserer Gesellschaft gestellt hat und dafür mit dem Höchsten zahlte", sagte Dresdens Polizeipräsident Lutz Rodig (62) vor Ort.
"Er war hier, weil er anderen helfen wollte, anderen, denen Unrecht widerfahren war." Rodig zollte der Entscheidung des Beamten der Gemeinsamen Fahndungsgruppe, den gestohlenen Wagen zu stoppen, höchsten Respekt.
"Dieser Stein ist ein Zeichen dafür, dass sein Dienst an der Gesellschaft nicht vergessen wird", so Rodig.
Der Gedenkstein besteht aus Sandstein
"Maximilian Stoppa war einer von uns", sagte anschließend Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (50, CDU). "Ein Staatsbürger, ein Freund, ein Vater, ein Kamerad der Freiwilligen Feuerwehr. Jemand, der sich für dieses Gemeinwesen, dieses Land engagiert hat. Und deswegen ist sein Tod ein Angriff auf uns alle."
Nach den Reden wurde der Gedenkstein enthüllt. Er besteht aus Sandstein, um an die Dienststelle in der Dresdner Schießgasse zu erinnern, mit einer Menschenkette, in der eine Person fehlt.
Um 11.34 Uhr, dem Tatzeitpunkt, erfolgte eine Schweigeminute nicht nur vor Ort, sondern auch in zahlreichen Dienststellen. Danach legten unter anderem Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (64, SPD), die sächsische Gewerkschaft der Polizei und auch eine Ersthelferin Gestecke ab.
Viele Polizisten und auch Stoppas Angehörige versahen den Stein mit weißen Rosen. Sachsens Innenminister Armin Schuster (64, CDU) sprach ihnen Mut zu. Das Rathaus bot anschließend noch Getränke und einen Ort zum Aufwärmen.
Titelfoto: Bildmontage: Facebook Polizei Sachsen, Sebastian Kahnert/dpa
