Nur noch knapp 800 klassische Bergmänner in Sachsen

Chemnitz - Die Zahl der Beschäftigten im Bergbau in Sachsen ist in den vergangenen Jahren gesunken.

Die Zahl der Beschäftigten im sächsischen Bergbau ist gesunken. Es gibt nur noch knapp 800 klassische Bergmänner.
Die Zahl der Beschäftigten im sächsischen Bergbau ist gesunken. Es gibt nur noch knapp 800 klassische Bergmänner.  © Hendrik Schmidt/dpa

Waren 2019 noch mehr als 2200 Männer und Frauen im Bergbau tätig, verdienten dort ihm vergangenen Jahr nur noch gut 2000 Menschen ihr Geld, wie aus Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht. Dazu zählten knapp 800 klassische Bergmänner.

Andere Berufe in der Branche waren Maschinen- und Anlagenbauer, Hausmeister, Sicherheitsdienste sowie Verwaltungs- und Bürokaufleute. Im regionalen Vergleich sticht der Landkreis Bautzen hervor - knapp jeder vierte Beschäftigte im Bergbau entfällt auf diese Region.

In Sachsen wird nach wie vor Braunkohle zur Energiegewinnung abgebaut, laut einer Übersicht des Oberbergamtes aber auch Steine und Erden, Kaolin und Flussspat. Zudem gibt es Pläne, neue Bergwerke zu errichten, etwa um Lithium und Zinn zu fördern.

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Nach Angaben der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit ist auch im Bergbau die Fachkräftesicherung eine wichtige Aufgabe. In den nächsten zehn Jahren gehe knapp jeder dritte Beschäftigte in Rente und müsse zumindest ein Teil der Stellen nachbesetzt werden. Es gebe aber auch einen starken Trend zu Automatisierung.

Gute Verdienstmöglichkeiten im Bergbau

"In Bergwerken werden bereits Roboterfahrzeuge und automatische Bohrmaschinen eingesetzt", erklärte Sprecher Frank Vollgold. "Drohnen oder Tauchroboter vermessen schwer zugängliche Bereiche und autonome Wartungsroboter reparieren Maschinen." Dadurch veränderten sich die Arbeitsabläufe und technischen Anforderungen für die Fachkräfte.

Im vergangenen Jahr hat es hierzulande 20 Auszubildende in den Berufen der Berg-, Tagebau und Sprengtechnik gegeben. In diesen Berufen bieten sich den Angaben nach gute Verdienstmöglichkeiten.

Der Medianlohn liege mit 3655 Euro pro Monat mehr als 600 Euro über dem Schnitt aller Vollzeitbeschäftigten, so die Regionaldirektion.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa

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