Extrem heiß in Bayern: Über 40 Grad und ein neuer Hitzerekord in Sicht

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Von Irena Güttel

München - Nach dem Temperaturrekord in Bayern mit 40,8 Grad ist so schnell keine Abkühlung in Sicht. Am Nachmittag lagen die Temperaturen nach vorläufigen Messungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bereits in Kitzingen und Kahl am Main bei über 40 Grad.

In Bayern wurden bereits Temperaturen über 40 Grad gemessen – dabei stehen Juli und August noch bevor.
In Bayern wurden bereits Temperaturen über 40 Grad gemessen – dabei stehen Juli und August noch bevor.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Ob heute erneut ein vorläufiger Rekordwert erreicht wurde, wird demnach erst am Abend feststehen. 

Der DWD hatte nach vorläufigen Angaben am Freitag mit 40,8 Grad im unterfränkischen Kitzingen die höchste Temperatur registriert, die jemals in Bayern gemessen wurde.

Am Samstagnachmittag lag die Temperatur an der Messstation demnach wieder genauso hoch. 

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Bereits in der Nacht war es laut dem DWD-Experten Martin Schwienbacher in höheren Lagen sehr warm geblieben - zum Teil tropisch.

Als tropisch gelten Nächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad sinkt. 

So sei es an der Messstation Sandberg in der Rhön in der Nacht eine vorläufige Temperatur von 24,7 Grad gemessen worden - ein Allzeitrekord an der Station seit 1965, sagte Schwienbacher.

Gewitter am Sonntag, aber keine Abkühlung

Am Freitag wurden nach vorläufigen Angaben 40,8 Grad in Kitzingen gemessen – es ist die höchste Temperatur, die jemals in Bayern im Schatten gemessen wurde.
Am Freitag wurden nach vorläufigen Angaben 40,8 Grad in Kitzingen gemessen – es ist die höchste Temperatur, die jemals in Bayern im Schatten gemessen wurde.  © Georg Wendt/dpa

Das mache deutlich, wie außergewöhnlich diese Hitzewelle sei. "So etwas hatten wir noch nie, vor allem noch nie so früh im Sommer."

In der Regel würden die Maximaltemperaturen meist im Juli oder August gemessen. 

Neben der starken Wärmebelastung besteht in Bayern auch weiterhin eine hohe, an manchen Orten sogar sehr hohe Waldbrandgefahr wegen der anhaltenden Trockenheit. Auch die Flüsse sind zurzeit ungewöhnlich warm. 

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Der Main erreichte am Freitag zeitweise die 30-Grad-Marke. Am Samstagnachmittag lag dieser mit 29,8 Grad nach Angaben des Landesamtes für Umwelt kaum merklich darunter.

Die Donau erwärmte sich auf 29 Grad. Wenn das Flusswasser zu heiß ist, kann dies negative Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen haben. Der Sonntag startet der DWD-Vorhersage zufolge wieder mit Sonne.

Im Laufe des Tages könnten aber Gewitter aufziehen. Dabei sind nachmittags vielerorts Starkregen, Hagel und stürmische Böen möglich. Teilweise besteht Unwettergefahr. Trotzdem bleibt es mit 35 bis 40 Grad heiß.

Titelfoto: Georg Wendt/dpa

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