Sattelzug in Stücke gerissen: Vollsperrung der A5 nach Unfall mit zwei Schwerverletzten

Fulda - Das Führerhaus eines Sattelzugs wurde abgerissen und auf die Gegenfahrbahn geschleudert: Auf der A5 in Osthessen kam es am Montagabend zu einem verhängnisvollen Unfall, die Sperrung der Autobahn dauerte auch am Dienstagmorgen zum Teil noch an.

Ein sogenannter Silozug krachte frontal in einen Sattelzug, beide Lastwagenfahrer wurden schwer verletzt.
Ein sogenannter Silozug krachte frontal in einen Sattelzug, beide Lastwagenfahrer wurden schwer verletzt.  © Polizeipräsidium Osthessen

Der Crash ereignete sich zwischen den Anschlussstellen Alsfeld/West und Homberg/Ohm, wie die Polizei in Fulda mitteilte.

Demnach fuhr am Montag gegen 18.40 Uhr ein 40-Tonnen-Lastwagen im Bereich einer Großbaustelle neben der Autobahn. Dabei überfuhr das Baustellenfahrzeug einen tiefen Absatz. In der Folge verlor der Fahrer die Kontrolle über den Wagen.

Der 40-Tonner "durchbrach die Schutzplanke, die die Baustelle von der Fahrbahn trennt, und kam so auf die stark befahrene Fahrbahn der A5 in Richtung Süden", erklärte ein Polizeisprecher.

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Hier krachte der Lkw frontal in einen zweiten Sattelzug, der durch den Aufprall buchstäblich in Stücke gerissen wurde: Das Führerhaus wurde vom Rest des Lastwagens abgerissen und auf die Gegenfahrbahn in Richtung Norden geschleudert.

Beide Lastwagenfahrer wurden bei dem Crash schwer verletzt. Der Rettungsdienst brachte die Männer in Kliniken in Marburg und Gießen.

Die A5 wurde nach dem Unfall in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt. Diese Sperrung dauerte zum Teil auch am Dienstagmorgen noch an.

Am Dienstagvormittag teilte die Polizei dann via Twitter mit, dass die A5 in Richtung Norden wieder befahrbar sei. Die Reinigungsarbeiten in Richtung Süden dauerten aber weiterhin an.

Das Führerhaus eines Sattelzugs wurde vom Rest des Lastwagens abgerissen und auf die Gegenfahrbahn geschleudert.
Das Führerhaus eines Sattelzugs wurde vom Rest des Lastwagens abgerissen und auf die Gegenfahrbahn geschleudert.  © Polizeipräsidium Osthessen

Bergung der Lkw-Wracks auf der A5 offenbar äußerst schwierig

Die Bergung der Lastwagen-Wracks gestaltet sich laut Polizei äußerst schwierig. "Zudem liefen größere Mengen an Diesel und Öl auf die Fahrbahn", ergänzte der Sprecher. Die Autobahn müsse daher mit speziellen Reinigungsmaschinen gereinigt werden.

Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei bislang auf rund 200.000 Euro. Die Summe wird sich aber noch erhöhen, da die Schäden an der Fahrbahn und den Baustelleneinrichtungen bislang nicht beziffert wurden.

Die Ermittlungen zu dem Unfall auf der A5 dauern an.

Aktualisierte Fassung, 12. April, 10.13 Uhr.

Titelfoto: Polizeipräsidium Osthessen

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