Explosion in Sächsischer Oberschule: Polizei probt den Ernstfall

Mülsen - Großalarm an der Jakobus-Oberschule in Mülsen-St. Jacob (Landkreis Zwickau).

Bei der Rettungsübung an der Jakobus-Oberschule nahmen 240 Helfer teil.
Bei der Rettungsübung an der Jakobus-Oberschule nahmen 240 Helfer teil.  © Polizei

Im Chemieunterricht explodierte ein Experiment, 25 Kinder und eine Lehrerin wurden verletzt, sieben schwer. Zu diesem Übungsszenario rückten je 66 Helfer von Feuerwehren und Rettungsdienst, 108 Polizisten sowie Mitarbeiter des Landkreises Zwickau am Vormittag aus.

Schulleiter Uwe Schädlich (63) hatte sich bestens vorbereitet. Ein Silvesterböller knallte um 10.04 Uhr so laut, dass den 320 nicht eingeweihten Lehrern und Schülern der Schreck in die Glieder fuhr. Vier Nebeltöpfe öffneten sich und verqualmten das Schulgebäude.

Während Rettungskräfte die 26 Verletzten ins Freie brachten, zeigten andere Schüler, dass sie bei früheren Übungen aufgepasst hatten. Zwei Klassen zeigten am Fenster grüne Karten.

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Das signalisierte den Rettern "Sind vom Rauch eingeschlossen, aber keine Gefahr". Zwei Klassen dagegen zeigten Rot - "Eingeschlossen und Gefahr/Verletzte". Letztere Schüler befreite die Feuerwehr mit einer Drehleiter.

An "Verletzungsschminke" für die Prise Horror sparten die Übungsleiter in Mülsen nicht.
An "Verletzungsschminke" für die Prise Horror sparten die Übungsleiter in Mülsen nicht.  © Polizei
Verpuffung an einer Mülsener Oberschule: Feuerwehrleute bergen diesen "verletzten" Schüler.
Verpuffung an einer Mülsener Oberschule: Feuerwehrleute bergen diesen "verletzten" Schüler.  © Polizei

35 Polizeischüler aus Schneeberg mimten traumatisierte Schüler, die zur Betreuung ins Berufsschulzentrum Lichtenstein gebracht wurden. Polizeisprecher Jean-Paul Lüdtke (35) war am Ende zufrieden: "Wie es aussieht, hat alles geklappt."

Titelfoto: Polizei

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