Ausgebranntes "Regenbogenhaus" wird abgerissen
Zwickau - Das Zwickauer Obdachlosen- und Sozialwohnheim "Regenbogenhaus" in der Büttenstraße wurde von einem Mann (43) am 22. Juni 2025 angezündet. Das Gebäude brannte vollständig aus. Die Ruine wird seit Montag abgerissen. Das neue Heim in der Erlmühlenstraße wird von den Bewohnern derweil gut angenommen.
Das Verfahren gegen den Zündler wurde im Januar eingestellt, er befindet sich auf freiem Fuß. Grund: Er war laut Oberstaatsanwältin Ines Leonhardt (54) wegen einer "krankhaften seelischen Störung" schuldunfähig. Der Zündler wird beaufsichtigt und medikamentös behandelt.
Über ein halbes Jahr nach dem Feuer erfolgt seit Montag der Abbruch des Gebäudes. Die Abrissarbeiten sollen bis Ende März abgeschlossen sein. Dabei belaufen sich die Kosten auf rund 144.000 Euro.
"Das Objekt wird bereits durch die Stadt Zwickau zum Verkauf angeboten", so das Rathaus. Allerdings fanden sich bisher noch keine potenziellen Käufer.
Weil die Bewohner aus dem "Regenbogenhaus" nicht ausziehen wollten, gab es einen Streit mit der Stadt, der sich über Jahre hinzog.
Mit dem Bezug des neuen Wohnheims in der Erlmühlenstraße ist dieser Streit laut Rathaus jedoch eingestellt: "Die Bewohner haben sich aus Sicht der Stadtverwaltung Zwickau am neuen Standort sehr gut als 'Hausgemeinschaft' eingelebt."
Titelfoto: Bildmontage: Uwe Meinhold (2)