Tragischer Unfall beim Eisbaden: 40-Jähriger kann nur noch tot geborgen werden

Wismar - Seit Montagmorgen lief an einem zugefrorenen kleinen Teich im Wismarer Stadtteil Wendorf ein großer Rettungseinsatz. Wie die Polizei gegenüber TAG24 mitteilte, galt ein 40-jähriger Mann nach einem Eisbadeunfall als vermisst. Kurz vor 13 Uhr wurde der Mann schließlich leblos von Tauchern der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) aus dem Gewässer geborgen.

Taucher suchten stundenlang das eisige Wasser ab.
Taucher suchten stundenlang das eisige Wasser ab.  © Stefan Tretropp

Nach Angaben der Polizei hatte ein Mann gegen 8.30 Uhr beobachtet, wie der 40-Jährige Vorbereitungen an dem Teich im Bereich des Zierower Wegs traf. Als der Mann kurze Zeit später nicht mehr zu sehen war, alarmierte der Zeuge die Einsatzkräfte.

Daraufhin rückten Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei sowie Taucher der DLRG aus Zarrentin an. Nach einer mehrere Stunden andauernde Suche konnten die Einsatzkräfte den Mann gegen 12.45 Uhr nur noch leblos aus dem Wasser bergen.

Nach Angaben der Polizei wurde am Einsatzort eine Kamera auf einem Stativ entdeckt. Laut Informationen eines Reporters vor Ort soll es sich bei dem Verunglückten um einen Influencer aus der Region handeln, der sich bei einer Mutprobe selbst filmen wollte.

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Unfall Bus rutscht auf schneeglatter Straße Abhang hinunter

Er sägte zwei Löcher in die Eisdecke des Teichs, um in das eine hineinzuspringen und aus dem zweiten wieder aufzutauchen. Das Vorhaben ging jedoch tragisch schief. Auch die Partnerin des Verstorbenen sei vor Ort gewesen, die schließlich durch Seelsorger betreut wurde. Ob sie erst während der Suche dazugestoßen oder schon zuvor vor Ort war, konnte die Polizei nicht sagen.

Ob und in welchem Umfang Bildmaterial ausgewertet wurde, konnte eine Polizeisprecherin gegenüber TAG24 zunächst nicht bestätigen. Jetzt steht fest: Tatsächlich lief die Kamera noch. Einsatzkräfte konnten auf dem Video sehen, wie eine Person ins Wasser springt und nicht wieder auftaucht.

Die Feuerwehr Wismar sägte Löcher in die fünf bis sieben Zentimeter dicke Eisdecke, in der Hoffnung, den Vermissten zu finden.
Die Feuerwehr Wismar sägte Löcher in die fünf bis sieben Zentimeter dicke Eisdecke, in der Hoffnung, den Vermissten zu finden.  © Stefan Tretropp

Die Identität des 40-Jährigen steht fest, auch die Angehörigen wurden informiert und waren nach Polizeiangaben bereits vor Ort. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen des Unglücks dauern an.

Erstmeldung um 14.05 Uhr, aktualisiert um 16.11 Uhr.

Titelfoto: Stefan Tretropp

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