Tragischer Unfall beim Eisbaden: 40-Jähriger kann nur noch tot geborgen werden
Wismar - Seit Montagmorgen lief an einem zugefrorenen kleinen Teich im Wismarer Stadtteil Wendorf ein großer Rettungseinsatz. Wie die Polizei gegenüber TAG24 mitteilte, galt ein 40-jähriger Mann nach einem Eisbadeunfall als vermisst. Kurz vor 13 Uhr wurde der Mann schließlich leblos von Tauchern der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) aus dem Gewässer geborgen.
Nach Angaben der Polizei hatte ein Mann gegen 8.30 Uhr beobachtet, wie der 40-Jährige Vorbereitungen an dem Teich im Bereich des Zierower Wegs traf. Als der Mann kurze Zeit später nicht mehr zu sehen war, alarmierte der Zeuge die Einsatzkräfte.
Daraufhin rückten Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei sowie Taucher der DLRG aus Zarrentin an. Nach einer mehrere Stunden andauernde Suche konnten die Einsatzkräfte den Mann gegen 12.45 Uhr nur noch leblos aus dem Wasser bergen.
Nach Angaben der Polizei wurde am Einsatzort eine Kamera auf einem Stativ entdeckt. Laut Informationen eines Reporters vor Ort soll es sich bei dem Verunglückten um einen Influencer aus der Region handeln, der sich bei einer Mutprobe selbst filmen wollte.
Er sägte zwei Löcher in die Eisdecke des Teichs, um in das eine hineinzuspringen und aus dem zweiten wieder aufzutauchen. Das Vorhaben ging jedoch tragisch schief.
Ob und in welchem Umfang Bildmaterial ausgewertet wurde, konnte eine Polizeisprecherin gegenüber TAG24 zunächst nicht bestätigen. Jetzt steht fest: Tatsächlich lief die Kamera noch. Einsatzkräfte konnten auf dem Video sehen, wie eine Person ins Wasser springt und nicht wieder auftaucht.
Auch die Partnerin des Verstorbenen war vor Ort und wurde von Seelsorgern betreut. Ob sie bereits zuvor anwesend war oder erst während der Suche hinzukam, konnte die Polizei nicht sagen. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen dauern an.
Erstmeldung um 14.05 Uhr, aktualisiert um 16.11 Uhr.
Titelfoto: Stefan Tretropp
