Stellenabbau in Sachsen: Jetzt steht sogar der Verfassungsschutz auf Prüfstand
Dresden - Abspecken! Sachsens Landesregierung macht Ernst mit Entbürokratisierung und Personalabbau. Es geht um die Reduzierung von Kosten sowie den Wegfall von Strukturen und Papier.
Das Kabinett hat am Dienstag insgesamt 64 Prüfaufträge beschlossen. Damit haben Staatskanzlei und Ministerien die Aufgabe, zu prüfen, was weg, was durch Digitalisierung effizienter und was einfacher strukturiert werden kann.
Auf dem Prüfstand stehen auch die Landesdirektion (LDS), das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) oder die Landesbeauftragten sowie die Beiräte (jeweils 13).
Wenn du mal nicht weiterweißt, gründe einen Arbeitskreis? Prüfen bedeutet also "Auf die lange Bank schieben"? "Nein", sagt Wirtschaftsminister Dirk Panter (51, SPD). Das Gros der Prüfziffern soll bis Ende März abgearbeitet sein, drei Punkte sollen Ende Februar vorliegen, damit sie in ein "Entlastungspaket" einfließen können, das Anfang März im Landtag beschlossen werden soll.
Ein erstes hatte der Landtag bereits im Herbst verabschiedet. Eine finale Entscheidung, was umgesetzt wird, soll im Zuge der Haushaltsverhandlungen im Juni fallen.
Finanzstaatssekretär verweist auf sinkende Zahl der Erwerbstätigen bis 2040
Bereits vor einigen Wochen hatte die Landesregierung den Abbau von mindestens 6131 Stellen bis 2040 beschlossen.
Aber bis dahin sinkt die Zahl der Erwerbstätigen im Freistaat um 200.000 (aktuell: 2,2 Millionen).
Damit werde es auch für den Freistaat schwieriger, Personal zu finden, sagt Finanzstaatssekretär Sebastian Hecht (47).
Deshalb gehe es nicht nur um Personalabbau, sondern auch um den -erhalt.
Titelfoto: Holm Helis

