Mann sticht bei Feier in Pirna älteren Bruder mit Messer nieder

Pirna - Drama auf einer Familienfeier im Pirnaer Stadtteil Copitz. Aus einer geselligen Runde wurde dort am frühen Sonntagmorgen eine äußerst blutige Angelegenheit.

Mit einem Großaufgebot waren Polizei und Rettungskräfte vor Ort.
Mit einem Großaufgebot waren Polizei und Rettungskräfte vor Ort.  © Daniel Förster

Nachdem ein junger Mann (24) ordentlich "getankt" hatte, soll er mit seinem älteren Bruder (31) in einen Streit geraten sein, wie die Polizeidirektion Dresden gegenüber TAG24 mitteilt.

Schließlich habe der 24-Jährige laut ersten Erkenntnissen ein Messer gezogen, mit dem er auf sein Gegenüber losgegangen sein soll.

Mehrfach soll der jüngere auf den älteren Bruder eingestochen, ihn dabei schwer im Gesicht verletzt haben. Um ein Haar wäre die Klinge dabei offenbar fast in einem Auge des Opfers gelandet.

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Kurz nach dem Angriff riefen andere Feiernde den Notruf. Mit einem Großaufgebot eilten daraufhin vier Streifenwagen, zwei Rettungsautos und ein Notarzt zum Tatort.

Die Beamten konnten die Lage recht schnell unter Kontrolle bringen. Der Verletzte kam dann zur Erstversorgung in einen der Rettungswagen. Kurz darauf wurde er in eine Klinik gefahren.

Mutmaßlicher Täter hat Promillewert von 1,18

Der Verletzte wurde in eine Klinik gebracht.
Der Verletzte wurde in eine Klinik gebracht.  © Daniel Förster

Laut eines Polizeisprechers sei der Tatverdächtige psychisch auffällig gewesen, weshalb er in Begleitung der Beamten in eine Psychiatrie eingewiesen wurde.

Das blutverschmierte Messer konnte noch vor Ort als mutmaßliche Tatwaffe sichergestellt werden. Außerdem bestätigte die Polizei gegenüber TAG24, dass ein Atemalkoholtest bei dem mutmaßlichen Angreifer einen Promillewert von 1,18 ergeben habe.

Ob der Angegriffene ebenfalls Alkohol konsumiert hatte, blieb zunächst offen. Bei ihm wurde kein Atemalkoholtest durchgeführt.

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Die Polizei ermittelt nun zunächst wegen schwerer Körperverletzung. Sollte der Verletzte jedoch ohne körperlich bleibende Schäden davonkommen, würde die Attacke auf gefährliche Körperverletzung zurückgestuft werden.

Die Ermittlungen dauern an!

Titelfoto: Daniel Förster

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