Sächsische Winzer wünschen sich sonnigen Herbst: Die Weinlese hat begonnen

Radebeul - "In vino veritas" - im Wein liegt die Wahrheit. Eine schmerzliche Wahrheit ist, dass die sächsische Traubenernte dieses Jahr wohl deutlich niedriger ausfallen wird.

Studentin Sophie Reuter (22) hilft bei der Weinlese.
Studentin Sophie Reuter (22) hilft bei der Weinlese.  © Petra Hornig

Beim Weinbauverband Sachsen rechnet Chef Felix Hößelbarth (40) mit einem Rückgang von 10 bis 20 Prozent beim Ertrag. Schuld daran sei das heiß-trockene Sommerwetter.

"Wir werden nicht 2,5 Millionen Liter haben, sondern eher zwei oder 2,2 Millionen Liter", schildert der ehrenamtliche Vorsitzende, der Kellermeister auf dem Weingut Hof Lößnitzgrund ist.

Gewissheit an den Hängen zwischen Meißen und Pillnitz werden die Winzer bald haben: Bereits jetzt hat die Weinlese begonnen. Den Auftakt machte gestern Schloss Wackerbarth in Radebeul. Das Staatsweingut erntete die ersten Solaris-Trauben für den Federweißen.

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Hier hoffen alle noch auf einen Spitzenrotwein. Denn die hiesigen Trauben sind durch aufwendige Pflege und passgenaue Bewässerung in gutem Zustand.

Gärtnerin Brigitte Münch (38) hat auf dem Weingut Schloss Wackerbarth wieder allerhand zu tun.
Gärtnerin Brigitte Münch (38) hat auf dem Weingut Schloss Wackerbarth wieder allerhand zu tun.  © Petra Hornig
Die Trauben sind trotz Hitze und Dürre einigermaßen gut über den Sommer gekommen.
Die Trauben sind trotz Hitze und Dürre einigermaßen gut über den Sommer gekommen.  © Petra Hornig

Wackerbarth-Sprecher Martin Junge (37): "Wir wünschen uns einen goldenen Herbst ohne Starkregen oder Hagel."

Titelfoto: Petra Hornig

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