Horror-Crash auf der A9: Mercedes rast ungebremst unter Laster-Heck

Denkendorf - Am Mittwochnachmittag kam es auf der A9 bei Denkendorf zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein Mercedes V-Klasse ist in das Heck eines Lastwagens gekracht. Der Fahrer und seine Beifahrerin sollen dabei schwer verletzt worden sein.

Der Mercedes fuhr womöglich ungebremst auf den Lkw.  © Vifogra / Marvin Klein

Nach Angaben der Polizei war der Lkw auf der rechten Spur unterwegs, als ein Auto aus bisher ungeklärten Gründen von der mittleren Spur abkam und auf das Heck des Sattelzugs auffuhr. Dabei soll das Fahrzeug unter dem Lkw eingeklemmt worden sein.

Der 59-jährige Autofahrer aus Meiningen verletzte sich dabei schwer, seine 55-jährige Beifahrerin verletzte sich lebensgefährlich.

Sie wurden in dem massiv deformierten Fahrzeug eingeklemmt. Feuerwehrkräfte mussten die beiden mit einem hydraulischen Rettungsgerät aus dem Wrack befreien.

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Wie schnell der Fahrer der V-Klasse auf der A9 bei Denkendorf in Richtung Nürnberg tatsächlich unterwegs war, lasse sich laut ersten Informationen vom Unfallort auf den ersten Blick offenbar nicht eindeutig feststellen.

Allerdings soll die Tachonadel nach dem Aufprall bei 190 km/h stehen geblieben sein – mit dieser angezeigten Geschwindigkeit sei der Wagen offenbar in das Heck eines Lastwagens gefahren.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Wagen bis zur B-Säule unter den Lastwagen geschoben.

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Fahrer und Beifahrerin mussten aus dem Wrack befreit werden.  © Vifogra / Marvin Klein
Beide Insassen wurden schwer verletzt.  © Vifogra / Marvin Klein

Trümmerfeld über mehrere hundert Meter lang

Der Lkw-Fahrer habe die Kollision demnach bemerkt, soll sofort gebremst und sein Fahrzeug auf den Seitenstreifen gesteuert haben, wo er schließlich zum Stillstand gekommen sei. Das Trümmerfeld soll sich über mehrere hundert Meter entlang der Fahrbahn erstrecken.

In den Fahrzeugen sei ein Sachschaden von rund 50.000 Euro entstanden. Die A9 wurde in Richtung Nürnberg für mehrere Stunden gesperrt, was zu einem Stau von bis zu 15 Kilometern Länge führte.

Der Fahrer, die Beifahrerin und der Lkw-Fahrer wurden nach der Erstversorgung mit Rettungswägen zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht.

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