Geisterfahrer-Horror auf der A4: Zwei Unfälle, Hubschrauber-Einsatz, Vollsperrung!

Uhyst am Taucher - Falschfahrer-Irrsinn auf der A4! Am frühen Montagmorgen kam es auf der A4 Görlitz in Richtung Dresden zu unfassbaren Szenen. Ein Geisterfahrer bretterte wohl mindestens 40 Kilometer auf der falschen Seite über die Autobahn und sorgte für zwei Verkehrsunfälle.

Der schwarze Opel Corsa ist von der irren Geisterfahrt schwer gezeichnet.
Der schwarze Opel Corsa ist von der irren Geisterfahrt schwer gezeichnet.  © Christian Essler

Gegen 3.40 Uhr wurde die Polizei auf den schwarzen Opel Corsa aufmerksam.

"Im Tunnel Königshainer Berge haben unsere Kameras den Falschfahrer eingefangen", so ein Sprecher der Polizeidirektion Görlitz auf TAG24-Nachfrage am Morgen.

Die Beamten reagierten dann blitzschnell. Auf Höhe der Raststätte Oberlausitz Süd errichteten die Ordnungshüter eine erste Sperre. "Diese wurde vom Geisterfahrer allerdings durchbrochen", so der Sprecher weiter.

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Dabei beschädigte der Falschfahrer nach Polizeiangaben gegen 4 Uhr sowohl eine Funkstreife als auch einen Scania-Sattelschlepper aus Litauen.

Der Laster, welcher Neuwagen geladen hatte, trug dabei einen erheblichen Schaden an der linken Vorderseite davon. Der Lkw-Fahrer blieb jedoch glücklicherweise unverletzt.

Falschfahrer schießt weiter und baut zweiten Unfall auf Höhe der Anschlussstelle Uhyst am Taucher

Der Falschfahrer war wohl mindestens 40 Kilometer in die falsche Richtung unterwegs.
Der Falschfahrer war wohl mindestens 40 Kilometer in die falsche Richtung unterwegs.  © Christian Essler
Der Scania-Sattelschlepper wurde von dem Opel Corsa frontal erwischt.
Der Scania-Sattelschlepper wurde von dem Opel Corsa frontal erwischt.  © Lausitznews

Die irre Fahrt des Corsa-Lenkers ging jedoch noch weiter. An der Anschlussstelle Uhyst am Taucher, etwa vier Kilometer weiter, krachte der Kleinwagen dann in die Mittelleitplanke und schleuderte zurück.

Dabei kollidierte er abermals mit anderen Verkehrsteilnehmern. Zwei Autos und ein weiterer Lastwagen wurden dabei beschädigt.

Der Corsa kam im Anschluss daran zum Stillstand.

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Die Einsatzkräfte konnten den 22-jährigen Polen schließlich schwer verletzt aus seinem Auto befreien. Ein Rettungshubschrauber war neben den zahlreichen Polizei- und Rettungswagen vor Ort und landete auf der Fahrbahn. Der Geisterfahrer wurde in eine Klinik geflogen.

Wie durch ein Wunder wurden keine weiteren Verkehrsteilnehmer verletzt.

Hund des Corsa-Fahrers musste von seinem Leid erlöst werden

Ein Rettungshubschrauber brachte den Falschfahrer in ein Krankenhaus.
Ein Rettungshubschrauber brachte den Falschfahrer in ein Krankenhaus.  © RocciPix

Jedoch war im schwarzen Kleinwagen des Falschfahrers noch ein Hund, welcher durch den Crash ebenfalls schwer verletzt wurde.

Wie der Polizeisprecher mitteilte, musste man das Tier noch an Ort und Stelle von seinem Leid erlösen.

Wo der 22-Jährige auf die Autobahn aufgefahren ist, ist bislang noch unklar. Möglich ist auch, dass er direkt aus Polen kommend schon auf der verkehrten Fahrbahn unterwegs war.

Sicher ist jedoch, dass er eine Strecke von mindestens 40 Kilometern zurückgelegt haben muss.

Zu den Hintergründen ist aktuell noch nichts bekannt. Die polizeilichen Ermittlungen laufen. Die Autobahn war in Fahrtrichtung Dresden im Zuge der Unfallaufnahme und der Bergung noch einige Zeit voll gesperrt. Entsprechend kam es zu Verkehrsbehinderungen.

Inzwischen ist die Fahrbahn jedoch wieder freigegeben.

Titelfoto: Christian Essler

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