Frost und Glätte zum Wochenstart: Rettungswagen kollidiert mit Transporter - fünf Verletzte

Deutschland - Während das Glatteis im Westen Deutschlands weitgehend abklingt, müssen sich Menschen im Osten und Südosten des Landes weiterhin auf gefährliche Wetterverhältnisse einstellen. Dort besteht voraussichtlich noch bis in die Frühstunden des Dienstags erhöhte Gefahr durch gefrierenden Regen und Glatteis, wie Meteorologin Sabine Krüger vom Deutschen Wetterdienst (DWD) sagte.

Im den rot markierten Bereichen warnt der DWD vor Glatteis.  © Bildmontage: Moritz Frankenberg/dpa, Screenshot/DWD

Auch im Osten und Nordosten gehe im Laufe der Nacht der Regen vielfach in gefrierenden Regen über. "Daher muss dort ab heute Abend mit Glatteis gerechnet werden."

In Brandenburg steht es den Eltern am Dienstag frei, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Die Präsenzpflicht sei für diesen Tag ausgesetzt, teilte das Brandenburger Bildungsministerium mit.

Auch in anderen Bundesländern war der Schulbetrieb bereits eingeschränkt: In Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen fiel der Präsenzunterricht an den Schulen am Montag wegen der Glatteis-Gefahr landesweit aus.

Unwetter Deutschland Zu warm und knochentrocken: So war das Wetterjahr 2025 in Sachsen

TAG24 berichtet im Ticker über die aktuelle Lage.

Anzeige

12. Januar, 21.29 Uhr: Rettungswagen kollidiert mit Transporter - fünf Verletzte

Beim Zusammenstoß eines Kleintransporters mit einem Rettungswagen sind in Oberbayern fünf Menschen verletzt worden: die drei Insassen im Transporter sowie die beiden Sanitäter aus dem Rettungswagen.

Die Sanitäter kümmerten sich um die verletzten Männer aus dem Kleintransporter, wie das Bayerische Rote Kreuz (BRK) mitteilte. Dann seien alle fünf Unfallopfer in Krankenhäuser gebracht worden.

Der 23 Jahre alte Fahrer des Kleintransporters war laut Polizei bei winterlichen Straßenverhältnissen nahe Palling (Landkreis Traunstein) auf die Gegenfahrbahn geraten und gegen den Rettungswagen geprallt. Beide Fahrzeuge seien von der Straße geschleudert worden.

Anzeige
Beim Zusammenstoß zwischen einem Kleintransporter und einem Rettungswagen sind in Oberbayern fünf Menschen verletzt worden.  © Bayerisches Rotes Kreuz/dpa

12. Januar, 20.51 Uhr: Massenkarambolage mit 13 Verletzten in Oberfranken

13 Verletzte und viel Blechschaden gab es bei einer Massenkarambolage auf der Bundesstraße 173 bei Lichtenfels in Oberfranken. Zwei Menschen wurden schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte.

Die Fahrbahn sei "spiegelglatt" gewesen. In die Massenkarambolage seien 16 Autos und ein Lastwagen verwickelt gewesen. In der Folge hätten sich mehrere kleinere Unfälle mit Blechschaden ereignet. Die B173 wurde im Unfallbereich vorübergehend komplett gesperrt.

12. Januar, 20.44 Uhr: Eisregen im Norden - Zahlreiche Unfälle auf glatten Straßen

Eisregen hat im Norden zu spiegelglatten Straßen und etlichen Unfällen geführt. Allein auf der A7 ist es wegen einsetzender Glätte zwischen Henstedt-Ulzburg und Hamburg gleich zu mehreren Verkehrsunfällen gekommen, wie die Polizei mitteilte.

"Es gab sehr viele Unfälle, aber meistens blieb es bei Blechschäden", sagte ein Sprecher. Die A7 musste zwischen Henstedt-Ulzburg und Quickborn in Richtung Hamburg zeitweise komplett gesperrt werden. Am Abend konnte ein Fahrstreifen wieder freigegeben werden, wie ein Sprecher mitteilte.

Die Feuerwehr berichtete von einer Massenkarambolage mit acht beteiligten Fahrzeugen. Dabei wurden vier Menschen verletzt, zwei von ihnen schwer. Bei einem weiteren Unfall stießen drei Fahrzeuge zusammen - zwei Menschen wurden verletzt. Bei einem Fahrzeug handelte es sich um einen Viehtransporter mit Rindern. Einige Tiere mussten getötet werden.

Auf der A7 bei Quickborn ereignete sich am Montagnachmittag in Fahrtrichtung Süden eine Massenkarambolage.  © NEWS5 / Fabian Höfig

12. Januar, 18.08 Uhr: Todesfall in Nürnberg

Bei einem schweren Unfall auf der Autobahn 6 bei Nürnberg ist ein Mensch ums Leben gekommen.

Nach Polizeiangaben geriet ein 64-jähriger Lastwagenfahrer ins Schlingern und auf die linke Fahrbahnseite, wo er zwei Autos erfasste. Ein Wagen und der Lkw hätten Feuer gefangen, sagte der Sprecher. Die Person auf dem Beifahrersitz in dem Auto sei gestorben. Der Lkw-Fahrer sowie die Fahrer der zwei Autos seien verletzt worden.

Blick auf einen Lkw auf der Autobahn 6 nach einem Brand. Auf der A6 bei Nürnberg-Langwasser kam es am Nachmittag zu einem tödlichen Glätte-Unfall.  © Jason Tschepljakow/dpa

12. Januar, 17.39 Uhr: Zug mit 116 Reisenden bei Flensburg evakuiert

Ein dänischer Zug von Hamburg nach Kopenhagen ist wegen eines technischen Defekts evakuiert worden.

116 Passagiere mussten am Nachmittag zwischen Flensburg und Harrislee in einen anderen Zug wechseln, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte.

12. Januar, 17.14 Uhr: DWD weitet Unwetterwarnung wegen Glatteis auf ganz MV aus

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine Unwetterwarnung vor Glatteis auf ganz Mecklenburg-Vorpommern ausgeweitet. Zuvor bestand diese nur für den westlichen Landesteil, und es gab eine sogenannte Vorabinformation für den östlichen Teil.

Den aktuellen Warnungen zufolge besteht Gefahr durch plötzlich überfrierende Nässe oder plötzlich gefrierenden Regen.

In Mecklenburg-Vorpommern sollte man das Auto am Besten stehen lassen, sofern möglich.  © Philip Dulian/dpa

12. Januar, 16.52 Uhr: Glätte sorgt für zahlreiche Unfälle auf Thüringens Straßen

Glatte Straßen haben zu zahlreichen Unfällen auf Thüringens Straßen geführt.

Ursache sei die nicht angepasste Geschwindigkeit vieler Autofahrer, wie die Autobahnpolizei mitteilte. Besonders die A4 östlich des Hermsdorfer Kreuzes sei aktuell besonders von Einschränkungen betroffen.

12. Januar, 16.09 Uhr: Jugendlicher stirbt in Bayern bei Versuch, Schnee von Stromleitung zu räumen

Beim Versuch, eine Stromleitung von Schneemassen zu befreien, ist ein Jugendlicher in Oberbayern gestorben. Er habe die durchhängende Leitung am Freitag auf einem Hof in Kiefersfelden (Landkreis Rosenheim) bemerkt, teilte die Polizei mit. Beim Versuch, den Schnee mit einer Teleskop-Astschere aus Metall von der Leitung zu entfernen, habe er einen Stromschlag erlitten.

Der Jugendliche, der demnach in Begleitung zweier Freunde war, sei schwer verletzt per Hubschrauber in eine Klinik gebracht worden. Dort starb er laut Polizei am Sonntag an seinen schweren Verletzungen. Nach ersten Ermittlungen gehen die Beamten von einem tödlichen Unfall aus.

12. Januar, 15.34 Uhr: Mehrere Unfälle auf spiegelglatter Autobahn bei Nürnberg

Nach mehreren Unfällen auf glatter Fahrbahn warnt die Polizei in Mittelfranken vor Fahrten auf der Autobahn 6 südlich von Nürnberg.

In Fahrtrichtung Westen sei die A6 zwischen dem Autobahnkreuz Nürnberg-Süd und der Ausfahrt Langwasser gesperrt, weil dort ein Lastwagen brenne, sagte ein Polizeisprecher. Die Feuerwehr sei im Einsatz. "Die Fahrbahn dort ist spiegelglatt", hieß es. Details sowie Angaben zu Verletzten konnte der Sprecher zunächst nicht machen.

12. Januar, 13.57 Uhr: Eltern fordern frühere Infos zu Schulschließungen in NRW

Die Landeselternschaft der Grundschulen fordert frühere Informationen über drohende Schulschließungen.

Wenn die Schulen bereits am Freitag auf ein solches Szenario für Montag hingewiesen worden seien, wäre es sinnvoll gewesen, auch die Eltern dabei einzubinden, sagte Vorsitzende Josephine Behrens der Deutschen Presse-Agentur. Dann hätten Eltern die Möglichkeit gehabt, schon über einen Plan B für die Betreuung der Kinder nachzudenken. So sei die Information über den landesweiten Distanzunterricht erst mit der Entscheidung der Landesregierung am Sonntagnachmittag erfolgt. Das sei gerade für berufstätige Eltern zu spät.

Künftig sollte es einen besseren Informationsfluss geben.

Mehr zum Thema Unwetter Deutschland: