Kita-Schließung stellt Eltern vor Probleme

Limbach-Oberfrohna - Die Betreuungs-Einrichtung Bona Vita schließt eine ihrer Kindertagesstätten. Die Kita an der Waldenburger Straße in Limbach-Oberfrohna (Landkreis Zwickau) soll im September 2027 dichtmachen - bei Eltern sorgen die Pläne für Frust und große Unsicherheit.

Michelle Reimann (30, v.l.n.r), Cindy Simmel und Rafael Fees vom Elternrat sind nicht erfreut über die Schließungspläne.
Michelle Reimann (30, v.l.n.r), Cindy Simmel und Rafael Fees vom Elternrat sind nicht erfreut über die Schließungspläne.  © Kristin Schmidt

Seit der Information durch den Träger herrscht Aufruhr. Der Elternrat will die Schließung am liebsten verhindern. Mutter Cindy Simmel (32) erinnert sich gut an ihre Entscheidung für die Einrichtung: "Die Kita ist nicht kernsaniert, aber das Konzept hat mich überzeugt."

Ihr Sohn fühlt sich dort wohl. "Ich bekomme Ärger, wenn ich ihn zu früh abhole", sagt sie lachend. Doch nun steht ein Wechsel bevor - für viele Kinder eine schwierige Umgewöhnung.

Geschäftsführer Helge Walter begründet die Schließung mit sinkenden Kinderzahlen. 18 Kinder wechseln in die Grundschule. Gerade sechs bis sieben neue Kinder würden nachkommen.

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Bei einer Kapazität von 55 Plätzen wäre die Kita künftig nur noch knapp halb belegt. "Da ist der Betrieb einfach nicht wirtschaftlich", so Walter.

Bitterer Beigeschmack für Eltern: Weg zur Ersatz-Kita ist länger

Nächstes Jahr soll diese Kita schließen - Grund ist der Geburtenrückgang.
Nächstes Jahr soll diese Kita schließen - Grund ist der Geburtenrückgang.  © Kristin Schmidt

Die verbleibenden Kinder sollen im Herbst 2027 in die Bona-Vita-Einrichtung in der Heinrichstraße wechseln. Die Erzieher sollen mitgehen, damit vertraute Bezugspersonen erhalten bleiben.

Für viele Eltern bleibt dennoch ein bitterer Beigeschmack. Der Weg zur Heinrichstraße ist länger. "Man muss die Fahrt dann sicherlich irgendwie organisieren und planen", sagt Elternrat Rafael Fees (32).

Für ihn ist die Schließung auch emotional: Schon seine Frau ging hier in den Kindergarten, sein Sohn besucht ihn seit Jahren. "Unser nächstes Kind sollte eigentlich auch hierher", sagt Fees.

Titelfoto: Kristin Schmidt

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