Sachsen kämpft mit steigender Arbeitslosigkeit
Von Andreas Hummel
Chemnitz - Die Arbeitslosigkeit in Sachsen ist zum Jahresende 2025 erneut gestiegen und knapp an die Marke von 7 Prozent gerückt.
Im Dezember waren fast 148.300 Männer und Frauen ohne Job, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit informiert. Das waren 1,7 Prozent mehr als im November und 5,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg auf 6,9 Prozent.
"Das Jahr 2025 war kein gutes, aber ein stabiles Jahr", resümierte der Chef der Regionaldirektion, Klaus-Peter Hansen. Die wirtschaftliche Entwicklung und globale Unsicherheiten wirkten sich auf den hiesigen Arbeitsmarkt aus.
"Dass es nicht mehr arbeitslose Menschen gibt, liegt an den Betrieben, die mit aller Kraft, viel Geld und Mut ihr Fachpersonal halten."
Zudem hätten die Arbeitsagenturen und Jobcenter wieder verstärkt in die Qualifizierung der Menschen investiert.
Andernfalls wäre die Arbeitslosigkeit noch weitaus höher.
Unterbeschäftigung bei mehr als 178.000
Die sogenannte Unterbeschäftigung, die neben den Arbeitslosen auch Menschen erfasst, die zum Beispiel an solchen Weiterbildungen teilnehmen, lag am Jahresende bei mehr als 178.400 Personen.
Auch bundesweit ist die Zahl der Arbeitslosen im Dezember im Vergleich zum Vormonat gestiegen: um 23.000 auf 2,908 Millionen.
Das sind 101.000 mehr als im Dezember 2024, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote liegt in Deutschland nun bei 6,2 Prozent.
Titelfoto: Uwe Meinhold
