Skipisten noch gesperrt, aber es gibt Hoffnung: Steht der Wintereinbruch kurz bevor?

Leipzig - Wintersportfans und Pistenbetreiber können sich auf einen erneuten Wintereinbruch in Ostdeutschland freuen. "Ab nächster Woche wird es deutlich kälter, dann könnte es in den Mittelgebirgen auch wieder schneien", sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes mit Blick auf die dritte Woche des neuen Jahres.

Um Weihnachten herum wurde es in Ostdeutschland plötzlich so warm, dass der Schnee auf den Pisten schnell geschmolzen ist.
Um Weihnachten herum wurde es in Ostdeutschland plötzlich so warm, dass der Schnee auf den Pisten schnell geschmolzen ist.  © Jan Woitas/dpa

Diese Prognose lässt Hoffnung bei den Betreibern der Skigebiete in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aufkommen. Dort war selbst der durch Schneekanonen erzeugte Schnee zwischen den Jahren bei Temperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt weggeschmolzen.

In den kommenden Wochen wünschen sich die Betreiber, dass auf den Pisten und Loipen wieder reger Betrieb herrscht.

Insbesondere zu den Wochenenden erwartet der Harzer Tourismusverband viele Tages- und Übernachtungsgäste. "Die letzten Jahre haben gezeigt, dass es auch im Februar und im März noch Wintersportverhältnisse im Harz geben kann. Daher besteht noch Hoffnung für diese Wintersaison", sagte eine Sprecherin des Verbandes auf Anfrage.

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Sollte diese wider Erwarten ausbleiben, sei dies aus finanzieller Sicht nur halb so schlimm: "Mit den umfangreichen Einnahmen durch den Wintersport rechnet kein Betrieb mehr fest."

Eine schneereiche Wintersaison sei vielmehr das Sahnehäubchen des Tourismusjahres.

Rennrodel- und Biathlon-WM starten bald: Wann kommt der Schnee?

Doch Wintersportler dürfen hoffen: Schon bald könnten die Skigebiete wieder von einer dicken Schneedecke überzogen sein.
Doch Wintersportler dürfen hoffen: Schon bald könnten die Skigebiete wieder von einer dicken Schneedecke überzogen sein.  © Jan Woitas/dpa

Ohne Schnee wird in den ostdeutschen Mittelgebirgen also auf Alternativen zum Wintersport gesetzt. So fand beispielsweise das seit 2001 ausgetragene Schlittenhunderennen im sachsen-anhaltischen Hasselfelde (Landkreis Harz) als Wagenrennen statt.

Und auch im Erzgebirge gibt es zahlreiche andere Angebote. Besucherinnen und Besucher können beispielsweise Wandertouren buchen, die dortige Geschichte des Bergwerks erleben oder die Region in einer Schmalspurbahn erkunden, erklärte eine Sprecherin des Tourismusverbands Erzgebirge.

Dennoch wünschten sich die Tourismusbetreiber hier für die nächsten Wochen vor allem eins: wieder kühlere Temperaturen und genügend Schnee.

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Im thüringischen Oberhof kommen Wintersportfans in den kommenden Wochen definitiv auf ihre Kosten. Dort steht ab dem 23. Januar zunächst die Weltmeisterschaft im Rennrodeln, ab dem 8. Februar dann die Biathlon-Weltmeisterschaft an.

Spätestens dann wird der Wintersportort wieder voll sein, sagte sich Stephan von Kolson vom Regionalverbund Thüringer Wald: In Oberhof sowie im Umkreis von 40 Kilometern um den Austragungsort seien schon jetzt zahlreiche Buchungen eingegangen. "In Oberhof ist zum größten Teil alles ausverkauft."

150.000 Besucher in Oberhof erwartet!

Selbst in Oberhof ist wegen Schneemangel derzeit kein Wintersport möglich. Das ändert sich hoffentlich, bevor in den kommenden Wochen die großen Sportereignisse wie die Biathlon-WM anstehen.
Selbst in Oberhof ist wegen Schneemangel derzeit kein Wintersport möglich. Das ändert sich hoffentlich, bevor in den kommenden Wochen die großen Sportereignisse wie die Biathlon-WM anstehen.  © Martin Schutt/dpa

Gut vier Wochen bevor die Biathleten an den Start gehen, seien den Veranstaltern zufolge insgesamt 135.000 Tickets verkauft worden. An den insgesamt neun Wettkampftagen würden bis zu 150.000 Besucherinnen und Besucher erwartet.

Nahezu ausverkauft seien die Staffelrennen und die Massenstarts am Ende der Weltmeisterschaften.

Weil jedoch noch kein Schnee liege, sei es momentan nicht ganz so voll in Oberhof, sagte von Kolson. "Das ist aber nichts völlig Ungewöhnliches, weiße Weihnachten gibt es hier nicht so oft", sagte er.

Außergewöhnlich sei in diesem Jahr jedoch, dass auf den Pisten selbst der von Schneekanonen erzeugte Schnee geschmolzen sei. "Das ist ein finanzieller Einbruch."

Titelfoto: Bildmontage: Jan Woitas/dpa, Martin Schutt/dpa

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