Patient macht Ärzte ratlos: Erst plagen ihn Bauchschmerzen, dann tun ihm die Beine weh

Rewa - Was fehlt einem 38-jährigen Mann aus Indien? Diese Frage hat über einen längeren Zeitraum Ärzte aus Indien beschäftigt. Mehrere Jahre wurde der Patient von einem Völlegefühl, Bauchschmerzen und Übelkeit geplagt.

Moderate Bewegung hilft bei Beinkribbeln, das durch das "Restless Legs"-Syndrom verursacht wird.
Moderate Bewegung hilft bei Beinkribbeln, das durch das "Restless Legs"-Syndrom verursacht wird.  © dpa (Symbolbild)

Er konsultierte verschiedene Mediziner, eine dauerhafte Linderung seiner Symptome stellte sich jedoch nicht ein. Blutuntersuchungen, Ultraschall und Endoskopie blieben weitgehend ohne Befund.

Vermutet, wurde, dass der Herr an einem Reizmagen-Syndrom, einer Dyspepsie leide, weshalb er Medikamente mit den Wirkstoffen Pantoprazol und Levosulpirid verschrieben bekam.

Zwar schlugen die Mittel beim Patienten an. Dafür hatte er plötzlich mit anderen Symptomen zu kämpfen. In der medizinischen Zeitschrift "Psychosomatics" listen Spezialisten auf, womit der Mann zu kämpfen hatte.

So fühlte er in der Nacht pochende Schmerzen in den Beinen, die ihn so plagten, dass er nicht schlafen konnte. Linderung trat lediglich ein, wenn er sich nachts bewegte.

Dadurch fühlte er sich am Tag natürlich abgeschlagen und konnte sich kaum konzentrieren. Allerdings hörte das Beinkribbeln zur Tageszeit wenigstens auf.

Ein Reizmagen-Syndrom machte dem Inder lange Zeit zu schaffen.
Ein Reizmagen-Syndrom machte dem Inder lange Zeit zu schaffen.  © 123RF (Symbolbild)

Das macht die Mediziner dann doch ein wenig ratlos.

Der Mann wurde in die Psychiatrie überwiesen, wo eine ausführliche Anamnese ergab, dass der Patient keine Drogen-Vorgeschichte, neurologische oder psychiatrische Erkrankung aufwies.

Auch diverse Tests blieben unauffällig. Erst nach langem Suchen ging den Ärzten ein Licht auf. Die Mediziner diagnostizierten ein Restless-Legs-Syndrom beim 38-Jährigen und vermuteten als Ursache die Medikamentation.

Die Empfehlung der Halbgötter in Weiß lautete, die Levosulpiride abzusetzen.

Tatsächlich stellte sich bei dem Patienten eine Beruhigung ein, die in den nächsten drei Monaten anhielt. Die Beschwerden sind nicht zurückgekehrt. Dadurch hat sich die Lebensqualität des Mannes verbessert.

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