Studie zeigt: Acht der elf ärmsten Regionen Deutschlands liegen im Osten

Plauen - Ein neuer Preisindex für ganz Deutschland zeigt mal wieder: Der Osten ist gegenüber dem Westen wirtschaftlich weiterhin abgehängt. Acht der elf günstigsten und ärmsten Regionen liegen diesseits der früheren Grenze.

Idylle pur: Doch wirtschaftlich ist das Vogtland weit abgehängt.
Idylle pur: Doch wirtschaftlich ist das Vogtland weit abgehängt.  © Kristin Schmidt
Das Institut der deutschen Wirtschaft hat die Lebenshaltungskosten in 400 Städten und Landkreisen berechnet und daraus eine Deutschland-Karte gebaut. Am teuersten ist München. Hier bezahlen die Bewohner 24,4 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt. Knapp dahinter der Landkreis München und die Finanzmetropole Frankfurt am Main.

Von Luxus können die meisten Bewohner im Osten nur träumen. Acht der elf ärmsten Regionen liegen hier. An der Spitze der Vogtlandkreis (9,6 Prozent unter Bundesdurchschnitt). Zu den billigsten Regionen gehören ferner Greiz und Görlitz. Erst auf Platz vier folgt mit Wunsiedel der erste West-Landkreis.

Vogtland-Landrat Thomas Hennig (46, CDU) ist empört: "Löhne, Fixkosten - alles ist bei uns am billigsten. Das muss dringend angepasst werden. 34 Jahre nach der politischen Wende sind solche Statistiken nicht mehr tragbar."

Vogtland-Landrat Thomas Hennig (46, CDU) ärgert sich über die Zahlen des neuen Preisindex.
Vogtland-Landrat Thomas Hennig (46, CDU) ärgert sich über die Zahlen des neuen Preisindex.  © Kristin Schmidt
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Die Aussage deckt sich mit der von BSW-Landesgeschäftsführerin Janina Pfau (40) aus dem Vogtland. "Kein Wunder, der vorvorletzte Landrat träumte vom Billiglohnland Vogtland. Viele Firmen zahlen noch Niedriglöhne. Darum ist der Osten weiter abgehängt. Wir leisten oft mehr für weniger Geld."

Titelfoto: Kristin Schmidt

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