Chaoten sabotieren Rettungskräfte und zerstören Einsatzfahrzeuge in Leipzig

Leipzig - Sie sind rund um die Uhr im Einsatz, um im Notfall schnell zu helfen und doch gibt es Menschen, die Rettungskräfte sabotieren. So geschehen in der Silvesternacht in Leipzig.

Spitze Gegenstände auf der Straße und brennende Barrikaden auf der Karl-Heine-Straße verunmöglichten ein Weiterkommen der Einsatzkräfte in Leipzig-Plagwitz.
Spitze Gegenstände auf der Straße und brennende Barrikaden auf der Karl-Heine-Straße verunmöglichten ein Weiterkommen der Einsatzkräfte in Leipzig-Plagwitz.  © Einsatzfahrten Leipzig

Um kurz nach Mitternacht waren Polizei und Feuerwehr auf den Weg in den Leipziger Westen. Auf der Karl-Heine-Straße in Plagwitz verübten Täter, die laut Polizei dem "Schwarzen Block" zuzuordnen sind, einen Brandanschlag auf den Bundesgerichtshof.

Mehrere Fenster wurden eingeschlagen, drei Fahrzeuge beschädigt, die Eingangstür des 5. Strafsenats angezündet. Ein Nachbargebäude des BGH-Senats wurde ebenfalls durch Steine und Farbbeutel beschädigt (TAG24 berichtete).

Die Feuerwehr kam jedoch nur verzögert an den Brandort heran. Auf der Straße wurden Barrikaden angezündet, um das Vorankommen der Feuerwehr zu erschweren. Außerdem legten die Täter sogenannte "Krähenfüße" auf die Straße.

Polizei und Feuerwehr signalisierten die Metallkörper zu spät - zahlreiche Reifen waren platt und mussten noch während des Einsatzes gewechselt werden. Betroffen waren unter anderem drei Fahrzeuge der Leipziger Feuerwehr.

Nachrückende Einsatzkräfte schlugen nach der Warnung ihrer Kollegen eine andere Route zum Brandort ein. Sie kümmerten sich um den Anschlag auf die Außenstelle des Bundesgerichtshofes und säuberten anschließend mit Besen die Straße.

Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Das PTAZ (Polizeiliches Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum) übernahm die Ermittlungen. Der Tatort wurde kriminaltechnisch untersucht. Die Polizei sucht nach Zeugen.

Drei Feuerwehrfahrzeuge und ein Funkwagen wurden beschädigt. Für die Beamten endete der Großeinsatz mit Reifenwechseln.
Drei Feuerwehrfahrzeuge und ein Funkwagen wurden beschädigt. Für die Beamten endete der Großeinsatz mit Reifenwechseln.  © Einsatzfahrten Leipzig

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