Spitzenküche für hungrige Hauptstädter: Sie sind Sachsens Chefköche in Berlin

Berlin - Tief im Herzen Berlins steht sie, die Sächsische Botschaft. Offiziell unter dem etwas sperrigen Namen "Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund" bekannt, werben hier Hausherr Conrad Clemens (41, CDU) und sein Team für die Belange des Freistaates. Oft kommen die Gäste dabei auch in den Genuss feinster sächsischer Köstlichkeiten aus Spitzkunnersdorf.

Junior-Chef Sebastian Herzog (39, r.) und sein Berliner Serviceleiter Thomas Zibell (41) präsentieren ihre Köstlichkeiten im sogenannten Sachsenkeller - dem Schankraum der Botschaft.
Junior-Chef Sebastian Herzog (39, r.) und sein Berliner Serviceleiter Thomas Zibell (41) präsentieren ihre Köstlichkeiten im sogenannten Sachsenkeller - dem Schankraum der Botschaft.  © Christian Kielmann

In dem kleinen Örtchen hat die Landfleischerei Herzog ihren Sitz. Die ist schon seit weit mehr als zehn Jahren im kulinarischen Einsatz für Sachsen. Einst über eine Ausschreibung an die ersten Aufträge gekommen, kocht sie inzwischen in der Botschaft oder auf der Grünen Woche für Sachsen.

"Immer wenn’s typisch sächsisch sein soll, dann kommen wir", so Junior-Chef Sebastian Herzog (39). Der verrät zugleich, was die hungrigen Hauptstädter am liebsten essen.

"Kartoffelsuppe geht immer wie verrückt, aber auch Tafelspitz, das Jägerschnitzel oder die sächsischen Knacker sind sehr beliebt", so Junior-Chef Sebastian Herzog (39).

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Genauso gut wie die Rote Grütze oder andere süße Köstlichkeiten wie das Quarkkäulchen. Allerdings kommt es bei dem regelmäßig zu Verwirrung und Verwunderung. "Hier in Berlin versteht man unter Quarkkäulchen diese Teigbällchen, die wir wohl am ehesten als Kräppelchen bezeichnen würden."

Die sächsischen Knacker sind besonders beliebt.
Die sächsischen Knacker sind besonders beliebt.  © Christian Kielmann

Das ist die Aufgabe der Sächsischen Botschaft in Berlin

Die Sächsische Botschaft ist eine Art zentrale Anlaufstelle für alle Veranstaltungen rund um den Freistaat. In dem historischen Haus unweit des Humboldt Forums finden Lesungen, Filmpremieren, Kunstausstellungen oder Fachgespräche jeglicher Art statt.

Weiter fungieren Landesvertretung und Hausherr als eine Art Schaltstelle zwischen Bundes- und Landespolitik. "Sie macht sich für Sachsen stark im Bundesrat, im Deutschen Bundestag sowie gegenüber der Bundesregierung. Regelmäßig treffen sich die führenden Köpfe der verschiedenen Gremien in der Vertretung zu Gesprächen", formulierte es einst TAG24-Redakteurin Pia Lucchesi treffend.

Titelfoto: Christian Kielmann

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