Crash mit drei Toten auf der A14: Erste Beteiligte bereits aus dem Krankenhaus

Halle - Nach dem schweren Unfall auf der Autobahn 14 bei Halle mit drei Toten und 19 Verletzten gibt es erste Angaben zum Unfallhergang. Auch über die Verunglückten ist inzwischen mehr bekannt.

Laut Polizei waren zwei Kleintransporter sowie zwei Autos in den Unfall verwickelt.
Laut Polizei waren zwei Kleintransporter sowie zwei Autos in den Unfall verwickelt.  © Marvin Matzulla

Wie die Polizei am Freitagmorgen mitteilte, sei ein Kleintransporter zwischen den Anschlussstellen Halle-Trotha und Halle Tornau in Fahrtrichtung Dresden auf ein Auto aufgefahren. Daraufhin wurde das Auto mit drei Insassen weggeschleudert und kollidierte mit einem weiteren Fahrzeug und einem weiteren Kleintransporter.

Alle drei Insassen des Autos verstarben noch an der Unfallstelle.

Bei den Insassen handelt es sich um drei Personen aus Sachsen. Wie die Polizei weiter mitteilte, kamen alle aus Leipzig und waren zwischen 53 und 60 Jahren alt.

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Auch eine Schadenssumme konnte die Polizei mittlerweile nennen. Sie schätzt den Sachschaden auf 70.000 Euro.

Insgesamt wurden bei dem Unfall 14 Personen schwer und fünf Personen leicht verletzt. Zunächst war lediglich von 18 Verletzten die Rede gewesen.

Die Betroffenen mussten zum Teil aus ihren Fahrzeugen befreit werden.
Die Betroffenen mussten zum Teil aus ihren Fahrzeugen befreit werden.  © Marvin Matzulla

Vereine äußern Mitgefühl für Beteiligte

Bis in die Nacht waren die Einsatzkräfte mit den Rettungs- und Bergungsmaßnahmen beschäftigt.
Bis in die Nacht waren die Einsatzkräfte mit den Rettungs- und Bergungsmaßnahmen beschäftigt.  © NEWS5 / Fricke

Auch in den Unfall verwickelt war die B-Junioren-Fußballmannschaft des SV Fortuna Magdeburg. Bei den Fußballspielern handelt es sich um Jugendliche im Alter zwischen 15 und 17 Jahren. Die Mannschaft habe sich auf dem Weg zu einem Spiel in Merseburg (Saalekreis) befunden.

Alle beteiligten Vereinsmitglieder seien ins Krankenhaus gebracht worden, hieß es. Über die Schwere der Verletzungen wurde zunächst nichts bekannt.

Am Vormittag gab der Verein Entwarnung für einen Großteil der Spieler. Der Rest der Mannschaft werde im Laufe des Freitags hoffentlich nach Magdeburg zurückkehren, sagte ein Sprecher des Vereins. Sie waren größtenteils nach dessen Angaben mit leichten Verletzungen zur Beobachtung in einem Krankenhaus in Halle über Nacht geblieben. Ob sich einige Spieler auch schwere Verletzungen zugezogen hätten, konnte er nicht mit Gewissheit sagen.

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Der Verein äußerte sein Mitgefühl für die Beteiligten. "Unsere Gedanken" sind bei jenen, die den schlimmen Unfall miterlebten, schrieb der Verein via Instagram. Der Hallesche FC wünschte auf Facebook den Angehörigen viel Kraft und den Verletzten eine schnelle Genesung. Zahlreiche Vereine schlossen sich dem an. Auch die Verantwortlichen des 1. FC Magdeburg drückten ihr Mitgefühl aus.

Von einem Auto, das in die Böschung neben der Fahrbahn geriet, waren nur noch Reste zu erkennen.
Von einem Auto, das in die Böschung neben der Fahrbahn geriet, waren nur noch Reste zu erkennen.  © Jan Woitas/dpa

Autobahn über Stunden gesperrt

Der Sachschaden wurde von der Polizei auf 70.000 Euro geschätzt.
Der Sachschaden wurde von der Polizei auf 70.000 Euro geschätzt.  © Jan Woitas/dpa

Den Einsatzkräften bot sich bei den Rettungsarbeiten ein schockierendes Bild. An der Unfallstelle waren Menschen in Fahrzeugen eingeklemmt und Trümmerteile auf der Fahrbahn verteilt.

Der Wagen mit den toten Insassen war letztlich kaum mehr als Auto zu erkennen. Die Front eines Kleintransporters war vollständig zerstört. Ein weiterer Transporter war in eine Leitplanke gekracht.

Die Autobahn Richtung Dresden war wegen der Rettungs- und Bergungsarbeiten über Stunden voll gesperrt.

Gegen 0.40 Uhr konnten die gröbsten Aufräumarbeiten beendet und die Sperrungen aufgehoben werden.

Ein Unfallgutachter sei am Freitag bereits vor Ort gewesen, die Ergebnisse seiner Untersuchung seien am heutigen Tag aber nicht mehr zu erwarten, sagte eine Polizeisprecherin.

Erstmeldung vom 9. Juni, 20.13 Uhr. Text aktualisiert am 9. Juni, 22.18 Uhr, sowie am 10. Juni, 8.17 Uhr und 12.07 Uhr.

Titelfoto: Montage: Marvin Matzulla + Jan Woitas/dpa

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