Herabfallende Eisstücke und Unfälle: Leverkusener A1-Brücke gesperrt

Von Volker Danisch, Jonas Reihl

Leverkusen - Wegen herabfallenden Eisstücken und einer erhöhten Unfallgefahr ist die verkehrsreiche Leverkusener Rheinbrücke der A1 aktuell komplett für den Verkehr gesperrt.

Die Leverkusener Rheinbrücke über die A1 gilt mit bis zu 100.000 bis 120.000 Fahrzeugen täglich als eine der meistbefahrenen Autobahnbrücken in der Region. (Archivbild)
Die Leverkusener Rheinbrücke über die A1 gilt mit bis zu 100.000 bis 120.000 Fahrzeugen täglich als eine der meistbefahrenen Autobahnbrücken in der Region. (Archivbild)  © Oliver Berg/dpa

Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es zu weiteren gefährlichen Situationen komme, sagte ein Polizeisprecher am Montagmorgen.

Die Sperrung werde möglicherweise bis in den Vormittag hinein andauern, sagte außerdem ein Sprecher der Autobahn GmbH Rheinland. "Wir werden uns das bei Tageslicht angucken wollen und dann entscheiden", erläuterte er.

Die Polizei rät, den Bereich großräumig zu umfahren. Wie lange die Vollsperrung der wichtigen Rheinbrücke dauern wird, sei noch unklar, hieß es am Morgen.

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Täglich passieren mehr als 100.000 Fahrzeuge die wichtige Brücke der A1. Mehrere Medien hatten über die Vollsperrung der Rheinbrücke berichtet.

Drei Unfälle mit Blechschäden am Montagmorgen

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei kam es zu drei einzelnen Unfällen mit Sachschäden. Dabei seien jeweils Autos von herabfallenden Eisplatten beschädigt worden. Informationen über Verletzte lagen der Polizei nicht vor.

Nach einer Schilderung der Polizei wurden die Sperrungen auf der Rheinbrücke in der Nacht zu Montag ausgeweitet bis zu der Vollsperrung gegen 2 Uhr.

Bereits vor einem Jahr im Januar 2025 hatten Eiszapfen auf der Rheinbrücke zwischen Köln und Leverkusen Unfälle und eine Sperrung verursacht. Sie wurde erst nach einer aufwendigen manuellen Entfernung der Eisplatten mit Hilfe eines Hubsteigers nach rund sechs Stunden wieder freigegeben.

Bei der Autobahn GmbH Rheinland hieß es dazu, der Einbau von Heizstäben in die Brückenkonstruktion sei geprüft worden. Man habe sich dagegen entscheiden. Aus Kostengründen sei das nicht umzusetzen.

Erstmeldung: 16. Februar, 7.13 Uhr; zuletzt aktualisiert: 16. Februar, 7.56 Uhr

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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