A4-Unfall mit Schutzengel: Lkw kracht in Leitplanke, Betonpfeiler bohren sich ins Fahrerhaus

Pulsnitz - Glück im Unglück! In der Nacht zu Montag hatte ein Brummi-Fahrer bei einem Unfall auf der A4 wohl alle Schutzengel beisammen. Seine tonnenschwere Ladung drückte es nach einem Unfall zum Teil bis ins Fahrerhäuschen. Er blieb jedoch unverletzt.

Die Einsatzkräfte hatten allerhand zu tun. Die Bergungsarbeiten werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Die Einsatzkräfte hatten allerhand zu tun. Die Bergungsarbeiten werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.  © RocciPix

Gegen 1 Uhr kam es zwischen den Anschlussstellen Pulsnitz und Ottendorf-Okrilla zur Kollision zweier Lkw, wie die Polizei auf TAG-Anfrage berichtete.

Dabei fuhr ein 62 Jahre alter Pole einem ukrainischen MAN-Laster hinten auf und verlor im Anschluss die Kontrolle über seinen DAF-Sattelschlepper.

Schließlich "knickte" er förmlich nach links ab und knallte gegen die Mittelleitplanke.

Durch die Wucht des Aufpralls setzte sich die Ladung des Aufliegers in Bewegung und drückte nach vorne. Und das so sehr, dass sich die tonnenschweren Betonteile teilweise ins Führerhäuschen bohrten.

Wie durch ein Wunder blieben sowohl der Pole als auch der 32-jährige Ukrainer unverletzt.

Aufgrund der Heftigkeit des Unfalls wurden zahlreiche Einsatzkräfte angefordert. Darunter auch mehrere Kameraden und Kameradinnen der Freiwilligen Feuerwehren Lomnitz, Seifersdorf, Wachau, Lichtenberg und Leppersdorf.

Diese leisteten gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk (THW) ganze Arbeit. Sie sicherten die Unfallstelle ab, banden ausgelaufenen Betriebsstoffe und halfen bei der Bergung des Lkw. Diese wird sich wohl noch bis in die Vormittagsstunden ziehen.

Wie ein Sprecher der Görlitzer Polizei auf TAG24-Nachfrage bestätigen konnte, kam es bereits in der Nacht zu einem erheblichen Rückstau. Der Verkehr wird seither in Pulsnitz abgeleitet.

Trotzdem war um 6.30 Uhr der Rückstau in Fahrtrichtung Dresden auf etwa neun Kilometer angewachsen.

Sachschaden bei etwa 100.000 Euro, drei Felder der Mittelleitplanke beschädigt

Die Betonteile bohrten sich ins Führerhäuschen. Dennoch blieb der Lkw-Fahrer unverletzt.
Die Betonteile bohrten sich ins Führerhäuschen. Dennoch blieb der Lkw-Fahrer unverletzt.  © Christian Essler

Auch zum Gesamtsachschaden konnte schon eine Aussage getroffen werden

"Dieser wird auf etwa 100.000 Euro geschätzt", so der Sprecher weiter.

Neben den beschädigten Lastern wurden zudem drei Felder der Mittelleitplanke beschädigt.

Zur Unfallursache wird derzeit ermittelt. Der vordere Lkw soll allerdings mit angeschalteter Warnblinkanlage langsam an ein Rückstauende herangefahren sein, so die Polizeidirektion weiter.

Warum der polnische Brummi-Fahrer offensichtlich zu spät reagierte, ist noch unklar.

Titelfoto: RocciPix, Christian Essler

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