Lkw verliert Kabeltrommel bei voller Fahrt auf A61: VW von Trümmerteilen durchbohrt

Gau-Bickelheim - War es menschliches Versagen oder einfach nur eine Verkettung unglücklicher Zufälle? Eine von einem Lastwagen gefallene Kabeltrommel hätte am Montagabend auf der Autobahn 61 nahe dem rheinland-pfälzischen Gau-Bickelheim im Landkreis Alzey-Worms beinah für ein Verkehrs-Drama gesorgt.

Ein Lkw hatte die große Holz-Kabeltrommel während der Fahrt auf der A61 verloren (Symbolfoto).
Ein Lkw hatte die große Holz-Kabeltrommel während der Fahrt auf der A61 verloren (Symbolfoto).  © 123RF/welcomia

Wie ein Sprecher der Verkehrsdirektion in Mainz erst am Mittwochmorgen berichtete, sei ein Lkw am frühen Montagabend gegen 18.35 Uhr auf der A61 in Fahrtrichtung Köln/Koblenz unterwegs gewesen.

Vom 52 Jahre alten Fahrer scheinbar unbemerkt verabschiedete sich bei voller Fahrt eine große hölzerne Kabeltrommel von der Ladefläche. Diese rollte jedoch nicht von der Fahrbahn weg, sondern blieb mitten auf dieser stehen - eine große Gefahr für den fließenden Verkehr zur Feierabendzeit.

Just in diesem Moment befuhr auch ein 19 Jahre alter Fahrer eines Volkswagens den betroffenen Streckenabschnitt. Als er die mitten auf der Straße liegende Kabeltrommel erblickte, war es aber bereits zu spät für ein entsprechendes Ausweichmanöver.

Somit krachte er mit seinem Auto mit voller Wucht in die verloren gegangene Ladung. Dabei wurde die Front des Wagens des 19-Jährigen von einem Seitenteil der Trommel geradezu durchbohrt. An dem Wagen entstand vermutlich ein Totalschaden in Höhe von rund 15.000 Euro.

Doch damit war das Szenario noch nicht vollends beendet. Denn Teile der in mehrere Teile zerborstenen Kabeltrommel trafen ein weiteres Auto.

Autos werden von Trümmerteilen der Kabeltrommel getroffen: Fahrer haben Glück im Unglück

Das Auto des 19-Jährigen wurden von einem Seitenteil der Kabeltrommel durchbohrt.
Das Auto des 19-Jährigen wurden von einem Seitenteil der Kabeltrommel durchbohrt.  © Verkehrsdirektion Mainz

Dessen 28-jähriger Fahrer konnte den Trümmern ebenfalls nicht mehr ausweichen, weshalb sein Fahrzeug an der Windschutzscheibe und der Beifahrerseite beschädigt wurde.

Auch hier entstand ein empfindlicher Sachschaden in Höhe von mehreren Tausend Euro. Beide Autofahrer hatten an diesem Abend aber Glück im Unglück, da sie lediglich mit einem gewaltigen Schrecken und ohne Verletzungen davonkamen.

Die Autobahnpolizei Gau-Bickelheim konnte den Lastwagen-Fahrer schließlich an seinem Fahrtziel in Simmern (Rhein-Hunsrück-Kreis) ermitteln. Er gab den Beamten gegenüber an, nichts von dem Verlust eines Teils seiner Ladung bemerkt zu haben und deshalb weitergefahren zu sein.

Die Polizei ermittelt nun, ob eventuell eine mangelhafte Ladungssicherung für den heftigen Unfall verantwortlich gewesen sein könnte.

Zeugen oder weitere Geschädigte sind dazu angehalten, sich telefonisch unter der Rufnummer 06701/9190 oder per E-Mail (pastgau-bickelheim@polizei.rlp.de) an die Autobahnpolizei in Gau-Bickelheim zu wenden.

Titelfoto: Montage: Verkehrsdirektion Mainz

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