Rückzahlung von Corona-Soforthilfen - IHK: Ernste finanzielle Schieflage möglich

Suhl - Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Südthüringen spricht sich für differenzierte Rückzahlungsfristen für staatliche Corona-Soforthilfen je nach Betriebsgröße aus.

Die Finanzlage ist den Angaben zufolge im Bereich der IHK Südthüringen für jedes zweite Kleinstunternehmen problematisch. (Symbolbild)
Die Finanzlage ist den Angaben zufolge im Bereich der IHK Südthüringen für jedes zweite Kleinstunternehmen problematisch. (Symbolbild)  © 123RF/weyo

Insbesondere kleine Betriebe könnten angesichts der noch immer angeschlagenen Finanzlage wegen der Rückzahlung in eine ernste finanzielle Schieflage geraten, erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Ralf Pieterwas am Montag.

Auch wenn einige der Rückforderungen legitim seien, müsse überprüft werden, ob Unternehmen überhaupt über entsprechende Reserven verfügten oder durch staatliche Forderungen zur Unzeit in Schwierigkeiten gerieten, wenn etwa Ratenzahlungen nicht möglich seien.

Die IHK erhält eigenen Angaben zufolge derzeit etliche Anfragen zur Überprüfung der im Frühjahr 2020 beantragten Corona-Soforthilfe des Bundes. Die Thüringer Aufbaubank prüft demnach, ob die Unternehmen damals tatsächlich Liquiditätsengpässe hatten und damit antragsberechtigt waren.

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Seien die tatsächlich erzielten Umsätze höher als zunächst befürchtet ausgefallen und hätten zusammen mit der ausgezahlten Soforthilfe über den Kosten gelegen, seien Rückzahlungen zu leisten.

Im Bereich der IHK Südthüringen sei die Finanzlage für jedes zweite Kleinstunternehmen problematisch. Insbesondere sei das Eigenkapital in den vergangenen beiden Jahren häufiger geschrumpft.

"Da Kleinstunternehmen ohnehin über geringere finanzielle Mittel verfügen als mittlere und Großunternehmen, sollte im Rahmen der Überprüfung von weiteren außergewöhnlichen Wirtschaftshilfen und deren Rückzahlfristen stärker nach Größe differenziert und die aktuelle Ertragslage berücksichtigt werden", forderte Pieterwas.

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