Schockierende Anklage! Zwickauer soll Stieftochter für Missbrauch bezahlt haben

Zwickau - Jahrelang soll ein Zwickauer (43) das Vertrauensverhältnis zu seiner Stieftochter ausgenutzt und sie sexuell missbraucht haben. Vorgeworfen werden dem Familienvater 26 Fälle zwischen 2017 und 2020.

Bei einer Verurteilung am Landgericht Zwickau drohen dem Familienvater mehrere Jahre Haft.
Bei einer Verurteilung am Landgericht Zwickau drohen dem Familienvater mehrere Jahre Haft.  © Uwe Meinhold

Im Prozess am Landgericht Zwickau bestreitet er die Taten vehement. Doch eine Audioaufnahme und Schulfreunde belasten den Angeklagten.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Lutz K. seiner Stieftochter Aline (16, Name geändert) jeweils 20 Euro für sexuelle Handlungen zahlte. Als Mutter und Bruder des Opfers aus dem Haus waren, soll er den Kontakt zu der damals 8-Jährigen gesucht haben.

Der Fall kam ans Licht, weil sich Aline in einer WhatsApp-Gruppe Schulfreundinnen anvertraute. Diese alarmierten den Schulsozialarbeiter.

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Dreh- und Angelpunkt ist neben der Offenbarung eine Audiodatei. "Wir haben uns überlegt, dass sie eine Beweisaudio aufnimmt", sagt eine Schulfreundin (16).

Die Aufnahme dokumentiert einen mutmaßlichen Übergriff. Darauf zu hören sein soll Lutz K., wie er "Machst du es dir selbst?" sowie "Aber stöhnen kannst du?" fragt.

Lutz K. (43) muss sich wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen verantworten.
Lutz K. (43) muss sich wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen verantworten.  © Uwe Meinhold

Nach dem Abspielen behauptete K., dass die Datei manipuliert und ein fremdes "Stöhnen" eingefügt worden seien. "An den Vorwürfen ist nichts dran." Die Richter wollen die Audiodatei auf Echtheit überprüfen lassen. Im Gegenzug fordert die Verteidigung eine psychiatrische Begutachtung der Jugendlichen, um deren Aussagekompetenz zu beurteilen. Fortsetzung folgt.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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