Laute Geräusche aus Laderaum: Bundespolizei entdeckt arme Vierbeiner bei Grenzkontrolle
Görlitz - Die Bundespolizei stoppte am Dienstagnachmittag einen Transporter an einem Grenzübergang bei Görlitz, als aus dem Fahrzeug plötzlich ungewöhnliche Geräusche ertönten.
An der Grenzkontrollstelle in Hagenwerder stießen die Beamten auf einen Transporter, in dem sich auf den ersten Blick nur ein polnischer Fahrer (62), seine niederländische Beifahrerin (63) sowie ein kleiner Hund befanden. Doch der Eindruck täuschte.
"Noch vor der Kontrolle des Laderaums fiel den Beamten jedoch auf, dass deutlich mehr Hundegebell zu hören war, als der Vierbeiner im Fahrgastraum hätte verursachen können", teilte die Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf am Mittwoch mit.
Als die Beamten einen Blick in den Laderaum warfen, entdeckten sie zehn arme Hunde, die mit einer Leine an der Wand des Transporters angebunden und ohne jedwede Sicherung über die Grenze geschmuggelt werden sollten. Gültige Einreisedokumente für die kleinen Vierbeiner lagen nicht vor.
Ein von der Bundespolizei veröffentlichtes Bild lässt dabei Herzen schmelzen.
Kein Happy End: Hunde bleiben in Polen
Mit traurigen Augen und leicht bedröppelt blicken die Fellnasen nach ihrer Reise im dunklen Heck des Transporters ins Antlitz der deutschen Beamten.
Ein Happy End gab es für die Hunde aber nicht. Nachdem eine Einreise der Hunde verweigert wurde, wollten auch der Pole und die Niederländerin nicht mehr einreisen und blieben samt ihren Hunden auf der polnischen Seite der Grenze.
Das Veterinäramt hat unterdessen ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet.
Titelfoto: Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf
