Tipps gegen Langeweile bei Katzen

Deutschland - Woran erkennt man, dass die eigene Katze sich langweilt? Und vor allem, was kann man selbst dagegen tun, um die eigenen Katzen in der Wohnung bei Laune zu halten?

In diesem Beitrag erfährst Du es!

Woran erkennt man Langeweile bei Katzen?

Katzen brauchen viel Aufmerksamkeit und Abwechslung, um körperlich und geistig fit zu bleiben.
Katzen brauchen viel Aufmerksamkeit und Abwechslung, um körperlich und geistig fit zu bleiben.  © Unsplash/Crystal Z. Shi (Fotomontage TAG24)

Langeweile ist für Katzen nur schwer auszuhalten. Während sich Freigänger in der Natur meist gut zu beschäftigen wissen, fällt Wohnungskatzen hin und wieder die Decke auf den Kopf.

Doch woran erkennt man, dass die eigene Katze sich langweilt? Dafür gibt es einige Hinweise.

Typisches Verhalten bei Katzen mit Langeweile:

  • Die Katze schläft viel zu viel (mehr als 16 Stunden am Tag) und ist auch sonst eher lethargisch
  • Die Katze frisst gar nicht oder viel zu viel
  • Die Katze entwickelt Verhaltensstörungen wie ständiges Putzen oder wetzt ihre Krallen an Möbeln
  • Die Katze wirft häufig Dinge herunter oder zerkaut sie
  • Die Katze wird unsauber und uriniert häufig außerhalb des Katzenklos

Natürlich können die hier genannten Verhaltensauffälligkeiten auch eine medizinische Ursache haben.

Uriniert die Katze beispielsweise häufig in die Wohnung, sollte bei einem Tierarzt zunächst abgeklärt werden, ob der Stubentiger gesund ist.

Allerdings treten viele der hier genannten Punkte bei Langeweile auf, um bei den Menschen Aufmerksamkeit zu erlangen. Denn negative Aufmerksamkeit in Form von Schimpfen ist für viele Katzen immer noch besser, als völlig ignoriert zu werden.

Warum Beschäftigung für Katzen so wichtig ist

Nimm mich wahr! - Katzen sehnen sich nach der Aufmerksamkeit ihrer Menschen.
Nimm mich wahr! - Katzen sehnen sich nach der Aufmerksamkeit ihrer Menschen.  © Unsplash/Marko Blažević

Wenn man selbst wenig zu Hause ist und die Katze in dieser Zeit nur wenige Beschäftigungsmöglichkeiten findet, braucht man sich nicht wundern, wenn sie auf dumme Gedanken kommt.

Katzen sehnen sich - ebenso wie Menschen - nach Abwechslung.

Sie sind die geborenen Jäger und wollen diese Instinkte und Fähigkeiten natürlich auch ausleben können.

Darüber hinaus sorgen körperlich und geistig anspruchsvolle Möglichkeiten zur Beschäftigung dafür, dass die Katze fit und gesund bleibt.

Nicht zuletzt ist das Beschäftigen mit der Katze auch ganz im Sinne ihres Halters. Schließlich stärkt das gemeinsame Spiel die Bindung zwischen Mensch und Katze.

Mit folgenden Möglichkeiten können Katzenhalter das Leben ihres Stubentigers deutlich angenehmer gestalten.

Kratzbaum für Katzen aufstellen

Kratzbäume sind vor allem für Wohnungskatzen äußerst wichtig.
Kratzbäume sind vor allem für Wohnungskatzen äußerst wichtig.  © Unsplash/Rossella Cerisola

In vielen Haushalten mit Katze gehört der Kratzbaum bereits zur Erstausstattung.

Und das zu Recht: Die Katzenbäume sind der ideale Spielplatz.

Sie bieten Möglichkeiten zum Klettern, Kratzen, Spielen und Schlafen.

Der Markt für diese Form von Zubehör ist mittlerweile riesig. Ob Kratzbaum in Buchstabenform oder XXL-Möbel, die bis unter die Decke reichen.

Aber es gibt auch günstige Erweiterungen. So kann an Tisch- und Sofabeinen eine Nagelbürste mit doppelseitigem Klebeband befestigt werden. So kann sich die Katze nun ganz nach Vergnügen an der Bürste schrubben.

Auch lassen sich kleine Sisal-Läufer und raue Teppiche an die Wand bohren, um so eine kleine Kratz- und Kletterwand für Katzen zu errichten.

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Fensterschauplatz für Katzen einrichten

Ein schöner Fensterplatz, ein warmer Popo und schon ist die Katze glücklich.
Ein schöner Fensterplatz, ein warmer Popo und schon ist die Katze glücklich.  © Unsplash/Christin Noelle

Viele Hunde wie auch Katzen lieben es, aus dem Fenster zu schauen.

Möchte man der eigenen Katze also einen Gefallen tun, sollte man bereit sein, ihr ein komplett leeres Fensterbrett zur Verfügung zu stellen.

Auf diesem kann sich die Fellnase nach Lust und Laune ausbreiten und die Außenwelt beobachten.

Auf Pflanzen sollte man hierbei besser verzichten, da sie bei vielen Katzen den Spieltrieb anregen und herabstürzen könnten.

Katzenspielzeug einfach selber machen

Katzen sind für etwas Spiel und Spaß immer zu haben.
Katzen sind für etwas Spiel und Spaß immer zu haben.  © Unsplash/Kim Davies

Um der Langeweile von Katzen entgegenzuwirken, ist entsprechendes Spielzeug für Katzen fast schon Pflicht.

Allerdings gehen die Vierbeiner mit den Spielsachen erfahrungsgemäß nicht sehr pfleglich um. Darum ist die Haltbarkeit von vielem Zubehör auch begrenzt.

Um den Wunsch nach Abwechslung bei Katzen dennoch nachzukommen, gibt es viele Möglichkeiten, Katzenspielzeug einfach selbst herzustellen.

Hier sind einige Anregungen:

  • Stelle der Katze einen Pappkarton oder eine Kiste zur Verfügung, die mit zerknülltem Zeitungspapier gefüllt ist. Sie wird sich mit Freude durch die Kiste wühlen und für einige Zeit selbst beschäftigen.
  • Fülle eine ausrangierte Socke mit Stoffresten und etwas getrockneter Katzenminze und verschließ das Ende gut. Schon hast Du ein kleines low-budget-Spielobjekt.
  • Naturmaterialien wie Tannenzapfen, ein kleiner Ast oder eine für Katzen ungiftige Blume laden zum Tatzen und Spielen ein und sind eine willkommene Abwechslung für die Fellnase.
  • Befülle eine Dose (z.B. eine Gewürz- oder Kaffeedose aus Kunststoff oder Metall) mit trockenem Reis, Erbsen oder Bohnen und verschließe fest den Deckel. Das neue Spielzeug macht bei Bewegung Krach und erregt somit das Interesse der Katze.
  • Bastel eine Katzenangel aus einem Stock, einer Schnur sowie einer Feder oder einem kleinen Spielzeug am Ende. Die Katze wird nur zu gerne dem Objekt der Begierde hinterherjagen.

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Katzen lieben Kartons und Kisten in allen Größen und Formen.
Katzen lieben Kartons und Kisten in allen Größen und Formen.  © 123RF/belchonock

Zweite Katze mindert Langeweile

Katzen fühlen sich in Gemeinschaft viel wohler als allein.
Katzen fühlen sich in Gemeinschaft viel wohler als allein.  © Unsplash/Raul Varzar

Nur die wenigsten Katzen sind wirkliche Einzelgänger. Die meisten schätzen die Gesellschaft eines Artgenossen sehr.

Aus diesem Grund sollten sich Halter einer einzelnen Katze überlegen, sich noch eine zweite Mieze anzuschaffen.

Bei der Auswahl der passenden Zweitkatze sollte man darauf achten, dass die Chemie zwischen den beiden Stubentigern stimmt. Neben dem Alter spielt das Dominanzverhalten und der Charakter eine wichtige Rolle.

Im Idealfall stammen die Katzen aus einem Wurf. Das macht die Eingewöhnung zu Beginn auch gleich für beide Vierbeiner leichter.

Titelfoto: Unsplash/Crystal Z. Shi (Fotomontage TAG24)

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