Friedwald statt Friedhof: Die letzte Ruhe unter Bäumen wird immer beliebter

Waldenburg - Der FriedWald in Waldenburg (Landkreis Zwickau) erfreut sich immer größerer Beliebtheit. "Die Nachfrage ist groß", sagt Jana Gieß (37) von der Öffentlichkeitsarbeit bei FriedWald.

Jana Gieß (37) von der Öffentlichkeitsarbeit bei FriedWald.
Jana Gieß (37) von der Öffentlichkeitsarbeit bei FriedWald.  © FriedWald GmbH (PR)

"Seit der Eröffnung des FriedWald Waldenburg im September 2019 wurden dort 500 Verstorbene beigesetzt." Mehr als 1300 Menschen hätten sich insgesamt bisher für eine Bestattung in der Natur entschieden. In biologisch abbaubaren Urnen unter Bäumen ruht die Asche von Verstorbenen.

Die Wartezeit für eine Beisetzung richte sich nach der Auslastung des Standortes. "Beisetzungen im FriedWald Waldenburg sind im Trauerfall innerhalb von 14 Tagen möglich", so Jana Gieß.

Menschen, die sich für eine Bestattung im Wald interessieren, können schon zu Lebzeiten einen passenden Baum ausfindig machen und somit Vorsorge leisten. "Besonders naturverbundene Menschen, die einen Bezug zum Wald haben, entscheiden sich für eine solche Bestattung."

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Ein einzelner Platz in der Vorsorge beginnt bei 890 Euro, ein Baum für die Familie oder den Freundeskreis bei 2890 Euro. Ein Basisplatz kostet 590 Euro. Kinder bis zum dritten Lebensjahr bekommen einen "Sternschnuppenbaum" kostenfrei. Die Beisetzungskosten liegen bei 450 Euro pro Bestattung.

Einblicke in den FriedWald Waldenburg: ein Grab mit kompostierbarer Urne.
Einblicke in den FriedWald Waldenburg: ein Grab mit kompostierbarer Urne.  © Ralph Kunz
Das Grab kann mit einer Namenstafel personalisiert werden.
Das Grab kann mit einer Namenstafel personalisiert werden.  © Ralph Kunz

Die Idee zum FriedWald stammt ursprünglich aus der Schweiz. Im Jahr 2001 eröffnete der FriedWald Reinhardswald bei Kassel als erster Bestattungswald in Deutschland.

Titelfoto: Ralph Kunz

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