Sachsen: Zwei Menschen 2022 nach Schusswaffeneinsatz der Polizei gestorben

Dresden - Im Jahr 2022 sind in Sachsen zwei Menschen nach Schüssen aus Polizeiwaffen ums Leben gekommen. Das Innenministerium wollte auf Anfrage noch keine Zahlen zum Schusswaffengebrauch bei der Polizei nennen; erst im März lägen die Statistiken vor.

Am 10. Dezember starb der Dresdner Geiselnehmer, nachdem es zu einem "Schusswaffeneinsatz des Spezialeinsatzkommandos" kam, "in dessen Folge der 40-Jährige tödlich verletzt wurde".
Am 10. Dezember starb der Dresdner Geiselnehmer, nachdem es zu einem "Schusswaffeneinsatz des Spezialeinsatzkommandos" kam, "in dessen Folge der 40-Jährige tödlich verletzt wurde".  © Bodo Schackow/dpa

Allerdings sind mit einer Geiselnahme in Dresden im Dezember und dem Tod eines Mannes in seiner Leipziger Wohnung im September zwei Fälle bekannt geworden, bei denen Menschen nach dem Gebrauch von Schusswaffen durch die Polizei gestorben sind.

2021 und 2020 hatte das Innenministerium in Antworten auf Kleine Anfragen einer Linkspolitikerin die Zahl der Getöteten jeweils mit null angegeben.

Bei der aufsehenerregenden Geiselnahme am dritten Adventswochenende starb der 40 Jahre alte Täter nach einem "Notzugriff" der Polizei. Der bewaffnete Mann, der zuvor seine Mutter erschossen hatte, hatte sich mit zwei Geiseln in der Dresdner Altmarkt-Galerie aufgehalten.

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Laut Polizei "kam es zum Schusswaffeneinsatz des Spezialeinsatzkommandos, in dessen Folge der 40-Jährige tödlich verletzt wurde".

Auch in Leipzig wurde ein Mann von der Polizei erschossen

In Leipzig wurde am 7. September ein 36-Jähriger von der Polizei erschossen.
In Leipzig wurde am 7. September ein 36-Jähriger von der Polizei erschossen.  © Silvio Bürger

Im September fielen zudem Schüsse in einer Wohnung in Leipzig. Sie sollte durchsucht werden, dabei kam es laut Staatsanwaltschaft zu einer "bedrohlichen Einsatzlage" und "Schusswaffenanwendung".

Ein 36 Jahre alter Mann starb. Er stand im Verdacht, etwas mit Raubdelikten in einem Einkaufsmarkt zu tun zu haben. Die Polizei in Dresden nahm Ermittlungen gegen zwei Beamte auf.

Zusätzlich zu den tödlichen Schüssen gab es Ende Oktober in Zwickau einen Schwerverletzten, nachdem ein Polizist seine Dienstwaffe gezogen hatte. Ein 43 Jahre alter Autofahrer hatte versucht, vor einer Verkehrskontrolle zu fliehen.

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Ein Polizist schoss auf den Wagen. Gegen den 30-jährigen Beamten wurde ebenfalls ermittelt, um zu prüfen, ob der Einsatz der Waffe rechtmäßig war.

Im Jahr 2021 wurde laut Innenministerium ein Mensch durch einen Schusswaffeneinsatz der Polizei verletzt. Im Jahr 2020 waren es zwei. Dabei handelte es sich um Polizeibedienstete. Sie wurden nach Angaben des Ministeriums während eines Biathlon-Trainingslagers verletzt, als beim Reinigen einer Sportwaffe versehentlich ein Schuss abgegeben wurde.

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa

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