Plötzlich Winter in Bayern: Schnee sorgt für Crash-Serie im Allgäu
Von Franziska Groll
München - Es fühlte sich schon so nach Sommer an, doch jetzt kam der Winter noch einmal zurück nach Bayern – und das Mitte Mai. Im Allgäu kam es aufgrund des Wetters zu mehreren Unfällen.
Die Schneefallgrenze sank in den Alpen laut Deutschem Wetterdienst (DWD) auf 1000 Meter. In höheren Lagen waren den Angaben zufolge 5 bis 10, in Staulagen in den Allgäuer Alpen sogar um 20 Zentimeter Neuschnee möglich.
In der Folge kam es zu mehreren Unfällen auf Bayerns Straßen. Auch in der Nacht auf Donnerstag könnte es in den Alpen – diesmal laut DWD erst oberhalb von 1500 Metern – wieder Neuschnee geben.
Im Allgäu kam es nach dem Schneefall zu gleich mehreren Unfällen. So verlor ein 74-Jähriger auf der A96 auf schneebedeckter Fahrbahn im Landkreis Lindau die Kontrolle über seinen Sportwagen. Er schlitterte mit dem Auto in den Graben und stieß gegen ein Straßenschild. Laut Polizei entstand ein Schaden von 140.000 Euro. Der Fahrer blieb unverletzt.
Nach zwei weiteren Unfällen sperrte die Polizei die A96 Richtung München für rund eine Stunde. Ein 34-Jähriger prallte gegen die Leitplanke, kurz darauf überschlug sich ein 38-Jähriger mit seinem Auto.
Er wurde leicht verletzt. Allen drei Fahrern droht ein Bußgeld wegen nicht angepasster Fahrweise.
Warnung vor Schnee und Schneematsch
Woanders wurde speziell vor Glätte gewarnt. Wer etwa den Riedbergpass im Oberallgäu mit dem Auto befahren wollte, brauchte dafür Winterausrüstung, wie auf einem Schild zu lesen war. Auch der Deutsche Wetterdienst hatte zuvor vor Glätte durch Schnee und Schneematsch gewarnt. Noch kälter sollte es nach Angaben eines DWD-Sprechers in der Nacht auf Mittwoch mit verbreitetem Bodenfrost in Süddeutschland werden.
Ein solcher Kälteeinbruch sei natürlich vor allem nach der Wärme des Wochenendes überraschend – aber für Mai nicht völlig außergewöhnlich, sagte der DWD-Sprecher. Es sei "typisch, dass es auch im Mai immer mal diesen Kaltfluss-Einfluss gibt". Polarluft komme von der Nordsee ins Land. "Das passt ja auch zu den Eisheiligen dieses Jahr."
Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa (Symbolfoto)
